Meinestadt.de - Borchen - 21.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||
| Kreis: | Paderborn | ||
| Höhe: | 150 m ü. NN | ||
| Fläche: | 77,13 km² | ||
| Einwohner: | 13.527 (30. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 175 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahlen: | 33176–33178 | ||
| Vorwahlen: | 05251, 05292, 05293 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | PB | ||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 74 012
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| Gemeindegliederung: | 5 Ortschaften | ||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Unter der Burg 1 33178 Borchen |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Heinrich Schwarzenberg | ||
| Lage der Gemeinde Borchen im Kreis Paderborn | |||
Borchen ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Paderborn.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Borchen liegt auf der Paderborner Hochfläche und damit im südöstlichen Winkel der Westfälischen Bucht, sie hat aber auch einen kleinen Anteil am östlichen Hellwegraum. Am nordwestlichen Ortsrand des Kernorts mündet die Altenau in die Alme, dort wo die A 33 an Borchen vorbei führt.
Der tiefste Punkt des Stadtgebiets liegt auf 125 m, der höchste auf 334 m.
Den Untergrund der Paderborner Hochfläche bildet kreidezeitlicher Kalkstein.
Borchen eignet sich gut bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).
Die als „große Landgemeinde“ klassifizierte Gemeinde liegt auf einer Höhe zwischen 125 m ü. NN (im Almetal) und 334 m ü. NN (östlich von Dörenhagen) und bedeckt eine Fläche von 77,13 km². Den größten Flächenanteil nehmen Wald- und Landwirtschaftsfläche mit zusammen ca. 87,2 % ein, Siedlungs- und Verkehrsfläche bedecken weitere rund 11,2 %[1]. Die Ost-West-Ausdehnung beträgt etwa 12 km, die Nord-Süd-Ausdehnung etwa 9 km.
| Fläche nach Nutzungsart |
Landwirt- schaftsfläche |
Wald- fläche |
Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche |
Verkehrs- fläche |
Wasser- fläche |
Sport- und Grünfläche |
sonstige Nutzung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fläche in km² | 51,63 | 15,68 | 4,30 | 4,36 | 0,33 | 0,75 | 0,10 |
| Anteil an Gesamtfläche | 66,92 % | 20,32 % | 5,57 % | 5,65 % | 0,43 % | 0,97 % | 0,13 % |
Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn grenzen an Borchen die Kreisstadt Paderborn, sowie die Städte Lichtenau (Westfalen), Bad Wünnenberg und Salzkotten, die allesamt dem Kreis Paderborn angehören.
Nach § 4 ihrer Hauptsatzung[2] gliedert sich die Gemeinde Borchen in die fünf Bezirke (Ortschaften):
| Bevölkerungszahlen der Ortsteile Stand: 31. Dezember 2007 | |||
|---|---|---|---|
| Ortsteil | Einwohner | Gliederung der Gemeinde Borchen | |
| Alfen | 1.956 Einwohner | ||
| Dörenhagen (mit Eggeringhausen und Busch) | 1.471 Einwohner | ||
| Etteln | 1.920 Einwohner | ||
| Kirchborchen (mit Schloß Hamborn) | 4.192 Einwohner | ||
| Nordborchen | 3.957 Einwohner | ||
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Klimadiagramm Borchen
Quelle: Wetter in Borchen 2003-2008
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→ siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe
Borchen existiert in seiner heutigen Form erst seit 1969. Seine Vorgängerorte gehörten seit ihrer Gründung zur weltlichen Herrschaft des deutschen Bistums Paderborn, ursprünglich im Herzogtum Sachsen. Ab dem 14. Jahrhundert bildete sich das Territorium Fürstbistum Paderborn (Hochstift) im Heiligen Römischen Reich, ab dem 16. Jahrhundert dem niederrheinisch-westfälischen Reichskreis zugehörig. 1802/03 wurde das Hochstift vom Königreich Preußen besetzt. 1807 muss Preußen alle linkselbischen Territorien abgeben, das Gebiet fällt für kurze Zeit an das Königreich Westphalen. Dieses Königreich zerbricht aber bereits wieder 1813 und das Gebiet fällt 1815 an Preußen zurück, das hier neue Verwaltungsstrukturen schafft, die in abgewandelter Form bis heute fortwirken. So kommt das Gebiet zum 1815 gebildeten Regierungsbezirk Minden in der neugeschaffenen Provinz Westfalen. 1816, bei der Bildung der neuen Landkreise, kommen Alfen, Nordborchen, Kirchborchen und Dörenhagen zum Kreis Paderborn - hier gehören sie zum Amt Kirchborchen - und Etteln kommt zum Kreis Büren, wo es bis 1974 zum Amt Atteln gehört.
Mit Bezug des neuen Rathauses 1984, dessen Grundstein 1983 gelegt wurde, verlegt die Gemeinde Borchen ihren Sitz in den Ortsteil Kirchborchen.
Zur Geschichte der einzelnen Ortsteile siehe den Abschnitt Geschichte bei Alfen, Dörenhagen, Etteln, Kirchborchen und Nordborchen.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Borchens ist katholisch. Für diese gibt es fünf katholische Kirchengemeinden: St. Michael, St. Laurentius, St. Walburga, Ss. Simon und Judas Thaddäus und St. Meinolfus. Diese sind im Pastoralverbund Borchen zusammengeschlossen und gehören zum Dekanat Paderborn des Erzbistums Paderborn.
Die evangelische Bevölkerung in den Ortsteilen Alfen, Kirchborchen und Nordborchen gehört der evangelischen Stephanus-Kirchengemeinde Borchen an, die auch den Paderborner Stadtteil Wewer umfasst. Dörenhagen gehört zum Lukas-Pfarrbezirk der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Paderborn und Etteln zur Kirchengemeinde Lichtenau, alle im Kirchenkreis Paderborn der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Ein Indiz für die Verteilung kann die Angabe der konfessionellen Zugehörigkeit der Borchener Schüler sein. Demnach sind rund 55 % der Schüler katholisch, 21 % evangelisch, unter 1 % islamisch. 7 % geben an, einer sonstigen Konfession anzugehören, und 16 % rechnen sich keiner Konfession zu. [3]
1969 schließen sich die Gemeinden Alfen, Nordborchen und Kirchborchen des Amtes Kirchborchen zur Gemeinde Borchen mit Sitz zunächst in Nordborchen zusammen, wobei für die ersten Jahre das 1880 bezogene Amtshaus an der heutigen Paderborner Straße der neugebildeten Gemeinde als Rathaus dient.
Am 1. Januar 1975 schließt sich die bisherige Gemeinde Borchen mit Dörenhagen und Etteln zur neuen Gemeinde Borchen zusammen, das Amt Kirchborchen wird aufgelöst. Rechtsnachfolgerin ist die Gemeinde Borchen. Wewer, das bis 1969, und Dahl, das bis einschließlich 1974 ebenfalls zum Amt Kirchborchen gehört hatten, werden nach Paderborn eingemeindet.
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¹ Volkszählungsergebnis
Seit Gründung der Gemeinde Borchen in ihrer heutigen Gestalt 1975 hat sich die Einwohnerzahl von 8.930 um 4.475 auf 13.405 erhöht. Das entspricht einer Steigerung um 50 %.
Der Gemeinderat von Borchen hat derzeit 28 Sitze. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse zwischen 1975 und 2004:
| [4][5] | 2004 | 1999 | 1994 | 1989 | 1984 | 1979 | 1975 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % |
| CDU | 16 | 57,23 | 18 | 56,33 | 18 | 51,40 | n/v | 49,70 | n/v | 54,14 | n/v | 58,58 | n/v | 65,83 |
| SPD | 8 | 26,64 | 10 | 30,70 | 10 | 29,29 | n/v | 29,02 | n/v | 24,49 | n/v | 31,67 | n/v | 26,83 |
| FWB 1 | 2 | 8,24 | 3 | 8,63 | 5 | 14,53 | n/v | 12,68 | n/v | 13,30 | - | - | - | - |
| BBU 2 | 2 | 7,89 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| FDP | - | - | 1 | 4,34 | 0 | 4,78 | n/v | 8,60 | n/v | 8,07 | n/v | 9,74 | n/v | 7,34 |
| Gesamt 3 | 28 | 100 | 32 | 100 | 33 | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 |
| Wahlbeteiligung | 61,68 | 68,95 | 86,37 | 72,85 | 73,44 | 75,70 | 90,12 | |||||||
1Freie Wählergemeinschaft Borchen
1Borchener Bürger Union
3ohne Berücksichtigung von Rundungsfehlern
Heinrich Schwarzenberg ist der erste hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde, nachdem in Nordrhein-Westfalen die kommunale Doppelspitze abgeschafft wurde. 1999 wurde er als Einzelbewerber in der Stichwahl am 26. September mit 69,2 % gewählt[6] und 2004 gleich im ersten Wahlgang mit 88,8 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.[7]
Aufgrund der Genehmigung durch den Regierungspräsidenten Detmold vom 18. September 1975 führt die Gemeinde Borchen das nachstehend beschriebene Wappen:
Das Kreuz erinnert an die Zugehörigkeit zum früheren Hochstift Paderborn. Der blaue Wellenbalken, der im oberen Teil gespalten ist, weist auf die im Gemeindegebiet zusammenfließenden Flüsse Alme und Altenau hin.
Ebenfalls aufgrund der oben genannten Urkunde vom 18. September 1975 führt die Gemeinde Borchen die nachstehend beschriebene Flagge:
Die Gemeinde unterhält seit 2007 eine Städtepartnerschaft mit Schwarzenberg im Erzgebirge. Die Partnerschaft entwickelte sich, nachdem der Borchener Bürgermeister auf die Namensgleichheit zwischen ihm und der Stadt Schwarzenberg aufmerksam geworden war.
Der Ortsteil Alfen unterhält eine Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Noyen-sur-Sarthe im Département Sarthe. Sie wird im Wesentlichen vom Deutsch-Französischen Freundschaftskreis und vom Sportverein getragen. Im Juni 2000 unterzeichneten der Borchener Bürgermeister Heinrich Schwarzenberg und der Alfener Ortsvorsteher Josef Lüke in Noyen-sur-Sarthe für die deutsche Seite die Partnerschaftsurkunden der Städtepartnerschaft.
Seit 2001 existiert das Heimatmuseum Nordborchen, welches Handwerkszweige, Haushalt und Landwirtschaft vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg zeigt. Insgesamt hält das Museum 300 Exponate vor.
In Borchen existieren zwei gemischte Chöre, drei Männergesangsvereine und ein Chor für junge Erwachsene. Darüber hinaus gibt es drei Blasorchester, zwei allgemeine Musikvereine und zwei Tambourcorps.
Die Ortskerne der Gemeinde prägen heute noch Fachwerk- und Bruchsteingiebel aus dem vor Ort gewonnenen Kalkstein der Paderborner Hochfläche.
Das Schwesternhaus der Vincentinerinnen in Borchen liegt in einem Park, in dem sich eine Lourdes-Grotte befindet. Der Garten wird von einer Mauer und dem Mühlgraben der Altenau umschlossen.
Der Wirtschaftsgarten des Malinckrodthofes ist heute zu einem Landschaftspark umgestaltet. Er liegt südlich des Herrenhauses, das von altem Baumbestand eingerahmt wird. Im Park ist ein historischer Felsenkeller, der zur Lagerung von Obst und Gemüse genutzt wurde. Dieser Park ist öffentlich zugänglich.
Unter der Schlüsselnummer PB-058 wird das Naturschutzgebiet Ziegenberg in Borchen geführt. Es erstreckt sich über 2,822 Hektar und wurde unter Anderem wegen des felsigen Hanges am Ziegenberg unter Schutz gestellt. Auf den Flächen finden sich vornehmlich Buchen-, Erlen- und Eschenwälder. Das Gebiet ist Niststätte für Eisvogel, Neuntöter, Rotmilan, Wespenbussard, Schwarzstorch und Grauspecht.[9]
Am südlichen Ortsrand Nordborchens befindet sich der Sportplatz Hessenberg mit dem Sportheim des Sport-Clubs Borchen. Der Rasensportplatz Bohnenkamp mit einer neu angelegten Tartan-Lauffläche befindet sich in der Nähe der Hauptschule. In unmittelbarer Entfernung gibt es zudem seit Anfang 2009 eine neue, moderne Dreifachsporthalle. In Alfen ist die Eschenkampfbahn wichtigste Sportstätte des SV Rot-Weiß Alfen mit dem Sportheim des Vereins.
In jedem der fünf Ortsteile findet sich eine an die dortige katholische Kirchengemeinde angebundene Katholische Öffentliche Bücherei.
Die Freiwillige Feuerwehr Borchen gliedert sich in vier Löschzüge. In Kirchborchen stehen zwei Löschfahrzeuge, ein Rüstwagen, eine Drehleiter so wie ein Einsatzleitwagen zur Verfügung. In Alfen, Nordborchen und Etteln sind jeweils zwei Löschfahrzeuge und ein Mannschaftstransportfahrzeug vorhanden.
In Borchen befinden sich vier Grundschulen und eine Hauptschule, letztere seit 2008 mit Realschulzweig. Daneben gibt es eine private Rudolf-Steiner-Schule in Schloss Hamborn, in der die Klassen 1 bis 13 unterrichtet werden und die verschiedene Schulabschlüsse anbietet. An die Rudolf-Steiner-Schule ist eine Förderschule angeschlossen.
Im Jahr 2007 wurden an den Schulen der Gemeinde mit 127 Lehrkräften insgesamt 1190 Schüler unterrichtet, davon 39,3 % in der Primarstufe, 28,4 % an der Hauptschule und 3,8 % an der Förderschule.[1]
Borchens einziger Ehrenbürger war seit 1972 der Rektor August Kleinschmidt, der am 1. November 1989 im Alter von 92 Jahren verstorben ist.[10]
Altenbeken | Bad Lippspringe | Bad Wünnenberg | Borchen | Büren | Delbrück | Hövelhof | Lichtenau | Paderborn | Salzkotten
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