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Bitterfeld-Wolfen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bitterfeld-Wolfen
Bitterfeld-Wolfen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bitterfeld-Wolfen hervorgehoben
51.61666666666712.31666666666775-90Koordinaten: 51° 37′ N, 12° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bitterfeld-Wolfen
Höhe: 75-90 m ü. NN
Fläche: 79,62 km²
Einwohner: 46.295 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 581 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 06731–06808
Vorwahlen: 03493 und 03494
Kfz-Kennzeichen: ABI und BTF(alt)
Gemeindeschlüssel: 15 0 82 015
Adresse der Stadtverwaltung: Ortsteil Wolfen
Reudener Straße 70/72
06766 Bitterfeld-Wolfen
Webpräsenz:
Oberbürgermeisterin: Petra Wust (parteilos)
Lage der Stadt Bitterfeld-Wolfen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Datei:Bitterfeld-Wolfen in ABI.png

Bitterfeld-Wolfen ist die größte Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und die viertgrößte in Sachsen-Anhalt. Die Stadt liegt im Südosten des Landes Sachsen-Anhalt. Bitterfeld-Wolfen entstand am 1. Juli 2007 aus der Fusion der Städte Bitterfeld und Wolfen, sowie der Gemeinden Greppin, Holzweißig, Thalheim und Rödgen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Bitterfeld-Wolfen liegt etwa 25 km nordöstlich von Halle (Saale) und etwa 35 km nördlich von Leipzig. Östlich befindet sich der Muldestausee, südöstlich der Goitzsche-See mit den Hafenanlagen, westlich das Sandersdorfer Strandbad. Die Stadt liegt im Naturraum Bitterfelder Bergbaurevier.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Bobbau, Jeßnitz (Anhalt), Muldenstein, Friedersdorf, Mühlbeck, Petersroda, Roitzsch, Sandersdorf und Zscherndorf.

Klima

Klimadiagramm von Bitterfeld[1]

Die durchschnittlich Lufttemperatur in Bitterfeld beträgt 10,0 °C, der jährliche Niederschlag 518 Millimeter.

Geschichte

Städtefusion 2007

Zum 1. Juli 2007 wurden die bis dahin selbstständigen Städte Wolfen einschließlich Reuden und Bitterfeld und die Gemeinden Greppin, Thalheim, Holzweißig und Rödgen einschließlich Zschepkau zur Stadt Bitterfeld-Wolfen zusammengeschlossen. Ein Vertrag zur Gebietsänderung wurde am 29. September 2005 von den (Ober-)Bürgermeistern der betreffenden Städte und Gemeinden unterzeichnet. Die Genehmigung dieser Gebietsänderungsvereinbarung durch die Kommunalaufsicht liegt seit 8. November 2005 vor. Die Gemeinde Bobbau plant am 1. Oktober 2010 (lt. Bürgeranhörung sind 54% der Einwohner Bobbaus gegen den Anschluss) auch den Beitritt zur Einheitsgemeinde.

Im Zuge der Kreisgebietsreform 2007 in Sachsen-Anhalt versuchte der bisherige Landkreis Bitterfeld, den Kreissitz in die zukünftige Stadt Bitterfeld-Wolfen zu holen. Der Landtag in Magdeburg hatte sich jedoch im Jahr 2005 bereits für Köthen (Anhalt) als Kreissitz des geplanten Landkreises Anhalt-Bitterfeld entschieden. Köthen wurde inzwischen auf juristischem Wege nochmals und endgültig als Kreissitz bestätigt. Der bisherige Bitterfelder Landrat Uwe Schulze (CDU) wurde wiedergewählt, um ab 1. Juli 2007 in Köthen zu amtieren.


Politik

Stadtrat

Dem Stadtrat gehören 40 Mitglieder und die Oberbürgermeisterin Petra Wust an. Bei der letzten Wahl zum Ortschaftsrat am 22. April 2007 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • CDU - 12 Sitze
  • SPD - 7 Sitze
  • Die Linke - 4 Sitze
  • Pro Wolfen (Freie Wähler) - 3 Sitze
  • Wählerliste Sport (Freie Wähler) - 3 Sitze
  • Initiative für Wolfen (Freie Wähler) - 2 Sitze
  • FDP - 2 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Holzweißig (Freie Wähler) - 2 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Greppin (Freie Wähler) - 1 Sitz
  • MLPD - 1 Sitz

Wappen

Das Wappen wurde am 15. Februar 2008 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „Geviert von Silber und Blau mit schwarzem Schildfuß;Feld 1: ein roter Rundkolben; Feld 2: eine strahlende ungebildete goldene Sonne; Feld 3: wachsend fünf goldene Ähren; Feld 4: drei (2:1) rote Seeblätter; im Schildfuß ein schräggekreuztes silbernes Bergmannsgezähe.“

Die Farben der Stadt sind Gold (Gelb) - Blau.[2]

Flagge

Die Flagge ist Gelb - Blau (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Stadtwappen belegt.[3]

Städtepartnerschaften

Der Ortsteil Bitterfeld unterhält Städtepartnerschaften zu folgenden Städten:

Der Ortsteil Wolfen unterhält Städtepartnerschaften zu folgenden Städten:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bitterfelder Bogen

Im August 2006 wurde der 28 Meter hohe und 81 Meter lange Bitterfelder Bogen auf dem Bitterfelder Berg eröffnet. Der Architekt und Künstler Prof. Claus Bury erschuf somit einen weiteren Aussichtspunkt, da die stählerne Bogenkonstruktion begehbar ist. Auf einem 540 Meter langen Laufsteg erreicht man die oberste Aussichtsplattform, von der man bei guter Sicht bis zum Flughafen Leipzig/Halle und manchmal sogar bis zum Brocken sehen kann. Ebenfalls bietet sich ein hervorragender Blick über die Goitzsche. Dank seiner erhöhten Lage, kann das Bauwerk schon von weitem gesehen werden.

Freilichtbühne im Stadtteil Wolfen

Die Freilichtbühne im Stadtteil Wolfen liegt mitten im Naherholungsgebiet Fuhneaue. Sie gilt als größte Freilichtbühne in Sachsen Anhalt und kann laut Stadtverwaltung kostenlos gemietet werden. In jedem Jahr finden mehrere Veranstaltungen auf dem Bühnengelände, welches auf einer künstlich geschaffenen Insel liegt, statt. Zu einer der bekanntesten Veranstaltungen gehört das im Herbst stattfindende "Fuhnespektakel", ein OpenAir auf dem verschiedene regionale und überregionale Bands auftreten.

Pegelturm

Der Pegelturm liegt an der Goitzsche, in der Nähe der Bitterfelder Wasserfront. Der 26 Meter hohe Turm schwimmt auf der Wasseroberfläche des Sees und ist (z.Z.nicht) über eine Seebrücke zu erreichen. Besonders am Wochenende ist er Zielpunkt von vielen Touristen, da von ihm aus eine weite Rundumsicht ermöglicht wird. Am Ufer befinden sich Restaurants, Cafes sowie ein Souvenirladen. Weiterhin befindet sich unmittelbar an der Seebrücke ein kleiner Badestrand.

Der Pegelturm in Bitterfeld.

Industrie- und Filmmuseum

Das Industrie- und Filmmuseum befindet sich im Stadtteil Wolfen und liegt im Gebiet des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen. Das Museum beschäftigt sich mit der Geschichte der Filmfabrik Wolfen die durch die Firma Agfa und später dann ORWO gebildet wurde. Weiterhin wird die Herstellung von Rohfilmen anhand von original Maschinen veranschaulicht. Im Gebäude des Filmmuseums finden mehrmals im Jahr Sonderausstellungen zur historischen und zeitgenössischen Fotografie statt.

Bitterfelder Rathaus

Direkt am Marktplatz des Ortsteiles Bitterfeld steht das über 300 Jahre alte Rathaus. Charakteristisch für den Bau sind die rötlichen Backsteine und der in der Mitte befindliche Rathausturm. Erbaut wurde es nach einem Entwurf des Architekten Ritter. Der historische rote Backsteinbau wurde 1865 fertig gestellt, nach dem das alte Rathaus abgerissen wurde. Im Jahr 1991 begannen die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau, welcher 1993 vollendet wurde. Für das Bauprojekt mussten viele Rathausnebengebäude weichen.

Wolfener Johanneskirche

Die Kirche wurde 1898 und das letzte Mal von 1999 bis 2000 saniert. Bei der Sanierung wurde das Kirchenschiff restauriert und eine seit Jahrzehnten mit Spanplatten verkleidete alte Emporbrüstung freigelegt. Des Weiteren wurde der alte Taufstein wieder in die Mitte des Chorraumes eingesetzt und bildet somit einen Blickfang für den Hereinkommenden.

Berufsschulzentrum August von Parseval Bitterfeld-Wolfen

Berufsschulzentrum Bitterfeld-Wolfen

Das Berufsschulzentrum August von Parseval Bitterfeld-Wolfen wurde im Jahr 2000 seiner Bestimmung übergeben. Der Name August von Parseval erinnert an die Traditionen der Chemie und Luftschifffahrt im Raum Bitterfeld. Das Gebäude ist in Niedrigenergiebauweise ausgeführt.

Verkehrsanbindung

Schienenverkehr

In Bitterfeld-Wolfen befinden sich die drei Bahnstationen Bitterfeld, Greppin und Wolfen, wovon der an der Schnellfahrstrecke Berlin–Leipzig/Halle liegende Bahnhof Bitterfeld am größten und wichtigsten ist.

Dort halten im Fernverkehr einzelne Intercity-Express-Züge der Linie HamburgBerlinLeipzig (– NürnbergMünchen) und Intercity auf der Strecke (Ostseebad BinzStralsund –) Berlin – Halle (Saale)ErfurtKasselDortmund (– DüsseldorfKöln) im Zwei-Stunden-Takt.

Im Regionalverkehr verbinden Regional-Express-Züge Bitterfeld-Wolfen alle zwei Stunden u.a. direkt mit Leipzig, Dessau-Roßlau und Magdeburg. Diese halten sowohl in Bitterfeld als auch in Wolfen. Zusätzlich bestehen in Bitterfeld einzelne Verbindungen in Richtung Halle (Saale) und Lutherstadt Wittenberg – Berlin. Regionalbahnen fahren stündlich von und nach Halle (Saale) und Leipzig und bis/ab Bitterfeld abwechselnd aus/in Richtung Dessau-Roßlau (– Lutherstadt Wittenberg – Falkenberg/Elster) und Gräfenhainichen – Lutherstadt Wittenberg. Die Züge in Richtung Dessau halten dabei auch in Greppin und Wolfen.

Straßenverkehr

Durch Bitterfeld verlaufen die B100 Halle (Saale) – Lutherstadt Wittenberg, die B183 Köthen (Anhalt)TorgauBad Liebenwerda und die B184 Leipzig – Dessau-Roßlau – Magdeburg, die auch durch Wolfen führt. Der nächste Autobahnanschluss besteht an der A9 Berlin – Leipzig – Nürnberg – München mit der Abfahrt Halle (Saale) an der B100 nahe Brehna.

Flugverkehr

Der nächste größere Verkehrsflughafen ist der Flughafen Leipzig/Halle, welcher über die A9 und A14 schnell zu erreichen ist.


Sport

Freizeitbad Woliday

Das Woliday ist ein Spaß- und Erholungsbad im Stadtteil Wolfen. Das Bad besitzt neben Erlebnisinnen- und außenbecken, einer 75-Meter-Rutsche und einer Breitrutsche im Außenbereich auch ein Solebecken. Auf dem Außengelände befinden sich großzügige Liegewiesen, ein Kinderspielplatz und ein Beachvolleyballfeld. Weiterhin hat das Woliday eine 200 m² große Saunaanlage mit Abkühlungsbecken und Gastronomie.

Sportschwimmhalle "Heinz Deininger"

Die Schwimmhalle "Heinz Deininger" liegt im Ortsteil Bitterfeld, in der Nähe des Bitterfelder Zentrums. Neben den wettkampftauglichen Schwimmbahnen bietet die Sportschwimmhalle auch einen Saunabereich.

Jahnstadion

Das Stadion ist an einer Seite mit einer neuer errichteten und mit einem Faltdach überdachte Tribüne ausgestattet. An den anderen Seiten wurden Betonstufen zum Stehen oder Sitzen installiert, sodaß sich Zuschauer auch nah am Geschehen aufhalten können. Im Jahnstadion trainiert u. a. der Oberliga-Fußballverein FC Grün-Weiß Wolfen.


Ansässige Unternehmen

Folgende Unternehmen (Auswahl) sind in Bitterfeld-Wolfen angesiedelt:

Literatur

  • Stadt Bitterfeld (Hrsg.): 775 Jahre Bitterfeld. Streifzüge durch die Geschichte einer Stadt. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1999. ISBN 3-932776-79-8
  • Dirk Hackenholz: Die elektrochemischen Werke in Bitterfeld 1914-1945. Ein Standort der IG-Farbenindustrie AG. LIT-Verlag, Münster 2004. ISBN 3-8258-7656-X
  • Dokumentarfilm: Das war Bitteres aus Bitterfeld, 45 Minuten, von Rainer Hällfritzsch, Ulrike Hemberger und Margit Miosga; WIM, Berlin, Koprod.: MDR, 2005/06

Quellenangaben

  1. Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961-1990
  2. Urkunde des Landkreises zur Wappengenehmigung im Amtsblatt Nr. 4/2008
  3. Urkunde des Landkreises zur Flaggengenehmigung im Amtsblatt Nr. 4/2008

Weblinks

Commons Commons: Bitterfeld-Wolfen – Bilder, Videos und Audiodateien


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