Meinestadt.de - Burghausen - 22.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Altötting | |
| Höhe: | 421 m ü. NN | |
| Fläche: | 19,85 km² | |
| Einwohner: | 18.171 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 915 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 84489 | |
| Vorwahl: | 08677 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AÖ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 71 112 | |
| Stadtgliederung: | 33 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Stadtplatz 112 84489 Burghausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans Steindl (SPD) | |
| Lage der Stadt Burghausen im Landkreis Altötting | ||
| Datei:Karte burghausen in aoe.png | ||
Die alte Herzogsstadt Burghausen ist die größte Stadt im oberbayerischen Landkreis Altötting. Sie liegt der Salzach, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Auf einem Höhenzug über der Altstadt erstreckt sich mit 1.043 Metern Länge die längste Burg Europas.
Inhaltsverzeichnis |
Für die Stadt Burghausen sind 33 amtlich benannte Gemeindeteile ausgewiesen:
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Grabungen in vergangenen Jahren, besonders von 2002 bis 2004 auf dem Gelände der Burg, brachten eine Reihe von Relikten aus der Bronze- und Eisenzeit zu Tage. Schon früher wurden keltische Fibelteile und römische Münzen aus mehreren Jahrhunderten entdeckt. Ein genaues Gründungsdatum der Stadt Burghausen lässt sich bisher aber nicht festlegen.
Zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert bestand am Flussufer der Salzach unterhalb der Burg wahrscheinlich eine kleine Siedlung als Zollstätte.
(siehe Hauptartikel: Burg zu Burghausen)
Aus dem Jahr 1025 stammt die älteste bis heute überlieferte Erwähnung Burghausens in schriftlicher Form. In diesem Jahr wird die Stadt in einer Urkunde als Reichsgut genannt, als der römisch-deutsche König und spätere Kaiser Konrad II. die Grafen von Burghausen zur Verwaltung des Fiskalgutes einsetzt. Im Jahr 1164 stirbt dieses Adelsgeschlecht aus und Herzog Heinrich der Löwe nimmt die Burg in seinen Besitz.
(siehe Hauptartikel: Grafschaft Burghausen-Schala)
Nach der Burg (1168) kommt 1229 auch die schon stadtähnliche Siedlung in den Besitz der Wittelsbacher. Die Verleihung der Stadtrechte wird auf einen Zeitpunkt kurz darauf vermutet, ist aber nicht durch Quellen belegbar. Ab 1255, nach der ersten Teilung Bayerns, nimmt Burghausen einen politischen und wirtschaftlichen Aufschwung als zweite Residenz der niederbayerischen Herzöge. Die wichtigste Einnahmequelle ist der Handel mit Salz aus Hallein, das in Burghausen angelandet und auf dem Landweg weiter transportiert wird. Anlegestelle ist das jetzige Mautnerschloss (heute Seminargebäude der Stadt, genutzt vor allem von der Volkshochschule, darüber hinaus auch für Fotografie- und Jazzschulungen sowie für Kleinkunst- und Jazzveranstaltungen).
Im Jahr 1307 wird das bestehende präurbane Gemeinderecht als Stadtrecht kodifiziert.[1] In der 1. Hälfte des 14. Jh. verleiht Kaiser Ludwig der Bayer der Stadt mehrere wichtige Privilegien. Ende des 14. Jh. wird Burghausen Verwaltungsmittelpunkt zunächst als Vitztum.
Unter den drei letzten niederbayerischen Herzögen Heinrich, Ludwig und Georg, genannt die Reichen (1393–1503), erlebt Burghausen eine Blüte- und Glanzzeit als zweite Hauptstadt Bayerns. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg erhält Burghausen 1507 eines der vier Rentämter im neu geordneten Bayern.
(siehe Hauptartikel: Rentamt Burghausen)
Die Einnahmen aus dem Salzhandel gehen durch die Errichtung des herzoglichen Salzmonopols im Jahr 1594 verloren.
In der Folge erlebt Burghausen einen mehr als 300 Jahre anhaltenden administrativen und wirtschaftlichen Bedeutungsverlust:
Am Ende des 19. Jahrhunderts ist Burghausen eine Kleinstadt mit etwa 2.500 Einwohnern. Erst mit der Niederlassung der „Dr. Alexander Wacker Gesellschaft für elektrochemische Industrie K.G.“ (1915), die Gesellschaft firmiert heute als Wacker-Chemie AG, setzt ein wirtschaftlicher Aufschwung ein:
Liste der hauptamtlichen Bürgermeister seit 1930 (vor 1930 waren ehrenamtliche Bürgermeister tätig):
Der Stadtrat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 24 Stadträten zusammen. An der Stadtratswahl im März 2008 namen von 14.145 Stimmberechtigten 8.727 an der Wahl teil, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 61,7%. Dabei kam es zu folgendem Ergebnis:
| Partei / politische Gruppierung | Stimmen in % | Sitze |
|---|---|---|
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | 49,8 % | 12 |
| Christlich-Soziale Union (CSU) | 31,9 % | 8 |
| Freie Wähler Burghausen (UWB) | 7,6 % | 2 |
| Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE) | 5,6 % | 1 |
| Freie Demokratische Partei (FDP) | 5,2 % | 1 |
Die Stadt Burghausen führt seit 1290 ein eigenes Siegel, das jedoch nicht überliefert ist. Das zweite Siegel aus dem Jahr 1324 zeigt bereits eine Burg. Im Jahr 1416 taucht erstmalig der kleine Hügel auf. Die Darstellung der Burg änderte später ihren mittelalterlichen Charakter. Die Farben werden seit 1605 verwendet.[2]
Bislang hat Burghausen mit vier Städten eine Partnerschaft vereinbart:
Darüber hinaus bestehen Städtefreundschaften mit Schwechat (Niederösterreich) und Minakuchi (Japan).
Burghausen ist einer der wichtigsten Standorte des Bayerischen Chemiedreiecks und eine von 13 sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern.
Die Blaue Route, die Bundesstraße 20 (Straubing - Berchtesgaden), führt direkt durch das Stadtgebiet von Burghausen. Die B 20 verbindet die Stadt auch mit der Bundesstraße 12 (München - Passau) bzw. der im Bau befindlichen Bundesautobahn 94.
Die Stadt besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Mühldorf–Burghausen, welche in Burghausen endet. Im Stadtteil Lindach befand sich ein weiterer Haltepunkt, dieser wird heute aber nicht mehr bedient.
Das historische Zentrum ist im "Inn-Salzach-Stil" erbaut.
Auf dem KZ-Friedhof des Ortsteils Heiligkreuz ruhen in einer Grabanlage 253 unbekannte, darunter zahlreiche jüdische KZ-Opfer aus dem KZ Mettenheim bei Mühldorf am Inn, die auf Befehl der US-Militärregierung 1945 begraben wurden. Ein Gedenkstein erinnert an dieses Geschehen.[3]
Im Jahr 2004 fand vom 23. April bis zum 3. Oktober in Burghausen die Bayerische Landesgartenschau statt. Seit dieser Zeit können die Burghauser und ihre Gäste im Herzen der Neustadt den Stadtpark genießen.
Burghausen ist die Heimat des Fußball-Vereins Wacker Burghausen, der derzeit in der 3. Liga spielt.
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