Meinestadt.de - Breitengüßbach - 22.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bamberg | |
| Höhe: | 245 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,86 km² | |
| Einwohner: | 4614 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 274 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 96149 | |
| Vorwahl: | 09544 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 71 119 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Kirchplatz 4 96149 Breitengüßbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Reiner Hoffmann (UBB) | |
| Lage der Gemeinde Breitengüßbach im Landkreis Bamberg | ||
| Datei:Breitenguessbach im Landkreis Bamberg.png | ||
Breitengüßbach ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg, die eine mehr als 1100-jährige Geschichte hat. Bereits in einer zwischen 812 und 830 ausgestellten kaiserlichen Urkunde wurde es als Gusibach, zum Königshof Hallstadt gehörend, erwähnt. Breitengüßbach hat etwa 4600 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Zapfendorf, Scheßlitz, Memmelsdorf, Kemmern, Baunach, Rattelsdorf
Die Ortsteile mit Einwohnerzahlen:
Stand: 1. Januar 2005
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden im Jahr 1972 Hohengüßbach, im Jahr 1978 Unteroberndorf und Zückshut nach Breitengüßbach eingemeindet.
Breitengüßbach wurde als Kleinzentrum eingestuft. Durch den Umbau des ehemaligen Schulhauses im Ortskern zum Rathaus im Jahre 1979 wurde die Grundlage für eine moderne, bürgernahe Verwaltung geschaffen.
Die Einwohnerzahl ist auf etwa 4600 angewachsen und wird in absehbarer Zeit, bedingt durch die großzügige Ausweisung von attraktiven Baugebieten, die 5000er Grenze erreichen. Die in den letzten Jahrzehnten feststellbare kontinuierliche Aufwärtsentwicklung der Gemeinde wird sich auch in Zukunft fortsetzen.
Die Herkunft des Namens ist strittig. Das althochdeutsche Wort guza (= gießen) könnte auf Gießbach hindeuten. Da aber der Nachbarort Hohengüßbach nicht an einem Bach liegt, könnte der Name auch von Gosbert oder Götz abgeleitet sein. Der Ortsname in seiner heutigen Schreibweise taucht erstmals im Jahr 1750 auf. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts erlangte er seine gesetzliche Legitimation. Andere Quellen weisen darauf hin, dass Breitengüßbach aufgrund seiner Breite und Hohengüßbach aufgrund seiner hohen Lage bezüglich des Gewässers ihren Namen dem Mainzufluss Güßbach zu verdanken haben.
Nach der Ersterwähnung Breitengüßbachs als Gusibach Anfang des 9. Jahrhunderts (um 812) und der beurkundeten Zugehörigkeit zum Königshof Hallstadt schenkte Kaiser Heinrich II. im Jahr 1007 bei der Gründung des Bistums Bamberg den Königshof mit Güßbach der Bamberger Kirche als Tafelgut. Bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hatte Breitengüßbach ein eigenes Gotteshaus, St. Leonhard. Im Jahre 1392 wurde Güßbach von der Pfarrei Hallstadt abgetrennt und bekam eigene Pfarrrechte.
Eine neue Dorfordnung (Dorfverfassung) gaben sich die Güßbacher bereits 1594 als Grundlage für ein geregeltes Gemeindewesen in den folgenden Jahrhunderten. Der Schulmeister, der Schmied, der Bader, der Hirte und eine Hebamme wurden von der Gemeinde gestellt und besoldet. Ein eigenes Gemeindehaus, eine gemeindeeigene Dorfschmiede und eine öffentliche Badestube waren in der Gemeinde vorhanden. In den Schwedenkriegen wurde am 8. Februar 1633 halb Güßbach in Schutt und Asche gelegt.
1750 erfolgte die erste Verwendung des Ortsnamens Breitengüßbach. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation zum Hochstift Bamberg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Der Erste Weltkrieg veränderte kaum das Ortsbild und die bäuerliche Struktur. Auch der Zweite Weltkrieg ging an der Gemeinde glimpflich vorüber.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sich langsam aber stetig neues Leben zu regen. Eine Turnhalle wurde gebaut, Wasserleitung und Kanalisation gelegt, eine Kläranlage errichtet. Eine neue achtklassige Volksschule entstand, ein Sportzentrum wurde geschaffen. Umfangreiche, attraktive Baugebiete wurden ausgewiesen, dazu ein größeres Gewerbegebiet. Ein Naherholungswald wurde angekauft und ausgebaut. All dies schuf die Voraussetzung für eine rege Siedlungstätigkeit.
Erster Bürgermeister ist Reiner Hoffmann vom Unabhängigen Bürgerblock (UBB).
Im Gemeinderat sind in der Wahlperiode 2008/2014 folgende Parteien und Wählergemeinschaften vertreten (Sitzverteilung 2002/2008 identisch):
In Silber ein Bauer mit blauer Weste, blauen Kniehosen, rotem Hemd, roten Kniestrümpfen und schwarzem Spitzhut, der in der rechten Hand einen schwarzen Stock mit rotem Band hält; daneben eine rote linke Flanke, darin ein goldener Balken, der von einem silbernen Pfahl überdeckt wird.
Das Gemeindewappen geht auf den Abdruck eines Gemeindesiegels aus dem Jahre 1796 zurück, das einen Bauern darstellt, der einen Stab in der Hand hält. Möglicherweise handelt es sich um einen Dorfrichter (Schultheiß). Die Flanke im Gemeindewappen stellt das Wappen der in Breitengüßbach ansässigen Adelsfamilie von Gusbach dar, die im 15. Jahrhundert ausgestorben ist.
Die Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach sind die bekannteste Sportmannschaft Breitengüßbachs. Mehrere deutsche Nationalspieler wie Steffen Hamann oder NBA-Akteure wie Boniface N'Dong haben bereits Spiele für Breitengüßbach absolviert. Der Kooperationsverein des deutschen Meisters Brose Baskets Bamberg spielt in der Pro B und trägt seine Heimspiele in der Hans-Jung-Halle aus.
Die SG Breitengüßbach 1965 e.V ist ein speziell in der Jugendarbeit aktiver Verein. Im Erwachsenenbereich beteiligt sie sich mit 8 Mannschaften an den Rundenwettkämpfen.
Breitengüßbach liegt an der Bundesstraße 4, die von Hamburg nach Nürnberg führt, an der A 73, der Staatsstraße 2197 und der Bundesstraße 279.
Entfernungen zu größeren Orten im Umkreis: Bamberg (10 km), Bad Staffelstein (18 km), Ebern (17 km), Scheßlitz (12 km), Coburg (37 km), Lichtenfels (25 km) und Haßfurt (ca. 35 km).
Breitengüßbach erhielt erstmals durch die Ludwig-Süd-Nord-Bahn Anschluss an das Eisenbahnnetz. Im Bahnhof Breitengüßbach zweigt die Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach von der Bahnstrecke Bamberg–Hof ab.
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