Dienstag, 22.05.2012



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Busdorf

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Busdorf bei Schleswig, Ortsteile der Gemeinden Schillsdorf (bei Neumünster) und Behrenhoff (in Vorpommern) tragen ebenfalls den Namen Busdorf.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Busdorf
Busdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Busdorf hervorgehoben
54.4926999.55277518Koordinaten: 54° 30′ N, 9° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Haddeby
Höhe: 18 m ü. NN
Fläche: 5,35 km²
Einwohner: 2027 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 379 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24866
Vorwahl: 04621
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 018
Adresse der Amtsverwaltung: Rendsburger Str. 54 c
24866 Busdorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Ralf Feddersen (CDU)
Lage der Gemeinde Busdorf im Kreis Schleswig-Flensburg
Datei:Busdorf in SL.PNG

Busdorf (dänisch: Bustrup) ist eine amtsangehörige Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Busdorf ist Sitz der Amtsverwaltung vom Amt Haddeby.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde liegt in einer Endmoränenlandschaft bei Schleswig an der Schlei. Haddeby, das Haithabu der Wikingerzeit liegt im Gemeindegebiet.

Geschichte

Eine jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Besiedlung des Ortsgebiets ist archäologisch nachgewiesen. Auch die Siedlungsreste des wikingerzeitlichen Haithabu und der Skarthi-Stein, ein wohl Anfang des 11. Jahrhunderts aufgestellter Runenstein, liegen im heutigen Gemeindegebiet.

Der Name Busdorf selbst wurde 1299 als Personenname (Jaan Buzthorp) erstmals erwähnt. Daraus lässt sich auf einen Ortsnamen, der Dorf des Butse bedeutet schließen. Auf Südjütisch heißt der Ort Bustrop.

Haithabu und Danewerk

Haithabu lag vom 9. bis 11. Jahrhundert innerhalb eines Ringwalls am Haddebyer Noor. Haithabu war in der Wikingerzeit eines der bedeutendsten wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Zentren Skandinaviens. Nach der Zerstörung der Siedlung im Jahr 1066 wurde von den Bewohnern die Stadt Schleswig gegründet. Auch ein Großteil des Danewerks eines alten Sperrwalls über die Kimbrische Halbinsel, vergleichbar dem Limes oder dem Hadrianswall, liegt im Gemeindegebiet.

Der Siedlungsplatz wurde 1897 von dem Archäologen Sophus Müller wiederentdeckt. Heute werden viele der archäologischen Funde im Wikinger-Museum Haithabu in Busdorf ausgestellt.

Skarthi-Stein

Der Skarthi-Stein, ein Runenstein, wurde 1857 zwischen zwei Grabhügeln im Gemeindegebiet entdeckt. Er soll an einen Gefolgsmann von König Sven Gabelbart erinnern.

St.-Andreas-Kirche

St.-Andreas-Kirche Haddeby

Die St.-Andreas-Kirche Haddeby liegt außerhalb des Dorfkerns. Die einschiffige romanische Feldsteinkirche wurde um 1200 errichtet. Von ihr wird gesagt, dass sie sich auf den Grundmauern der Kirche befindet, die Ansgar im Jahr 849 bauen ließ, als er die Wikinger missionieren wollte. Allerdings befindet sich die Kirche außerhalb des historischen Ringwalls an einer der wichtigsten Handelsstraßen in der Region.[1]

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Blau unter zwei goldenen Löwen hintereinander der goldene Busdorfer Runenstein.“[2]

Wirtschaft und Infrastruktur

In der ursprünglich landwirtschaftlich geprägten Gemeinde haben sich Gewerbebetriebe und ein breit gefächertes Angebot von Dienstleistungen angesiedelt. 1998 wurde im Süden der Gemeinde der Gewerbepark Wikingerland erschlossen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Quellen

  1. St. Andreas Haddeby auf nordelbien.de
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks

Commons Commons: Busdorf – Bilder, Videos und Audiodateien
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