Meinestadt.de - Dassow - 22.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Nordwestmecklenburg | |
| Amt: | Schönberger Land | |
| Höhe: | 12 m ü. NN | |
| Fläche: | 66,54 km² | |
| Einwohner: | 4009 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 60 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 23942 | |
| Vorwahl: | 038826 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NWM | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 58 022 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Grevesmühlener Str. 17 23942 Dassow |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Joerg Plön | |
| Lage der Stadt Dassow im Landkreis Nordwestmecklenburg | ||
| Datei:Dassow in NWM.PNG | ||
Dassow im Landkreis Nordwestmecklenburg ist die nordwestlichste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Schönberger Land mit Sitz in der Stadt Schönberg verwaltet - eine Außenstelle dieser Verwaltung befindet sich in Dassow.
Inhaltsverzeichnis |
Das durch Eingemeindungen gewachsene Gemeindegebiet Dassows erstreckt sich von der Ostseeküste (zwischen Klützer Winkel und Priwall) über die Ufer der Pötenitzer Wiek und des Dassower Sees bis zur Mündung der Maurine in die Stepenitz. Die Kernstadt Dassow selbst befindet sich am Eintritt der Stepenitz in den Dassower See, der als Seitenbucht der Travemündung in die Ostsee bereits auf Meeresspiegelhöhe liegt. Im Nordosten der Gemarkung steigt das hügelige Gelände bis 58 m ü. NN an. Die Ufer des Dassower Sees und der Stepenitz sowie Teile des Küstenabschnittes sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen.
Zu Dassow gehören die Ortsteile
sowie
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In Uhrzeigerrichtung, beginnend im Norden, grenzen folgende Städte und Gemeinden an Dassow: Kalkhorst, Roggenstorf, Papenhusen, Schönberg und Lübeck (Travemünder Ortsteil Priwall).
Ab 1158 wurde die Landschaft Darrsowe oder Darxowe genannt, 1188 sprach man von Dartzchowe. 1219 wurde der Ort Dassow erstmals als Dartzowe, (altpolabische Bezeichnung für Ort der Dornen oder Gesträuche) urkundlich erwähnt. Die Schreibweise veränderte sich 1415 zu Darsowe und im 15. Jahrhundert zu Dassow.
Aus der slawischen Burg entstand Mitte des 12. Jahrhunderts eine deutsche Burg mit einer Siedlung, günstig gelegen an der Straße von Lübeck nach Wismar. Die Lübecker gerieten hier in Verteidigung des Barbarossa-Privilegs von 1188 immer wieder in Konflikt mit örtlichem Adel und den mecklenburgischen Herzögen. Der Bischof von Ratzeburg verzichtete 1219 den Lübeckern gegenüber auf seinen Anteil am Brückenzoll der Dassower Brücke über die Stepenitz. Der Herzog seinerseits verzichtete im Folgejahr. 1307 beschlossen die Lübecker mit den Lauenburgern und den Holsteinern im Frieden zu Herrenfähre die Zerstörung der Dassower Burg. Dennoch kehrte kein dauerhafter Friede ein. So kam es 1505 zur Lübecker Fehde zwischen der Hansestadt Lübeck und Mecklenburg sowie den Rittern von Parkenthin in Dassow.
Die frühgotische Nikolaikirche entstand als Backsteinbau in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert. Sie wird bereits 1230 im Ratzeburger Zehntregister erwähnt, welches die damals zum Bistum Ratzeburg gehörenden Ortschaften, geordnet nach Kirchspielen, auflistet. Der Kirchturm stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Der markanteste Punkt ist der im 18. Jahrhundert errichtete Speicher an der Mündung der Stepenitz. Hier wurden die Waren aus der Umgebung gestapelt, die Schiffe ins nahe Lübeck brachten. </br > Erst 1938 wurde der Ort zur Stadt erhoben.
Dassow, die nordwestlichste Stadt der DDR, lag bis Ende 1989 inmitten des Sperrgebietes der DDR-Grenze und war ohne spezielle Passierscheine nicht erreichbar. Der zu Lübeck und damit zum Gebiet der Bundesrepublik gehörende Dassower See war durch die DDR-Grenzsperranlagen von der Stadt abgetrennt und von dort aus nicht zugänglich.
Der Stadtkern und der Alte Speicher von Dassow wurden im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.
Das Wappen wurde am 1. Oktober 1927 durch das Mecklenburg-Schwerinsche Staatsministerium verliehen und unter der Nr. 176 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „In Silber auf grünem Boden eine rote Burg mit zwei Zinnentürmen mit spitzen Helmen und einem offenen Tor, darin ein grüner Dornstrauch.“
Dassow hat heute neben Banken, Arztpraxen, einer Apotheke, Kindergarten und Schule sowie einigen Geschäften alle erforderlichen Infrastruktureinrichtungen, die eine moderne Kleinstadt als Zentrum für die umliegenden Orte aufweisen sollte.
Ein umfangreiches Sanierungsprogramm für die historische Altstadt wurde in Angriff genommen. Daneben genießt die Entwicklung des Tourismus große Aufmerksamkeit.
Im Gewerbegebiet Holmer Berg haben sich bereits über 30 Firmen angesiedelt, unter ihnen die europaweit bekannte Popcorn Company und der CD- und DVD-Hersteller Optical Disc Service (seit 2007 insolvent). In den Gebäuden der insolventen Firma haben sich zwei Medizintechnikfirmen angesiedelt, darunter die Lübecker Euroimmun.
Die Stadt Dassow liegt an der Bundesstraße 105 (Lübeck - Wismar). Wichtige Verbindungsstraßen führen nach Klütz / Boltenhagen, nach Schönberg und Priwall. Zwölf Kilometer südlich führt die Bundesautobahn 20 (Lübeck - Rostock) vorbei. Der nächste Bahnhof befindet sich in der sieben Kilometer entfernten Nachbarstadt Schönberg (Strecke Lübeck - Bad Kleinen), von der bis Ende der 1940er Jahre eine Stichbahn nach Dassow führte.
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