Meinestadt.de - Burg (Spreewald) - 22.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Spree-Neiße | |
| Amt: | Burg (Spreewald) | |
| Höhe: | 53-57 m ü. NN | |
| Fläche: | 35,16 km² | |
| Einwohner: | 4536 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 129 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 03096 | |
| Vorwahl: | 035603 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SPN | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 71 032 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Hauptstraße 46 03096 Burg(Spreewald) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Martin Schmidt (Die Linke) | |
| Lage der Gemeinde Burg (Spreewald) im Landkreis Spree-Neiße | ||
| Datei:Burg (Spreewald) in SPN.png | ||
Burg (Spreewald), niedersorbisch Bórkowy (Błota), ist eine Gemeinde im Osten von Brandenburg, ca. 20 km nordwestlich von Cottbus. Sie ist seit 2005 ein staatlich anerkannter Heilquellen und Kurort. Die Gemeinde gehört zum Amt Burg (Spreewald).
Inhaltsverzeichnis |
Burg liegt im Zentrum des Oberspreewaldes. Als typische Streusiedlung ist Burg mit seinen Ortsteilen flächenmäßig mit 35 km², die größte Gemeinde in Deutschland.[1]
In der intakten Spreewaldlandschaft gibt es 300 weitläufige Wasserläufe die Fließe genannt werden.[2] Der etwa 1000 km² große Hochwald als landschaftlich einzigartiges Gebiet wurde von der UNESCO zur Zone 1 erklärt als höchster Schutzstatus.[1]
Durch das geringe Gefälle hat sich die Spree zu einem Binnendelta mit vielen Fließen und Kanälen verzweigt und somit Kaupen gebildet. Burg gehört zum Biosphärenreservat Spreewald. Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben. Öffentliche Gebäude und Einrichtungen, Straßen, Wege, Plätze und Brücken werden schrittweise zweisprachig beschriftet.
Während die Ortsteile Burg-Dorf und Müschen die normale Bebauung eines Dorfes haben, sind in den Bereichen Burg-Kauper und Burg-Kolonie die Gehöfte weitflächig verteilt und von Feldern und Wiesen umgeben, dass eher der Eindruck einer Parklandschaft als einer geschlossenen Ortschaft entsteht.
Die Gemeinde umfasst den Ortsteil (mit Ortsbeirat):
sowie die Gemeindeteile:
Der Gemeindeanteil der früheren Gemeinde Burg (Spreewald) als Sitz des Bürgermeisters hat nicht den Status eines Ortsteils mit Ortsbeirat.
Die ältesten Anzeichen einer Besiedlung in der Jungsteinzeit und Bronzezeit finden sich auf dem Schlossberg (62 m) nördlich von Burg-Dorf. Um das Jahr 600 siedelten sich hier Sorben, auch Wenden genannt, an und um das Jahr 1000 ließ der polnische König Bolesław I. Chrobry an dieser Stelle eine Burg bauen, die damals eine der größten Burganlagen nördlich der Mittelgebirge war. Von dieser Burg leitet sich möglicherweise auch der deutsche Ortsname ab.
Bei den damaligen harten Lebensbedingungen war die Urbarmachung des Niedermoorbereiches im Gebiet von Burg sehr schwierig, da fast alles mit den Kähnen bewerkstelligt werden musste. Ihre Häuser wurden aus Holzbohlen gebaut und Reet bedeckt, wovon es noch viele bis zu 300 Jahre alte Holzbohlenhäuser gibt.[1]
Im 18. Jahrhundert begann der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. seine ausgedienten Soldaten in der Burger Umgebung anzusiedeln. Sie ließen sich auf natürlichen Hochwasserfreien Anhöhen (Kaupen) nieder und begannen, die Umgebung urbar zu machen. 1725 wurde Burg Kauper gegründet (seit 1960 Ortsteil von Burg).
Friedrich II. setzte die Ansiedlungen fort und ermöglichte durch die Vergabe von Land 100 zumeist ausländischen Siedlern die Gründung von Burg Kolonie im Jahre 1766.
Die bis dahin selbständige Gemeinde Müschen wurde zum 1. Januar 2002 nach Burg (Spreewald) eingemeindet.
Blasonierung: „In Grün eine gold-bekrönte silberne Schlange, die sich um einen goldenen Säulenfuß windet und aus deren Rachen sich ein silberner Wasserschwall in das darauf liegende Becken ergießt; beseitet von je zwei goldenen Sumpfdotterblumen.“
Das Schlangenmotiv ist angelehnt an die mythologische Darstellung von Hygeia (griech.) bzw. Hygia (lat.), Tochter des Asklepios, die für gesunde Lebensführung steht. Die übliche Darstellung der sich um den Becher mit heilkräftigem Inhalt windenden Schlange ist erweitert um die regional bedeutsamen Attribute der Krone als Zeichen des Schlangenkönigs und des ausgespienen Wassers als Hinweis auf die Solequelle. Damit weist das Hauptmotiv des Wappens auf den Status der Gemeinde Burg (Spreewald) als Kurort hin.
Die vier Blüten der spreewaldtypischen Sumpfdotterblume versinnbildlichen die vier Gemeinde- bzw. Ortsteile Dorf, Kolonie, Kauper und Müschen. Die weiträumige Verteilung der Blüten bringt den Aspekt der Streusiedlung ins Spiel.
Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.
Die Flagge der Gemeinde ist dreistreifig Grün-Weiß-Grün im Verhältnis 1:4:1 mit dem Gemeindewappen im Mittelstreifen.
In der Liste der Baudenkmäler in Burg (Spreewald) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Burg ist als Ausgangspunkt für Wasserwandertouren durch die Fließe des Spreewaldes geeignet.
Man kann selbst mit dem Paddelboot fahren, sich aber auch mit dem Spreewaldkahn vom einem Fährmann durch die Fließe des Biosphärenreservates staken lassen[1]. Ein Befahren des inneren Teils des Biosphärenreservates ist nicht gestattet.
Inlineskater und Fahrradfahrer finden neu ausgebaute Strecken im gesamten Gebiet von Burg. Auch zwischen Cottbus und Burg sind gut ausgebaute Strecken vorhanden, die in weiten Teilen der früheren Streckenführung der stillgelegten Spreewaldbahn folgt.
Seit 2005 bietet der Ort mit der Spreewald-Therme eine Badeeinrichtung mit Solewasser und hat ein Reha-Zentrum was ihm die staatliche Anerkennung als Ort mit Heilquellenkurbetrieb verlieh. Diese Bade- und Saunalandschaft, sowie der Fitness- und Wellnessbereich werden auch in der Zusammenarbeit mit den Hotels sowie Pensionen betrieben[2].
Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war in großen Teilen von Burg der Spreewaldkahn – ein langes flaches Boot mit geringem Tiefgang, das mit einer langen Stange („Rudel“) gestakt wird und sich auch durch schmale und flache Kanäle steuern lässt – das einzige Transportmittel. Erst danach verlor er durch den Ausbau von Wegen und Brücken seine wirtschaftliche Bedeutung und dient jetzt vor allem touristischen Zwecken.
1898 wurde die Spreewaldbahn eröffnet, eine Schmalspurbahn, die von Cottbus über Burg (Spreewald) und Straupitz nach Lübben (Spreewald) führte. Diese Bahnstrecke wurde 1970 stillgelegt und demontiert. In Burg erinnert noch der zu einem Gasthof umgebaute Bahnhof, neben dem sich wieder ein Stück Gleis mit Museumswaggons und Teilen einer alten Dampflok der Spreewaldbahn an diese Strecke. Die Gaststätte selbst ist als Museum für die Spreewaldbahn eingerichtet. Inzwischen plant ein Förderverein den Wiederaufbau der Spreewaldbahn.
In der Nähe von Burg (Spreewald) verläuft bei Vetschau/Spreewald die Autobahn A 15 und die Bahnstrecke Berlin–Cottbus–Görlitz am Spreewald vorbei. Per Fahrrad ist Burg über den Gurken-Radweg sowie über den Hofjagd-Radweg zu erreichen.
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