Meinestadt.de - Bruttig-Fankel - 22.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Cochem-Zell | |
| Verbandsgemeinde: | Cochem-Land | |
| Höhe: | 85 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,38 km² | |
| Einwohner: | 1185 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 82 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56814 | |
| Vorwahl: | 02671 | |
| Kfz-Kennzeichen: | COC | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 35 017 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Ravenéstraße 61 </br> 56812 Cochem | |
| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Manfred Ostermann | |
Bruttig-Fankel ist eine rheinland-pfälzische Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell.
Inhaltsverzeichnis |
Der Ort liegt an der Mosel (Flusskilometer 57-59; Untermosel) und besteht aus den Ortsteilen Bruttig und Fankel.
Der Jahresniederschlag beträgt 716mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 43% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,8 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren mäßig. An 46% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Die ältesten Zeugnisse der Besiedlung in der näheren Umgebung des Ortes sind die sehr gut erhaltenen Hügelgräber auf dem Bruttig-Fankeler Berg entlang des sogenannten Rennweges, einer alten Verbindungsstraße zwischen den römischen Fernstraßen, über die heute der 'Archäologische Wanderweg' verläuft. Nach Auskunft des Landesamtes für Denkmalpflege in Koblenz stammen diese Gräber teilweise noch aus der Bronzezeit.
Der Ort Bruttig-Fankel hat sowohl keltisch-römische als auch merowingisch-fränkische Ursprünge, wobei der Ortsteil Bruttig wohl der ältere ist. Die erste urkundliche Erwähnung als 'Pruteca im Mayengau' stammt vom 4. Juni 898 in einer Schenkungsurkunde des lothringischen Königs Zwentibold zu Gunsten des reichsunmittelbaren, freiadligen Frauenklosters in Essen. Neben zahlreichen Besitzungen im Raum Köln und Bergheim übertrug der König dem Kloster in Essen: ...in pago magnensi in villa pruteca terra arabilis cum curtile et vineis... (Übers. etwa: ...im Mayengau, im Dorfe Bruttig einen Hof mit zugehöriger pflügbarer Erde und Weinbergen...). Diese Urkunde belegt, dass der Ort mindestens 1100 Jahre alt ist, wahrscheinlich aber sogar wesentlich älter, da bereits ein Hof mit Weinbergen bestand. Ein weiterer Hinweis darauf, dass der Ort bereits eine keltische Siedlung war, ergibt sich aus dem Namen 'Bruttig' selbst. Sprachforscher leiten den heutigen Namen ab vom keltischen 'Bruti-acum' (d.h.: 'Wohnung des Brut') über das lateinische 'Proteca' (898 n.Chr.), 'Prodecha' (1250 n.Chr.) zum heutigen 'Pruttig / Bruttig'.
Der Ortsteil Fankel wurde um das Jahr 1100 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name ist abgeleitet vom keltischen 'fank', für sumpfiges Gelände. Die Besitzverhältnisse regelten sich im Mittelalter in Bruttig wie in Fankel durch mehrere sogenannte Weistümer. Zu Zeiten der französischen Besatzung ab dem Jahr 1794 wurden beide Ortsteile der Bürgermeisterei Beilstein zugeordnet, welche zum Kanton Zell gehörte. Die Verwaltung lag allerdings beim Kanton Treis und ab 1816 nach der Zuordnung zum Königreich Preußen beim Kreis Cochem. Seit 1947 waren die Orte Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.
Im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform erfolgte am 7. Juni 1969 die Zusammenlegung der bis dahin eigenständigen Ortsgemeinden Bruttig und Fankel zur Ortsgemeinde Bruttig-Fankel.
Das Wappen der Gemeinde Bruttig-Fankel ist zweigeteilt. Das linke Feld zeigt auf silbernem Grund einen roten Schlüssel, über den ein grüner Wellenbalken verläuft. Das grüne Feld rechts zeigt eine goldene Lilie.
Mit Overijse in Belgien wird seit 1958 eine Partnerschaft gepflegt.
Weinbau und Tourismus prägen den Ort und gehören untrennbar zusammen. Im Ortsteil Bruttig wird jährlich am zweiten Wochenende im August das große Winzerfest gefeiert. Bekannte Steilhang-Weinlagen sind Pfarrgarten, Götterlay, Rathausberg, Layenberg und Rosenberg. Es wird überwiegend Riesling angebaut, darüber hinaus aber auch Elbling und diverse andere (auch rote) Rebsorten.
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