Montag, 21.05.2012



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Bismark (Altmark)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bismark (Altmark)
Bismark (Altmark)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bismark (Altmark) hervorgehoben
52.66666666666711.5555Koordinaten: 52° 40′ N, 11° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Stendal
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bismark/Kläden
Höhe: 55 m ü. NN
Fläche: 33,18 km²
Einwohner: 3174 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39629
Vorwahl: 039089
Kfz-Kennzeichen: SDL
Gemeindeschlüssel: 15 0 90 070
Adresse der Verbandsverwaltung: Breite Straße 11
39629 Bismark (Kläden)
Webpräsenz:
Bürgermeisterin: Gudrun Wolter
Lage der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal
Datei:Bismark (Altmark) in SDL.png

Bismark (Altmark) ist eine Stadt im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Bismark ist Mitglied und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Bismark/Kläden, der 19 weitere Gemeinden angehören.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt Bismark (Altmark) liegt rund 24 km nordwestlich der Kreisstadt Stendal.

Geschichte

Pfarrkirche in Bismark

Das Städtchen Bismark hat seinen Namen aus dem Namen des Flusses Biese und dem Begriff Mark aus dem Althochdeutschen, als Gegend oder Gebiet. Das Wort des Flusses Biese kommt aus dem Holländischen und heißt im deutschen Binse. Dieses Wort führten die Holländer ein, als sie zur Trockenlegung der Biese von Albrecht dem Bären um die Jahre 1100, dort angesiedelt wurden. Biscopesmark, aus dem das Wort Bismark entstanden sein soll, ist aber ein landwirtschaftliche Exklave des Bischofs von Havelberg bei Werben am linken Ufer der Elbe im Bischoftum von Halberstadt und war als Ernährungsgrundlage des Bistums von Havelberg gedacht, wenn es im Bistum von Havelberg zu Unruhen kam und eine geordnete Ernährung von dort nicht möglich war. Dies geht klar aus dem lateinischen Dokument vom 20/21 Oktober 1209 hervor, in welchem der Markgraf Albrecht von Brandenburg dem Bischof von Havelberg, Sigibodo, jene Besitz als Eigentum bestätigt. Eine entsprechende Studie ist in den Altmark-Blättern, Heimatbeilage der Altmark Zeitung am 15. April 2006 veröffentlicht worden.

Trotz mehrmaliger Plünderung im Dreißigjährigen Krieg hat sich die Stadt ein mittelalterliches Stadtbild bewahren können.

Politik

Stadtrat

Bei den Gemeinderatsswahlen am 14. Juni 2004 gab es folgende Ergebnisse:

Gruppe / Partei  %
FWgB 33,7
SPD 27,6
CDU 26,5
Die Linke 7,6
Grüne 4,6

Wappen

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Gold; vorn ein golden bewehrter roter Adler am Spalt, hinten eine rote Rose mit goldenem Butzen, grünem Blatt und Stiel.“

Der halbe rote Adler erinnert an die frühere Zugehörigkeit der Altmark zur Mark Brandenburg, die bekanntlich den roten Adler im Wappen hat.

Die rote Rose stammt aus dem Wappen der Familie von Alvensleben, der bis zum Jahre 1807 die Stadt als Mediatstadt gehörte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Grabstätten auf dem Friedhof am Adolf-Eugenweg für zwei namentlich bekannte polnische Zwangsarbeiter, die in der Zeit des Nationalsozialismus Opfer der Zwangsarbeit wurden
  • Wahrzeichen der Stadt, die Reste der Wallfahrtskirche Goldene Laus aus dem 12. Jahrhundert
  • Das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, die Evangelische Kirche (Stadtkirche)

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

  • Wilhelm Lüdecke (* 29. Juli 1868; † 6. November 1938), Komponist und Musikverleger
  • Ernst August Wilhelm Krause (* 28. März 1878 in Bismark, † 8. September 1967), Bürgermeister in Rethem (Aller)
  • Elise Hampel, geb. Lemme (* 27. Oktober 1903; † 8. April 1943); Elise Hampel und ihr Ehemann Otto Hampel wurden am 8. April 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Sie hatten Postkarten mit Antikriegslosungen und Aufrufen gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft geschrieben und in Berlin in Mietshäusern ausgelegt. Ihr Schicksal wurde zum Vorbild für Hans Falladas Roman Jeder stirbt für sich allein.
  • Christel Aschmoneit-Lücke (* 21. Dezember 1944), deutsche Politikerin (FDP), MdL (Schleswig-Holstein)
  • Eduard Stapel (* 30. Mai 1953), Sprecher des LSVD (1990-2006)

Weiterführende Literatur

Bismarck-Denkmal (1910), unter Verwendung eines Hünengrabs

Weblinks

Commons Commons: Bismark – Bilder, Videos und Audiodateien


en:Bismark, Germany

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