Meinestadt.de - Dernau - 22.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Ahrweiler | |
| Verbandsgemeinde: | Altenahr | |
| Höhe: | 124 m ü. NN | |
| Fläche: | 5,72 km² | |
| Einwohner: | 1885 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 330 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53507 | |
| Vorwahlen: | 02643; 02641 </small>(Ortsteil Marienthal) | |
| Kfz-Kennzeichen: | AW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 31 017 | |
| Gemeindegliederung: | 1 Ortsteil | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Roßberg 3 53505 Altenahr |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Manfred Wolff (CDU) | |
Dernau an der Ahr liegt im Landkreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz. Dernau gehört zur Verbandsgemeinde Altenahr und ist deren größte Ortsgemeinde.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Dernau liegt im Ahrtal am Rand des Ahrgebirges auf ca. 125 m NN, etwa 30 km südlich von Bonn und 50 km nördlich von Koblenz. Die höchste Erhebung innerhalb der Gemeinde ist mit 360 m NN der Krausberg.
Dernau grenzt im Uhrzeigersinn an folgende Gemeinden und Städte, beginnend im Norden: Grafschaft, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Rech und Mayschoß.
Zur Ortsgemeinde Dernau gehört ein kleiner Teil des östlich liegenden Ortes Marienthal (der größere Teil gehört zur Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler).
Bereits die Römer ließen sich im Ahrtal mit dem milden Klima nieder. Beim Bau der Keller des Dernauer Winzervereins im Jahre 1884 sowie bei verschiedenen anderen Gelegenheiten wurden Teile einer römischen Hofanlage (villa rustica) mit Warmwasseranlagen, Mosaiken, Badeanlage und einem Gräberfeld freigelegt. Des Weiteren traten Münzen aus dem 3. und 4. nachchristlichen Jahrhundert zu Tage.
Nach dem Ende der römischen Epoche 407 wurde Dernau von den Franken (Ripuarer) besiedelt. Die Reste zweier mittelalterlicher Wasserburgen mit den dazugerhörigen Grabenanlagen waren bis in die fünfziger Jahre des 19. Jhs. in den Gemarkungen „Im Graben“ und „An der Burg“ wohl noch zu sehen.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 893 im Prümer Urbar. Im Prümer Güteverzeichnis wurde in diesem Jahr ein Weinbergsarial in „degernavale“ oder auch „degeneranauale“ mit einem Ertrag von drei Fudern Wein jährlich aufgeführt. Diese Nennung weist auf den Weinbauort Dernau, in dessen Gemarkung der Kesselinger Klosterhof im klimatisch günstigeren Tal der Ahr Wein anbaute.
Mit den Orten Mayschoss und Rech gehörte Dernau zur recht kleinen Grafschaft Saffenburg. Im Laufe Ihrer Geschichte wechselte die Saffenburg häufig Ihre Besitzer und wurde seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr permanent bewohnt. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war die Saffenburg verschiedentlich Schauplatz von Hexenprozessen.
Nachdem die Hexenjäger aus Ahrweiler und von der Saffenburg von den Schweden 1632 vertrieben waren, wurden die Dörfer Dernau, Mayschoss und Rech von deren Truppen geplündert.
Bereits ca. fünfzig Jahre vorher (1588) war Dernau von den Landsknechten des Martin Schenk von Nideggen, in der Zeit als er Bonn besetzt hielt, geplündert worden.
Die Saffenburg wurde 1704 auf Veranlassung des Herzogs von Jülich zerstört, um zu verhindern, dass sich in Zukunft weiterhin Söldnertruppen hier festsetzen konnten.
Das in der Gemarkung Dernau liegende Kloster Marienthal wurde 1136 gegründet, in 1632 von den schwedischen Truppen geplündert, und 1646 von den Truppen Turenne's niedergebrannt. In 1699 komplett neu wieder aufgebaut, wurde das Kloster 1802 unter Napoleon im Rahmen der Säkularisierung aufgehoben. Im letzten Jahrhundert war es Teil einer staatlichen Weinbaudomäne. Dieser staatliche Weinbaubetrieb wurde 2004 von privaten lokalen Winzerbetrieben übernommen und weitergeführt bzw. weiter ausgebaut.
In den Jahren 1943-1944 entstand in Dernau mit dem Lager Rebstock ein geheimer Rüstungsbetrieb, in dem durch Zwangsarbeiter Bodenanlagen zum Abschuss von V2-Raketen produziert wurden.
Von 1960 bis 1972 entstand zwischen Dernau und Ahrweiler der Regierungsbunker der Bundesrepublik Deutschland. Er diente den damaligen Verfassungsorganen aus dem nahegelegenen Bonn als Ausweichsitz für den Verteidigungsfall. Nach Ende des Kalten Krieges und dem Umzug der Regierung nach Berlin, verlor die Anlage ihre Bedeutung. 2006 wurde der Beschluss gefasst, einen kleineren Teil der weitläufigen Bunkeranlage in ein Museum des Kalten Krieges umzuwandeln, dessen Eröffnung am 1. März 2008 stattfand. Der größte Teil des Bunkers wird jedoch vermauert.
chronologisch geordnet [1]
Dernau ist Sitz der Ahrwinzergenossenschaft Ahrwinzer und beherbergt einer Vielzahl von kleinen Weinbaubetrieben. Daneben finden sich hauptsächlich Kleinbetriebe wie Einzelhandel, Fachgewerke, Werkstätten. Einen breiten Raum nimmt der Gastronomiebereich und das Beherbergungswesen ein, von Straußwirtschaften über Gasthöfe und Restaurants bis hin zur einfachen Einkehrmöglichkeit des Eifelvereins auf dem Krausberg. Das Angebot an Unterkünften reicht von Privatzimmern über Gästehäuser und Frühstückspensionen bis hin zu einfachen Hotels und kompletten Ferienwohnungen. Gemäß Beherbergungsstatistik des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz wächst der Tourismussektor in Dernau überdurchschnittlich schnell. Der Wandel von einem Wochenend-Ausflugsziel der Rheinländer zu einem Ferienort ist in vollem Gange.
| Größte Weinbaugemeinden im Anbaugebiet |
Rang unter allen
rheinland-pfälzischen Weinbaugemeinden nach Rebfläche |
Bestockte Rebfläche |
Rebsorten | |
|---|---|---|---|---|
| Weißwein | Rotwein | |||
| ha | % | |||
| Ahr
|
544 | 11,7 | 88,3 | |
| Bad-Neuenahr-Ahrweiler | 54 | 284 | 6,9 | 93,1 |
| Dernau | 201 | 106 | 8,8 | 91,2 |
Dernau ist weitgehend geprägt vom Weinbau und mit 106 Hektar bestockter Rebfläche zweitgrößte Weinbaugemeinde der Ahr. Es wird hauptsächlich Rotwein angepflanzt. Die Einzellagen der Gemeinde sind:
Der Bahnhof Dernau liegt an der Ahrtalbahn (KBS 477) Remagen–Ahrbrück, auf der im Personennahverkehr die „Rhein-Ahr-Bahn“ (RB 30) verkehrt.
Für den öffentlichen Personennahverkehr auf der RB 30 gilt sowohl der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) als auch des regionalen Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS), für Fahrten in ganz NRW auch der NRW-Tarif. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr) (SPNV) von der DB Regio Südwest, die für die RB 30 Dieseltriebwagen der DB Baureihe 643 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.
Dernau liegt an der B 267, der sogenannten Ahr-Rotweinstraße auf halbem Weg zwischen Altenahr und Bad Neuenahr-Ahrweiler. Es gibt folgende Anreisemöglichkeiten:
Adenau | Ahrbrück | Altenahr | Antweiler | Aremberg | Bad Breisig | Bad Neuenahr-Ahrweiler | Barweiler | Bauler | Berg | Brenk | Brohl-Lützing | Burgbrohl | Dankerath | Dedenbach | Dernau | Dorsel | Dümpelfeld | Eichenbach | Fuchshofen | Galenberg | Glees | Gönnersdorf | Grafschaft | Harscheid | Heckenbach | Herschbroich | Hoffeld | Hohenleimbach | Honerath | Hönningen | Hümmel | Insul | Kalenborn | Kaltenborn | Kempenich | Kesseling | Kirchsahr | Königsfeld | Kottenborn | Leimbach | Lind | Mayschoß | Meuspath | Müllenbach | Müsch | Niederdürenbach | Niederzissen | Nürburg | Oberdürenbach | Oberzissen | Ohlenhard | Pomster | Quiddelbach | Rech | Reifferscheid | Remagen | Rodder | Schalkenbach | Schuld | Senscheid | Sierscheid | Sinzig | Spessart | Trierscheid | Waldorf | Wassenach | Wehr | Weibern | Wershofen | Wiesemscheid | Wimbach | Winnerath | Wirft