Dienstag, 22.05.2012



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Breitnau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Breitnau
Breitnau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breitnau hervorgehoben
47.9391666666678.07916666666671018Koordinaten: 47° 56′ N, 8° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 1018 m ü. NN
Fläche: 39,9 km²
Einwohner: 1946 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79874
Vorwahl: 07652
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 016
Adresse der Gemeindeverwaltung: Dorfstraße 11
79874 Breitnau
Webpräsenz:
Bürgermeister: Wolfgang Schlachter
Lage der Gemeinde Breitnau im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Datei:Breitnau-frla.png

Breitnau ist eine Gemeinde ca. 30 km östlich von Freiburg im Breisgau im Südschwarzwald (Hochschwarzwald).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Gebiet von Breitnau ist sehr weitläufig mit vielen, verstreut gelegenen, zum Teil großen Bauernhöfen, die meisten davon mit dem für den Schwarzwald typischen Krüppelwalmdach. Der eigentliche Ortskern ist vergleichsweise klein, ist aber in den letzten Jahren im Zunehmen begriffen. Der höchste Berg ist die Weißtannenhöhe.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Breitenau gehören die Dörfer Hinterdorf, Steig (seit 1935 zu Breitenau) und Vorderdorf, die Zinken Beim Löwen, Bisten (t.w. auch zu Hinterzarten), Bruckbach, Eckbach, Einsiedel, Fahrenberg, Freyel, Hintereck, Hirschsprung, Höllsteig, Hohlengraben, Jungholz-Föhrwald, Löffeltal, Moos, Oberhöllsteig, Ödenbach, Posthalde, Ravenna(schlucht), Siedelbach (nach 1860 zu Breitenau), Tiefen, Winterhalden und Wirbstein, die Höfe Haberstrohhof, Holzhof, Kuhnenbach, Schuhmächerlehof und Zimmeracker und die Wohnplätze Bäuerleshütte, Birklehof, Eckerhäusle, Falkenfreyel, Hundsschachen, Jockelhäusle, Jörgenhäusle, Nessellachen und Paulyhäusle. Im Gemeindegebiet liegt die abgegangene Burg Falkenstein.[2]

Geschichte

Breitnau wird erstmals 1275 als Breittnowe urkundlich erwähnt. Die erste Kirche im Ort wurde jedoch bereits um 1200 erbaut, die St.-Oswald-Kapelle sogar schon 1148 eingeweiht. Das Gebiet war damals im Besitz der Herren von Falkenstein. 1408 verkauften die inzwischen verarmten Falkensteiner ihren Besitz an die Herren Schnewlin von Landeck. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts ging der Ort an die Herren von Sickingen.

1688 wurden auf Veranlassung des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden Schanzen errichtet, die französische Truppen aufhalten sollten. Diese Mühe war jedoch vergeblich, da die Franzosen den Ort zwei Jahre später überfielen und dabei den Pfarrhof sowie 14 Bauernhöfe niederbrannten. 1755 wurde zum ersten Mal die schlechte Wegeverbindung durch das Höllental ausgebaut, um dem Brautzug von Prinzessin Marie Antoinette auf ihrem Weg nach Paris möglichst viel Strecke auf vorderösterreichischem Gebiet zu ermöglichen. Nach 1806 verkauften Herren von Sickingen Breitnau an das neu errichtete Großherzogtum Baden.

Religionen

Eine Kirche ist im Ort seit ca. 1200 nachweisbar. Die heutige katholische Pfarrkirche ist St. Johannes geweit und stammt von 1753. Die nächste Kirche für evangelische Christen ist die Kirche St. Jakob in Hinterzarten.

Einwohnerentwicklung (ab 31.Dezember 2005)

  • 2005: 1.960
  • 2006: 1.937
  • 2007: 1.946

Politik

Bürgermeister ist Wolfgang Schlachter.

Mit dem südlich gelegenen Nachbarort Hinterzarten verbindet Breitnau eine Verwaltungsgemeinschaft und eine touristische Werbegemeinschaft. Außerdem teilen sich die Gemeinden Grund- und Hauptschule.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bauernhaus am Rande von Breitnau

Breitnau lebt überwiegend von Forst- und Weidewirtschaft. In der Nähe der Bundesstraße 500 spielt zudem der Tourismus eine eher kleine Rolle. Im Sommer eignet sich Breitnau für Wanderungen. Klares Wetter vorausgesetzt, ergeben sich dabei weite Sichten über die Rheinebene und die jenseits gelegenen Vogesen. Obwohl das Gelände in weiten Bereichen eine Art Hochebene darstellt, gibt es steile Wege hinunter ins Höllental oder durch die Ravennaschlucht. Im Winter eignet sich Breitnau mit der Loipe Thurnerspur und dem Anschluss an die Skilanglaufstrecke SchonachHinterzarten für den Skilanglauf. Drei kleine Skilifte eignen sich eher für den lokalen Abfahrtslauf.

Blick nach Breitnau vom Piketfelsen im Herbst

Seit 1970 ist Breitnau als Kurort anerkannt.

Verkehr

Abseits vom Ortskern wird Breitnau von der den Schwarzwald von Norden nach Süden durchlaufenden B 500 (Schwarzwaldhochstraße) passiert.

Seit dem 21. Mai 1887 verbindet die Höllentalbahn mit ihrem Bahnhof in Hinterzarten Breitnau mit dem überregionalen Schienennetz. Die ehemaligen Bahnstationen Hirschsprung, Posthalde und Höllsteig (bei der Ravennaschlucht), die alle auf der Gemarkung Breitnau liegen, werden heute nicht mehr bedient. Außerdem wird Breitnau von den Buslinien 7216 (Freiburg - St.Peter - St. Märgen - Breitnau - Hinterzarten) und 7261 (Neustadt - St. Märgen) der SüdbadenBus-Gesellschaft angefahren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Hirschsprung ist eine schluchtartige Verengung des Höllentals.

Sehenswert ist die Ravennabrücke am unteren Ende der Ravennaschlucht, ein Eisenbahnviadukt der Höllentalbahn. Unterhalb des Viadukts liegt das Hotel Hofgut Sternen, das seit über 250 Jahren besteht. Dort übernachteten schon Johann Wolfgang von Goethe (1779) und Felix Mendelssohn Bartholdy auf seiner Hochzeitsreise (1837). In einem Seitengebäude befindet sich eine Glasbläserei. In der Nähe befindet sich die Kapelle St. Oswald mit ihrem spätgotischen Altar. Ebenfalls sehenswert ist schließlich der neben der Dorfkirche gelegene alte Pfarrhof, der weitgehend originalgetreu restauriert wurde.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 101–103

Weblinks

Commons Commons: Breitnau – Bilder, Videos und Audiodateien

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