Meinestadt.de - Borsdorf - 22.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Leipzig | |
| Landkreis: | Leipzig | |
| Höhe: | 152 m ü. NN | |
| Fläche: | 15,57 km² | |
| Einwohner: | 8377 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 538 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04451 | |
| Vorwahl: | 034291 | |
| Kfz-Kennzeichen: | L (alt: MTL) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 29 060 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausstraße 1 04451 Borsdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ludwig Martin | |
Borsdorf ist eine verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde im Landkreis Leipzig in Sachsen. Sie gehört zum Grünen Ring Leipzig.
Inhaltsverzeichnis |
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1267 und ist zu finden im Merseburger Domstift. Damals wurde der Ort noch Borsdorph genannt.
1929 wurden das Rathaus und das Feuerwehrhaus eingeweiht. Ab 1952 gehörte Borsdorf zum Landkreis Leipzig. Zweenfurth wurde am 1. Juni 1973 eingemeindet. Im Jahre 1999 wurde auch Panitzsch eingemeindet und Borsdorf in den Muldentalkreis eingegliedert.
Borsdorf liegt in der Leipziger Tieflandsbucht an der B 6 (hier ursprünglich: Via Regia) zwischen Leipzig (im Westen) und Machern (im Osten). Das Gemeindegebiet wird von dem Fluss Parthe durchzogen, welcher bei Hochwasser gelegentlich den örtlichen Park überflutet.
Am 12. November 1837 wurde Borsdorf an das Eisenbahnnetz angeschlossen (Strecke nach Leipzig, die am 7. April 1839 nach Dresden verlängert wurde (Leipzig-Dresdner Eisenbahn). Am 14. Mai 1866 eröffnete die Leipzig-Dresdner Eisenbahngesellschaft die Bahnstrecke Borsdorf–Coswig, welche als Abzweig von der Hauptstrecke, in Borsdorf begann und zunächst nach Grimma führte, dann aber schrittweise über Leisnig, Döbeln und Nossen bis nach Coswig verlängert wurde.
Seit 1930 lebte und praktizierte hier die aus Kiew gebürtige Ärztin Dr. Margarete Blank, die nach 1933 den Widerstand gegen das NS-Regime unterstützte, ausländische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter mit Medikamenten versorgte und Nachrichten von "Feindsendern" weitergab. Sie wurde denunziert und 1945 in Dresden ermordet. Vor der alten Schule erinnert ein Denkmal an sie, und die neuerbaute Grundschule trägt ihren Namen. Ihr ehemaliges Wohn- und Praxishaus in der Margarete-Blank-Straße wurde 1975 als Gedenkstätte eingerichtet und 1993 denkmalsgerecht saniert. Eine ständige Ausstellung informiert dort über ihr Leben, aber auch über die Situation in den ehemaligen KZ-Außenlagern und Zwangsarbeiterlagern. Ein Förderverein kümmert sich seit 1996 um die weitere Entwicklung der Gedenkstätte.
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