Meinestadt.de - Burgsinn - 22.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Main-Spessart | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Burgsinn | |
| Höhe: | 190 m ü. NN | |
| Fläche: | 51,38 km² | |
| Einwohner: | 2624 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 51 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97775 | |
| Vorwahl: | 09356 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 77 122 | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Markt Burgsinn Burgweg 1 97775 Burgsinn |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Franz Schüßler (CSU/ Unabhängige Bürger) | |
Burgsinn ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn.
Inhaltsverzeichnis |
Burgsinn liegt in der Region Main-Spessart (Nachbarlandkreis von Würzburg).
Es existiert nur die Gemarkung Burgsinn.
Ein in Burgsinn gefundenes, aus dem ausgehenden Neolithikum stammendes Steinbeil (um 2000 v. Christus), zeugt von erster menschlicher Anwesenheit im Ortsgebiet. Im Jahr 812 ist in einer Urkunde des Kloster Fulda der „Sinngau" / „Sinnahgeuue“ erwähnt. Aus dem Jahr 1001 stammt die erste schriftliche Überlieferung der Existenz des Ortes, dass damalige würzburgsche Dorf Sinna. 1303 ist von Burgmannen des „Gotzo, Aplo et Her (mannus)de Sinne“, als Besatzung der Grenzfestung Sinna die Rede. 1334 wird von Kaiser Ludwig der Bayer, „dem Dorf zu Synne“ auf „ewiglich“ das Marktrecht verliehen. 1338 wird Dietz von Thüngen zum Erbburgmann und Herrn von Burg und Ort Sinna. Dietz von Thüngen's Sohn Wilhelm erwirbt im Jahre 1405 für 10.000 Gulden die Herrschaft Burgsinn, mit allem dazu gehörigem.
Das ehemalige Rittergut der Freiherren von Thüngen wurde durch das Fürstentum Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg mediatisiert. 1808 wurde es an das Großherzogtum Würzburg getauscht, mit welchem es 1814 an Bayern fiel.
Das Wappen des Marktes Burgsinn zeigt „ein rotes Widderhorn auf goldenem Grund“.
Das Widderhorn kann weder dem Wappen der Freiherrn von Thüngen noch dem der Grafen von Rieneck entnommen sein, obwohl beide Familien eng mit der Geschichte von Burgsinn verbunden sind. Während mit dem Aussterben der Rothenfelser Linie der Rienecker 1333 die Hälfte des Schlosses Burgsinn, das die Grafen von Rieneck zu Lehen trugen, an Würzburg zurückfiel und 1405 die Freiherrn von Thüngen das ganze Schloss von Würzburg kauften, waren die Voit von Rieneck, welche lange Zeit Vögte zu Rieneck waren, noch bis ins 15. Jh. hinein Inhaber eines Teils der Zehnt und des Gerichts zu Mittelsinn. Als Kurmainz 1630 die Exekution gegen die Thüngen durchführte, wurde das Gericht zu Burgsinn durch den Keller von Rieneck abgehalten - die Grafen von Rieneck waren bereits in der ersten Hälfte des 16. Jh. ausgestorben. Nach der Wiedereinsetzung der Thüngen in Burgsinn im Jahre 1697 wurde neben verschiedenen anderen Abmachungen der Gemeinde ausdrücklich die Belassung „ihres alten Dorfsiegels“ zugesichert. Welcher Art dieses Siegel war und aus welcher Zeit es stammte, wird zwar nicht gesagt, da aber die Voit von Rieneck einen Widder in ihrem Wappen führten, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass das Wappen von Burgsinn das geminderte Wappen der Voit von Rieneck ist.
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Bürgermeister ist Franz Schüßler.
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1,065 Mio. €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 155.000 €.
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 193 und im Bereich Handel und Verkehr 140 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 136 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 878. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 24 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 371 ha, davon waren 29 ha Ackerfläche und 325 ha Dauergrünfläche.
Burgsinn liegt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg und der Bahnstrecke Flieden–Gemünden. Am Betriebsbahnhof Burgsinn ist ein Wechsel zwischen alter und neuer Bahnstrecke möglich.
Die medizinische Versorgung wird durch drei im Ort niedergelassene Allgemein-Ärzte, einen Zahnarzt, eine Apotheke, zwei Physiotherapeuten sowie die jeweils etwa knapp 30 Kilometer entfernt liegenden Krankenhäuser in Lohr, Karlstadt, Schlüchtern oder Bad Brückenau gesichert. Zudem befindet sich in Burgsinn eine Rettungswache des Bay. Roten Kreuzes. Diese ist ausgestattet mit einem RTW. Die Wache ist rund um die Uhr besetzt, sieben Tage die Woche.
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
Burgsinn verfügt über ein relativ großes (Frei-)Schwimmbad mit einem 50-Meterbecken inkl. Sprungturm-Bereich(1m, 3m und 5m), einem Nichtschwimmerbecken mit Rutsche sowie einem Kinderbecken. Zur Anlage gehört auch ein Beachvolleyball-Feld. Es gibt im Ort eine Parkanlage und die Radwege um Burgsinn herum führen von Würzburg bis nach Fulda.
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