Meinestadt.de - Bosau - 22.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Ostholstein | |
| Amt: | Großer Plöner See | |
| Höhe: | 25 m ü. NN | |
| Fläche: | 64,25 km² | |
| Einwohner: | 3530 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 55 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 23715 | |
| Vorwahl: | 04527 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OH | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 55 007 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Heinrich-Rieper-Str. 8 24306 Plön |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Mario Schmidt (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Bosau im Kreis Ostholstein | ||
| Datei:Bosau in OH.png | ||
Bosau ist eine amtsangehörige Gemeinde am Plöner See im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. In der Nähe liegende Orte sind im Norden Plön sowie im Osten Eutin. Die Hansestadt Lübeck ist genau wie die Landeshauptstadt Kiel ca. 35 km entfernt.
Inhaltsverzeichnis |
Zur Gemeinde Bosau gehören die Dorfschaften Bichel, Bosau, Braak, Brackrade, Hassendorf, Hutzfeld, Kiekbusch, Kleinneudorf, Klenzau, Liensfeld, Löja, Majenfelde, Quisdorf, Thürk und Wöbs.
Bekannt ist Bosau durch die 1151/1152 erbaute St.-Petri-Kirche. Sie entstand im Rahmen der Christianisierung des slawisch besiedelten Ostholstein. Der Missionar Vicelin wurde 1149 von Heinrich dem Löwen zum Bischof ernannt und erhielt Bosau als Kirchensitz. Er erlitt hier 1150 einen Schlaganfall und lebte mit Halbseitenlähmung weiter. Der Mönch Helmold von Bosau berichtete davon in seiner "Slawenchronik".
1939 erwarb die Firma Hellmuth Walter KG aus Kiel Gelände am Plöner See und errichtete dort in Stadtbek ihre Werkserprobungsstelle. Hier wurden Torpedos und die Schlitzrohrschleuder erprobt. Diese Walter-Schlitzrohrschleuder war eine chemische Dampfschleuder, die dann bis Kriegsende Verwendung fand. Die Flugbombe Fi 103, später Vergeltungswaffe 1 bzw. V1 genannt, wurde von der Walter-Schlitzrohrschleuder (Katapult) mittels Dampfkolben mit einer Geschwindigkeit von 350 km/h in die Luft geschleudert. Der Kolben wurde ausgeklinkt und die Fi 103 flog mit eigenem Pulsoantrieb weiter. Gebäude der Erprobungsstelle, im See auf Pfählen errichtet, wurden nach dem Krieg durch die Alliierten gesprengt.
Obwohl Bosau im Kreis Ostholstein liegt, gehört es seit dem 1. Januar 2007 dem Amt Großer Plöner See an, dessen übrige Gemeinden zum Kreis Plön, der auch die Kommunalaufsicht über das Amt ausübt, gehören. Das Amt wird von der hauptamtlichen Verwaltung der Gemeinde Bosau in Hutzfeld verwaltet. Amtssitz ist allerdings die nicht-amtsangehörige Stadt Plön.
Die siebzehn Sitze in der Gemeindevertretung verteilen sich seit der Kommunalwahl 2003 auf zehn Sitze für die CDU, fünf für die SPD und zwei für die FDP.
Blasonierung: „Gespalten. Vorn in Blau ein liegender silberner stilisierter Adlerkopf am Spalt mit dem Schnabel nach oben, hinten in Rot ein aufgerichteter goldener Löwe.“[1]
Das Wappen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Ermangelung von Dienstsiegeln, die frei von nationalsozialistischen und kaiserlichen Symbolen sind, von der Gemeinde gewählt und von der Britischen Militärregierung genehmigt.[2]
Saujon im französischen Département Charente-Maritime, zwischen La Rochelle und Bordeaux, 5500 Bewohner
Bosau ist anerkannter Luftkurort mit über 100 000 Übernachtungen pro Jahr. Die Ostsee ist ca. 20 km entfernt.
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