Meinestadt.de - Buchloe - 22.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Ostallgäu | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Buchloe | |
| Höhe: | 627 m ü. NN | |
| Fläche: | 36,16 km² | |
| Einwohner: | 12.021 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 332 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86807 | |
| Vorwahl: | 08241 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OAL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 77 121 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 86807 Buchloe |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Schweinberger | |
Buchloe [ˈbuːxloːə] ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und bildet mit den benachbarten Gemeinden Jengen, Lamerdingen und Waal die Verwaltungsgemeinschaft Buchloe.
Inhaltsverzeichnis |
Buchloe liegt im Gennachtal in der Region Allgäu in Mittelschwaben.
Zur Gemeinde Buchloe gehören unter anderem die Orte Buchloe, Hausen, Honsolgen und Lindenberg.
Buchloe, einst an einem bewaldeten Höhenzug gelegen, der sanft zum Gennachtal abfällt, hat eine bewegte Entstehungsgeschichte. Entstanden in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts durch Rodung eines Großgrundherrn mit ursprünglich etwa Reutgenossen am Ortsrand der Urmark Wiedergeltingen, wird der Ort erstmals 1150 urkundlich erwähnt.
Die Erhebung des Ortes zur Stadt erfolgte wohl auf Bitten Volkmars des Weisen von Kemnat durch König Rudolf von Habsburg zwischen 1273 und 1283. Eine entscheidende Wende in der Geschichte Buchloes erfolgte nach dem Tausch des Marktes und von Patronatsrechten in Buchloe und Dillishausen durch das Kloster Stams mit dem Hochstift Augsburg gegen Güter und Rechte desselben in Seeg in Miemingen (Tirol) im Jahre 1311. Buchloe blieb von da an bis zur Säkularisation (1802) im Besitz des Hochstifts.
1771 war Matthias Klostermayr, genannt der "bayerische Hiasl", nach seiner Verhaftung für kurze Zeit im Buchloer Zucht- und Arbeitshaus (1722-1725 erbaut, bis 1955 als Gefängnis genutzt und 1962 abgebrochen) inhaftiert.
Oft wurde Buchloe von schweren Brandunglücken heimgesucht. Im sog. deutschen Bauernkrieg standen die Buchloer auf der Seite der Aufständischen, angeführt von dem Buchloer Sebastian Bader. Herzog Ludwig von Baiern, der einen Angriff der „Buchloer Haufen“ gegen seine Stadt Landsberg erwartete, ließ am 20. April 1525 als vorbeugende Maßnahme den Markt Buchloe plündern und in Asche legen. Bereits 1533, also 8 Jahre nach dem Bauernkrieg, wütete wieder eine Feuersbrunst in Buchloe, die nochmals den halben Ort einäscherte und auch die Pfarrkirche „zu unserer lieben Frau“ zerstörte. 1546 kam während des Schmalkaldischen Krieges Schertlin von Burtenbach nach Buchloe, ließ den Ort ausplündern und Feuer legen. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte hat sich Buchloe von der 20 Höfe umfassenden welfischen Ansiedlung am Berg über der Gennach zu der heutigen Größe und Bedeutung entwickelt. Der Ort zählte 1820 717 Einwohner und 1920 rund 2.500 Einwohner.
Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945) verdoppelte sich durch den Zuzug von Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten die Bevölkerungszahl in Buchloe auf 5.250. Dieser Bevölkerungszuwachs und die Bedeutung als Eisenbahnknotenpunkt waren letztlich ausschlaggebend dafür, dass Buchloe am 20. April 1954 vom Freistaat Bayern die Bezeichnung „Stadt“ mit den Farben Rot und Weiß als Stadtwappen − einst ein spätgotisches Spitzenschild des Hochstifts Augsburg − wieder verliehen bekam. Heute wohnen mehr als 12.000 Menschen in der Stadt..
1971 und 1972 wurden die Gemeinden Lindenberg und Honsolgen mit Hausen eingemeindet.
| Name | Amtszeit |
|---|---|
| Anton Zech | 1886–1912 |
| Johann Bosch | 1912–1919 |
| Adolf Popfinger | 1919-1920 |
| Johann Strauß | 1920-1938 |
| Albert Eser | 1938-1945 |
| Johann Mayer | 1945-1947. |
| Josef Uebele | 1948-1962 |
| Jakob Förg | 1962-1966 |
| Franz Motzer | 1966-1973 |
| Gert Daisenberger | 1974-1991 |
| Franz Greif | 1991-2003 |
| Josef Schweinberger | 2003-heute |
Zweiter und dritter Bürgermeister sind zur Zeit Irmgard Ablasser (CSU) und Manfred Beck (SPD).
Das Wappen ist „gespalten von Rot und Silber“. Das seit etwa 1500 geführte Wappen änderte sich im Laufe der Zeit. 1643 zeigt es eine Damaszierung der rechten Schildhälfte. Von 1834 bis 1950 zeigte das Wappen sich „gespalten von Gold und Silber mit Buchenblättern“.
Heimatmuseum Buchloe
Buchloe liegt direkt an der Bundesautobahn 96 (München–Buchloe–Memmingen–Lindau) mit Anschlussstelle zur Bundesstraße 12 (Lindau über München und Passau nach Philippsreut) und bezeichnet sich selbst als „Tor zum Allgäu“.
Der Bahnhof Buchloe ist der Knotenpunkt der drei Eisenbahnlinien München–Kempten (Allgäu)–Lindau ("Allgäubahn"), Augsburg–Buchloe und Buchloe–Memmingen–Lindau mit IC-Anschluss sowie EC-Direktverbindungen in die Schweiz.
Ein bekanntes Unternehmen der Stadt ist der Automobilhersteller Alpina Burkard Bovensiepen GmbH und Co. sowie die Karwendel-Werke Huber.
Weiterhin hat die Moksel-Gruppe ihren Stammsitz in Buchloe. Auch die FRISTO Getränkemarkt GmbH und die Rudolf Hörmann GmbH & Co KG haben ihren Hauptsitz in Buchloe, ebenso die Bauunternehmensgruppe Xaver Riebel.
Buchloe hat eine eigene Polizeiinspektion, ein Krankenhaus und eine Freiwillige Feuerwehr. Anbei hat das Bayerische Rotes Kreuz einen Sitz. Außerdem gibt es eine Ortsgruppe der Wasserwacht in Buchloe, vier Kindergärten, Altersheime, "Betreutes Wohnen" sowie eine Sozialstation.
In Buchloe gibt es zwei Grundschulen (die Meinrad-Spieß- und die Comenius-Grundschule), eine Hauptschule, eine Realschule, eine Volkshochschule und eine Berufsfachschule für Krankenpflege (die mittlerweile mit der Kaufbeurer Krankenpflegeschule zusammengelegt wird).
Im Osten von Buchloe befinden sich einige Sporteinrichtungen. Unter anderem befinden sich darunter ein Tennisplatz, eine Squashhalle, eine Eissporthalle, ein Hallenbad sowie auch ein Freibad. Diese liegen direkt an den Schulen bzw. in deren direkter Umgebung. Des Weiteren bietet Buchloe noch ein Fußballstadion, mehrere Bolzplätze, zwei Fitnessstudios, eine Schießstätte, ein Jugendzentrum und eine Bücherei.
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