Montag, 21.05.2012



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Birkenheide

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birkenheide
Birkenheide
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birkenheide hervorgehoben
49.48258.264444444444590Koordinaten: 49° 29′ N, 8° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Pfalz-Kreis
Verbandsgemeinde: Maxdorf
Höhe: 90 m ü. NN
Fläche: 2,93 km²
Einwohner: 3192 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1089 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67134
Vorwahl: 06237
Kfz-Kennzeichen: RP (bis 31. Aug. 2005: LU)
Gemeindeschlüssel: 07 3 38 003
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 79
67133 Maxdorf
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Rainer Reiß (CDU)
Lage der Gemeinde Birkenheide im Rhein-Pfalz-Kreis
Datei:Karte Birkenheide.png
Dorfgemeinschaftshaus

Birkenheide ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Maxdorf im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Birkenheide liegt westlich von Ludwigshafen in der Pfalz. Angrenzende Gemeinden – von Norden im Uhrzeigersinn – sind Weisenheim am Sand, Lambsheim, Maxdorf, Fußgönheim, Ellerstadt, Bad Dürkheim und Erpolzheim.

Geschichte

1936 wurde die Großsiedlung Hundertmorgen auf einem Landstrich errichtet, der seit Jahrhunderten zwischen Lambsheim und Weisenheim am Sand umstritten war. Er gehörte einmal zu dem untergegangenen Dorf Eyersheim. Von der Deutschen Arbeitsfront wurde eine Siedlung für 528 Personen angelegt, die zunächst von Weisenheim aus verwaltet wurde. Die ersten Häuser befanden sich östlich des 1952 angelegten Friedhofs im Norden der jetzigen Gemeinde. 1939 wurde durch die Bebauung des heutigen Ortskerns mit größer angelegten Ein- und Zweifamilienhäusern die Siedlung erweitert. 1946 war die Einwohnerzahl auf etwa 1200 angewachsen, vor allem durch Zuwanderer und Flüchtlinge, die in Behelfswohnheimen im Nordosten des Ortes untergebracht waren. Immer noch fehlten aber jegliche öffentliche Einrichtungen, man bezeichnete die Siedlung als das „vergessene Dorf“.

Am 1. Oktober 1952 wurde aus der Siedlung die selbständige Gemeinde Birkenheide. Albertine Scherer, die erste Bürgermeisterin, setzte sich mit außergewöhnlichem Engagement für die Entwicklung der Gemeinde ein. Es entstanden sehr bald eine eigene Volksschule, Kindergärten, Feuerwehrhaus und sonstige kommunale Einrichtungen. Die Behelfswohnheime wurden 1964–70 durch Wohnblocks und Reihenhäuser ersetzt.

1970 schloss Birkenheide mit Ludwigshafen einen Eingemeindungsvertrag, der allerdings von Maxdorf und der rheinland-pfälzischen Landesregierung abgelehnt wurde. Eine Klage blieb erfolglos.[1] 1983 wurde das Dorfgemeinschaftshaus erbaut. Inzwischen hat sich Birkenheide zu einer Gemeinde mit sehr hohem Wohnwert entwickelt, in der nichts mehr an die Zustände in den Entstehungsjahren erinnert.

Politik

Gemeinderat

Gemeinderat seit der Wahl am 13. Juni 2004:

  • CDU 59,7% (+23,2) - 12 Sitze (+5)
  • SPD 33,5% (-8,1) - 7 Sitze (-1)
  • FDP 6,7% (+6,7) - 1 Sitz (+1)
  • Andere 0,0% (-21,9) - 0 Sitze (-5)

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: Von Schwarz und Gold geteilt, oben drei silberne Birkenbäume, unten ein rotes Mühlrad.

Es wurde 1979 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Die Birken verweisen redend auf den Ortsnamen und das Mühlrad erinnert an die Eyersheimer Mühle, die früher auf der heutigen Gemarkung bestand. Die Farben Schwarz und Gold verweisen auf die Kurpfalz, Gold und Rot auf Weisenheim am Sand.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmal Silbergrasflur
Katholische Kirche
Schule

Naturdenkmäler

Das 1987 ausgewiesene Naturdenkmal Silbergrasflur ist ein südlich der Ortslage gelegener Sandmagerrasen, der Lebensraum für spezialisierte Insekten- und Pflanzenarten wie die Kreiselwespe und die Dünenameisenjungfer ist.

Zoo

Der Tierpark Birkenheide wurde 1964 eröffnet und hält rund 50 Tierarten.

Religionen

Die 1951 erbaute protestantische Pfarrkirche entstammte einem Notkirchenprogramm der Nachkriegszeit von Otto Bartning. Als eine der wenigen der etwa 50 erbauten Kirchen ist diese noch relativ unverändert erhalten geblieben und steht deshalb unter Denkmalschutz. Die Atmosphäre des Kirchenraums wird durch die Holzbauweise und den als Fensterfront ausgeführten Giebel geprägt. Der Altar befindet sich in einem verschließbaren Wandschrank, dadurch kann die Kirche auch für profane Zwecke genutzt werden.

Die erste katholische Kirche wurde 1968 aus Holz erbaut, musste aber wegen Baufälligkeit 1995 durch die neue Pfarrkirche St. Josef der Arbeiter in Birkenheide ersetzt werden. Der Backsteinbau beinhaltet Versammlungs- und Jugendräume.

2008 waren 38,4 Prozent der Einwohner evangelisch und 30,7 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

Regelmäßige Veranstaltungen

Zu Beginn jeden Jahres veranstaltet der Karnevalsclub “Die Kraniche” zwei Prunksitzungen im Dorfgemeinschaftshaus in Birkenheide.

Alle zwei Jahre wird im Sommer das Dorffest auf dem neugestalteten Dorfplatz veranstaltet. Die Bewirtung und die Gestaltung des Rahmenprogramms werden von den vielen Birkenheidener Vereinen unterstützt. Im Wechsel hierzu findet auch alle zwei Jahre die Veranstaltung „Birkenheide musiziert“ statt, an der u.a. der Volkschor Birkenheide, die fidelen Kraniche und der Musikzug Birkenheide teilnehmen.

Im August jeden Jahres wird in der Gemeinde Kerwe gefeiert.

Am Wochenende vor dem 1. Advent veranstaltet der Heimat- und Kulturverein einen kleinen Weihnachtsmarkt mit vielen Ausstellern auf der Umgebung.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Südlich von Birkenheide verläuft die Bundesautobahn 650 (Bad Dürkheim–Ludwigshafen). In die umliegenden Orte führen Busverbindungen. In Maxdorf, Fußgönheim und Ellerstadt sind Haltestellen der Rhein-Haardtbahn. Birkenheide gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar.

Bildung

In Birkenheide gibt es drei Kindergärten und eine Grundschule mit Bücherei.

Einzelnachweise

  1. Stadtarchiv der Stadt Ludwigshafen am Rhein (Hg.): Geschichte der Stadt Ludwigshafen am Rhein: Bd. 2., Vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart. Ludwigshafen am Rhein 2003, ISBN 3-924667-35-7, S. 770
  2. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  3. KommWis, Stand: 30.11.2008

Weblinks

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