Dienstag, 22.05.2012



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Cleebronn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Cleebronn
Cleebronn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Cleebronn hervorgehoben
49.059.0333333333333236Koordinaten: 49° 3′ N, 9° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Heilbronn
Höhe: 236 m ü. NN
Fläche: 17,09 km²
Einwohner: 2728 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74389
Vorwahl: 07135
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 25 017
Adresse der Gemeindeverwaltung: Keltergasse 2
74389 Cleebronn
Webpräsenz:
Bürgermeister: Thomas Vogl
Lage der Gemeinde Cleebronn im Landkreis Heilbronn

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Cleebronn ist eine Weinbaugemeinde im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Cleebronn liegt im Zabergäu im Süden des Landkreises Heilbronn im Tal eines Nebenbaches (Ruitbach) der Zaber, direkt nördlich des Strombergs in 220 bis 260 Meter Höhe. Die Landschaft ist geprägt vom Weinbau. Wahrzeichen der Gemeinde und des ganzen Zabergäus ist der Michaelsberg mit einer Höhe von 394 m Höhe ü. NN.

Nachbargemeinden

Nachbarstädte Cleebronns sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen): Güglingen, Brackenheim (beide Landkreis Heilbronn), Bönnigheim und Sachsenheim (beide Landkreis Ludwigsburg). Mit Brackenheim ist Cleebronn eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

Gemeindegliederung

Zu Cleebronn gehören keine weiteren Ortsteile, aber als Orte im geographischen Sinne der Weiler Treffentrill, der Hof Katharinenplaisir, Schloss und Hof Magenheim sowie die Wohnplätze Michaelsberg und Neumagenheim. Abgegangene, nicht mehr bestehende Orte auf Markung Cleebronn sind Balzhof, Nieder-Ramsbach, Ruhenklingen und Tripstrill bzw. Treffentrill, ein Vorgängerort des heutigen gleichnamigen Weilers.[1]

Geschichte

Cleebronn wurde unter dem Namen Kleberen erstmals im Jahre 1279 in einer Urkunde erwähnt. Spätere Namensformen waren Clobern und Cleibern, 1291 wurde Cleebrunn erwähnt, im 15. Jahrhundert wurde daraus Cleebronn. Der Name wird darauf zurückgeführt, dass der vermutlich als Burgweiler der nahen Burg Niedermagenheim entstandene Ort in den Kleibern lag, also in einem nassen Wiesental, in dem es Lehm gab.

Im 13. Jahrhundert gehörten dem Kurfürstentum Mainz, also dem weltlichen Kurstaat (dem Erzstift Mainz, auch Kurmainz genannt), vom Kloster Lorsch übernommene Güter und Rechte rund um den Michaelsberg, die an die in Cleebronn ansässigen Herren von Magenheim verliehen waren. Im 14. Jahrhundert (spätestens 1367) erwarb Württemberg etwa zwei Drittel des Ortes als Württembergisch Cleebronn; das restliche Drittel verblieb im Eigentum des Kurfürstentums Mainz als Mainzisch Cleebronn, war aber mehrfach verpfändet, so 1727 an den kurmainzischen Oberhofmeister und Geheimen Rat Johann Philipp Graf von Stadion (geb. 1652). 1785 wurde der kurmainzische Ortsteil ebenfalls von Württemberg erworben, blieb aber kommunal selbständig. Die beiden bis 1843 selbständig bleibenden Gemeinden, die durch einen Bachlauf voneinander getrennt waren, wurden seit 1811 Alt-Cleebronn und Neu-Cleebronn genannt. Erst mit Wirkung vom 1. Januar 1844 wurden Alt-Cleebronn und Neu-Cleebronn zur neuen Gemeinde Cleebronn wiedervereinigt.

Religionen

In Cleebronn gibt es eine evangelische Kirchengemeinde. Die katholischen Christen gehören zur katholischen Kirchengemeinde in Güglingen.

Politik

Rathaus

Gemeinderat

Die Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 ergab folgendes Ergebnis:

  • FWV 42,2 % (+2,3), 5 Sitze (=)
  • CDU 38,0 % (-7,5), 5 Sitze (-1)
  • Arbeitsgemeinschaft Umwelt (AGU) 19,7 % (+5,1), 2 Sitze (+1)

Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

Wappen und Flagge

Wappen Cleebronns

Die Blasonierung des Cleebronner Wappens lautet: In Silber unter einem sechsspeichigen roten Rad ein dreiblättriges grünes Kleeblatt. Die Flagge der Gemeinde ist Grün-Weiß.

Das Rad ist das Mainzer Rad von Kurmainz in umgekehrten Farben und erinnert an die jahrhundertelange Zugehörigkeit des Ortsteils Neu-Cleebronn zu Mainz. Das Kleeblatt ist das einer volksetymologischen Deutung des Ortsnamens entsprungene Fleckenzeichen Cleebronns und seit Beginn des 17. Jahrhunderts an Mauern, auf einem Markstein und im Kieserschen Forstlagerbuch von 1684 überliefert. Das erste Siegel des württembergischen Alt-Cleebronn ist in Abdrücken von 1651 und 1653 erhalten und zeigt als vollredendes Wappen einen Ziehbrunnen, der unten von drei Kleeblättern überdeckt ist, darüber eine rechtshin liegende Hirschstange als Verweis auf die württembergische Ortsherrschaft. Ein späteres Siegel, 1715 bis 1759 nachweisbar, zeigt nur ein Kleeblatt. Das Siegel des mainzischen Neu-Cleebronn von 1695 zeigt im Wappenschild das Mainzer Rad über einem Kleeblatt, über dem Schild Mitra und Krummstab. Im 19. Jahrhundert wurde das Wappen mit Mainzer Rad und Kleeblatt zum Wappen der 1843 aus Alt- und Neu-Cleebronn vereinigten Gemeinde; die im Vergleich zum Mainzer Rad umgekehrten Wappenfarben (rotes Rad auf Silber) wurden 1919 von der württembergischen Archivdirektion festgelegt. Am 25. April 1956 hat der Cleebronner Gemeinderat die Flaggenfarben Grün-Weiß angenommen.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Magenheim
Pfarrkirche und Pfarrhaus

Bauwerke

  • Über dem Ort auf einer Anhöhe liegt das Schloss Magenheim, eine staufische Burganlage von ca. 1230/1250, der ehemalige Sitz der Herren von Magenheim.
  • Die evangelische Raphaelskirche weist frühgotische Gebäudeteile auf und wurde 1900/01 erneuert. Nahe der Kirche befindet sich das alte Pfarrhaus.
  • Das heutige Rathaus wurde 1736 erbaut und mehrfach umgestaltet. An der Außenfassade sind mehrere Neidfratzen angebracht, die Neid aus dem Haus fernhalten sollen.
  • Das Bürgerhaus wurde 1902 als Schule an der Stelle des alten Rathauses erbaut. Der Schulbetrieb im Gebäude endete 1994, bis 1997 wurde es modernisiert.
  • Die Kelter des Ortes datiert von 1907 und war damals die größte Kelter Württembergs.
  • Das Backhaus wurde 1930 erbaut und 1985 saniert, es beinhaltet zwei funktionstüchtige Backöfen.
  • Auf dem Michaelsberg befindet sich eine spätromanische Kirche und ein Kapuziner-Hospiz von 1739 (heute katholisches Jugendhaus).
  • Der Weiler Katharinenplaisir ist ein barockes Hofgut, das 1733 vom Bönnigheimer Amtmann Grimm erbaut und nach dessen Frau benannt wurde.
  • Auf lokaler Gemarkung liegt der mit einer Höhe von 472 m über NN höchste, gleichzeitig aber namenlose Berg des Stromberg-Hauptrückens. Auf ihm wurde 1969 der zwischenzeitlich denkmalgeschützte, 125 m hohe Fernmeldeturm Brackenheim 1 errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Blick auf den Michaelsberg von Osten
Blick vom Michaelsberg auf den Weiler Treffentrill und den Freizeitpark Tripsdrill

Weinbau

Am Michaelsberg wird seit über 1200 Jahren Weinbau betrieben. Die Lagen gehören zur Großlage Heuchelberg im Bereich Württembergisch-Unterland. Angebaut werden die für Württemberg typischen Rebsorten wie Lemberger, Trollinger, Riesling und Kerner. Die meisten Weingärtner sind der Weingärtnergenossenschaft Weingärtner Cleebronn-Güglingen eG angeschlossen.

Verkehr

Anschlüsse an das Fernstraßennetz bestehen in Lauffen am Neckar und Kirchheim am Neckar (B 27). Der öffentliche Nahverkehr im Verkehrsverbund H3NV wird von Bussen gewährleistet. Anschluss an das Schienennetz besteht ebenfalls in Lauffen am Neckar und Kirchheim am Neckar (Frankenbahn). Die seit einiger Zeit stillgelegte Zabergäubahn (Lauffen (Neckar)Leonbronn) besitzt eine Haltestelle im benachbarten Güglingen-Frauenzimmern. Es war geplant, die Strecke bis 2011 wieder in Betrieb zu nehmen, was nach einem Pressebericht vom Juli 2006 aber wieder fraglich ist.[1]

Ansässige Unternehmen

Ein bekanntes Cleebronner Unternehmen ist die Zink Feuerwerk GmbH, die Feuerwerkskörper herstellt. Das 1949 gegründete Unternehmen, das auf einen 1852 gegründeten Handel mit Feuerwerkskörpern zurückgeht, ist einer der letzten deutschen Feuerwerkshersteller und produziert mit rund 20 Mitarbeitern neben Raketen für Silvester überwiegend Großfeuerwerk, das bei zahlreichen Festen im Heilbronner Raum zum Einsatz kommt, und pyrotechnische Munition für Kunden in aller Welt. Sowohl der Unternehmensgründer Paul Zink als auch sein Sohn und Nachfolger Walter Zink wurden zu Ehrenbürgern Cleebronns ernannt.[2]

Medien

Über das Geschehen in Cleebronn berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe SW, Süd-West.

Bildung

Die Friedrich-Hölderlin-Grundschule in Cleebronn wird als zweizügige Grundschule betrieben. Weiterführende Schulen befinden sich in den Nachbarorten. Daneben gibt es zwei Kindergärten in Trägerschaft der evangelischen Kirche. Cleebronn verfügt auch über eine kleine Bücherei im Bürgerhaus Alte Schule.

Freizeit

Am Fuße des Michaelsbergs befindet sich der Erlebnispark Tripsdrill. Angeschlossen ist das Wildparadies Stromberg. Auf einer Fläche von 77 ha sind etwa 100 Attraktionen, zoologische Anlagen und Museen zu finden. In der Nähe von Tripsdrill befindet sich die Tennisanlage des TennisClub Cleebronn mit fünf Sandplätzen sowie einem Beachvolleyballfeld.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Einzelnachweise

  1. Thomas Dorn: Die Stadtbahn ins Zabergäu ist derzeit nicht zu bezahlen. In: Heilbronner Stimme vom 11. Juli 2006, S. 30.
  2. Quellen zum Unternehmen Zink:
    Unternehmensgeschichte bei zink-feuerwerk.com (abgerufen am 18. Mai 2008)
    Joachim Rüeck: Der Rummel kam erst nach dem 70. Geburtstag. In: Heilbronner Stimme vom 19. Juli 2004
    Klaus Thomas Heck: Die dicke Berta kommt aus China. In: Heilbronner Stimme vom 30. Dezember 2006

Literatur

  • Rolf Lippoth: Maria Gottliebin Kummer aus Cleebronn. Eine Prophetin im Umkreis der Frau von Krüdener. In: Dietrich Blaufuß (Hrsg:) Pietismus-Forschungen. Zu Philipp Jacob Spener und zum spiritualistisch-radikalpietistischen Umfeld. Peter Lang, Frankfurt am Main, Bern, New York 1986 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 23. Theologie, 290)

Weblinks

Commons Commons: Cleebronn – Bilder, Videos und Audiodateien
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