Montag, 21.05.2012



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Birstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birstein
Birstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birstein hervorgehoben
50.3530555555569.3091666666667268-570Koordinaten: 50° 21′ N, 9° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 268-570 m ü. NN
Fläche: 86,63 km²
Einwohner: 6539 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63633
Vorwahl: 06054
Kfz-Kennzeichen: MKK, alt: HU, noch älter GN
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 004
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Carl-Lomb-Str. 1
63633 Birstein
Webpräsenz:
Bürgermeister: Wolfgang Gottlieb (parteilos)

Birstein ist eine Gemeinde am nordöstlichen Rande des Main-Kinzig-Kreises in Hessen (Deutschland) mit rund 6.600 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Flächengemeinde liegt am südlichen Fuße des Vogelsbergs und wird von seinen Einwohnern daher liebevoll auch „Perle des Vogelsbergs“ genannt.

Nachbargemeinden

Birstein grenzt im Norden an die Gemeinde Grebenhain (Vogelsbergkreis), im Osten an die Gemeinde Freiensteinau (Vogelsbergkreis) und die Stadt Steinau an der Straße, im Süden an die Stadt Bad Soden-Salmünster und die Gemeinde Brachttal sowie im Westen an die Gemeinde Kefenrod und die Stadt Gedern (beide Wetteraukreis).

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Birstein, Bösgesäß I, Böß-Gesäß II, Fischborn, Hettersroth, Illnhausen, Kirchbracht, Lichenroth, Mauswinkel, Oberreichenbach, Obersotzbach, Unterreichenbach, Untersotzbach, Völzberg, Wettges und Wüstwillenroth.

Die Trennung von Bösgesäß I (Preußisch-Bösgesäß) und Bösgesäß II (Hessisch-Bösgesäß) beruht auf den Ergebnissen des Wiener Kongresses. Dort wurde der durch den Ort fließende Bach "Bracht" als Grenze festgelegt. Die beiden Ortsteile liegen etwa 100 Meter auseinander.

Zum Ortsteil Hettersroth gehören noch folgende Teile: Höfen, Birkenstöcke und Loosemühle. Aufgrund ihrer geringen Größe werden diese offiziell meist nicht explizit genannt.

Zur Kerngemeinde Birstein gehört noch der inoffizielle Ortsteil „Unterberg“.

Geschichte

Das castrum birsenstein (birsen=birschen, mit Spürhunden jagen) wurde 1279 erstmals urkundlich erwähnt.

Religionen

Die Bevölkerung der Gemeinde Birstein ist zu einem recht hohen Anteil evangelischen Glaubens. Neben den fünf evangelischen Kirchen in dem Gemeindegebiet existiert eine katholische Kirche und weitere Glaubensgemeinschaften.

Seit dem 17. Jahrhundert existierte eine jüdische Gemeinde in Birstein. 1925 machten Juden 10,4% der Bevölkerung aus. In den ersten Jahren der Zeit des Nationalsozialismus sah sich ein Großteil der Birsteiener Juden zur Auswanderung gezwungen, die jüdische Gemeinde wurde 1937 aufgelöst. Mindestens 26 der in Birstein geborenen und/oder ansässigen Juden wurden in der NS-Zeit ermordet.[1]

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 34,3 9 33,6 10
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,9 9 34,7 11
FBG Freie Bürgergemeinschaft 28,8 7 25,3 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,5 2
gesamt 100,0 25 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 49,6 59,4

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Isenburg Schloss in Birstein
  • "Vogelsberger Dom" im Ortsteil Unterreichenbach

Persönlichkeiten

Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Anton Praetorius (* 1560 in Lippstadt; † 6. Dezember 1613 in Laudenbach), reformierter Theologe, 1596–1597. wirkte von 1596-1598 als Hofprediker in Birstein.
  • Carl Lomb war nach seiner Auswanderung nach Amerika zu Reichtum gekommen und stiftete zwei Buntglasfenster „Kreuzigung Christi“ und „Auferstehung Christi“, in der ev. Kirche in Birstein. Er wurde zum Ehrenbürger ernannt. Die Urkunde ist im Foyer des Rathauses ausgestellt.
  • Fritz Maubach (* 1912 in Birstein, † 1963 in Eichenzell), Sohn des ehemaligen fürstlichen Hofapothekers Andreas Maubach. Schriftsteller, schrieb 1947 das Buch "Die Zwingburg" in dem er seine Birsteiner Jugendjahre beschrieb. Zudem veröffentlichte er unter dem Pseudonym Caspar Reiserecht (z.B. Rhön von allen Seiten und Heimstatt der leichten Muse). Er war wie sein Vater Apotheker, arbeitete später als Redakteur und war als solcher auch Berichterstatter bei den Nürnberger Prozessen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Alemannia Judaica
bg:Бирщайн

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