Meinestadt.de - Bindlach - 21.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bayreuth | |
| Höhe: | 362 m ü. NN | |
| Fläche: | 37,6 km² | |
| Einwohner: | 7160 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 190 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95463 | |
| Vorwahl: | 09208 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BT | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 72 119 | |
| Gemeindegliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 1 95463 Bindlach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerald Kolb (Freie Wähler) | |
| Lage der Gemeinde Bindlach im Landkreis Bayreuth | ||
| Datei:Bindlach im Landkreis Bayreuth.png | ||
Bindlach ist eine Gemeinde im Regierungsbezirk Oberfranken, im Landkreis Bayreuth, die direkt nördlich an die Kreisstadt Bayreuth angrenzt.
Inhaltsverzeichnis |
Der Ortskern von Bindlach liegt zwischen dem Höhenzug der Hohen Warte und den Bergen Oschenberg und Bindlacher Berg und somit bereits am Rande des Fichtelgebirges. Geologisch interessant ist Bindlach durch die Benk-Formation mit Felsen vor allem im Bereich des Höhenzuges der Hohen Warte.
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Der heutige Ortsname Bindlach ist slawischen Ursprungs (slaw. Pnetluky). Pnetluky enthält das slawische Verb tlouki, das schlagen bedeutet. Dies lässt eine sinngemäße Übersetzung ins Deutsche zu: Dorf der Leute, die Stämme schlagen.
Die weitere Entwicklung der Schreibweise führt über Pintlock, Pintloch, Bindlich, was heute noch umgangssprachlich zu hören ist, schließlich zu Bindlach.
In einer Privaturkunde (Urkunde HU Bamberg 335 - Hauptstaatsarchiv München) vom 6. April 1178 wird bintlvke zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Neuere Forschung führt die Bezeichnung Bindlach auf das altsächsische Binutlaka zurück. Dies wird gedeutet mit Binsenlache, mit Binsen bewachsenes stehendes Gewässer. Deportierte Sachsen sollen um das Jahr 800 n. Chr. durch Karl den Großen hier angesiedelt worden sein.
Als Teil des hohenzollernschen (seit 1791 preußischen) Fürstentums Bayreuth fiel Bindlach im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Ausgrabungen im August 1992 haben ergeben, dass zwischen Schleifmühle und Allersdorf eine keltische Siedlung aus der Zeit um 450 v. Chr. existiert hat.
Im Jahr 1997 sind beim Wohngebiet Gries viele Keramikscherben von Tonkrügen und Gefäßen aus der Urnenfelder- und Bronzezeit (ca. 1300–750 v. Chr.) gefunden worden, die auf eine frühgeschichtliche Besiedelung des Bindlacher Raumes schließen lassen.
Die erste Herrenmannschaft spielt in der Saison 2008/2009 in der Kreisliga Bayreuth/Kulmbach
Rund um Bindlach gibt es zahlreiche Wanderwege, auch Mountainbiker finden hier Gefallen. Ein 50 Kilometer langer Rundwanderweg mit mäßiger Steigung und das nahe gelegene Fichtelgebirge bieten weitere Wandermöglichkeiten.
Am Ortsrand von Bindlach liegt ein Kiesweiher, der sich zum Schwimmen, Tauchen und Baden eignet. Zum Schwimmen eignet sich ebenfalls der Eisbachsee westlich von Bindlach auf der Hohen Warte gelegen.
Die Schachabteilung hat im Einvernehmen mit Ihrem Hauptsponsor Der Aktionär ihren Rückzug aus der ersten Liga vereinbart [1]. Die Prioritäten liegen in Zukunft in der Jugendförderung, wobei auch weiterhin eine starke Mannschaft in der zweiten Bundesliga an den Start gehen wird.
Auf dem Flugplatz Bindlacher Berg fliegt die Luftsportgemeinschaft Bayreuth, deren Segelfluggruppe zur Ersten Segelflug-Bundesliga zählt. Von dort aus sind auch Rundflüge mit Motor- und Segelflugzeugen möglich. 1999 fanden am Flugplatz die Weltmeisterschaften im Segelfliegen statt.[2][3] Offizieller Austragungsort war jedoch die Nachbarstadt Bayreuth. Auch die seither regelmäßig stattfindenden Qualifikationsmeisterschaften firmieren unter dem Namen Bayreuth-Wettbewerb, wenngleich auch dabei Bindlach der eigentliche Ausgangspunkt ist.
Bindlach besitzt einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Bayreuth–Neuenmarkt-Wirsberg (KBS 852) mit Regionalzugverkehr. Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz und ist in den 80er-Jahren aufwendig restauriert worden, befand sich 2006 aber bereits wieder in einem restaurierungsbedürftigen Zustand. Er wird hauptsächlich als Wohngebäude genutzt. Die Fahrkartenausgabe und die Gepäckaufgabe schlossen Mitte der 80er-Jahre.
Die Bedienung der Weichen und Formsignale geschieht weiterhin vollmechanisch; die Bedienelemente im Stellwerk stammen noch aus den Zeiten der Königlich-Bayrischen Staatseisenbahn.Der Bahnhof kontrolliert auch eine Müllverladestation und eine Panzerverladestation auf Bayreuther Stadtgebiet. Letztere wird nach dem Abzug sämtlicher Truppen aus Bayreuth und Umgebung nicht mehr benutzt.
Anfang 2006 wurde das Gleis 1 ab dem Bahnhofsgebäude in Richtung Harsdorf für jeglichen Zugverkehr gesperrt, das zweiflüglige Ausfahrtssignal in Richtung Harsdorf abgebaut.
Die Autobahn A 9 durchschneidet Bindlach und trennt den westlichen, hauptsächlich in den 1950ern bis 1970ern erbauten Ortsteil vom Rest des Ortes ab.
Erst seit Anfang der 1990er-Jahre hat Bindlach eine eigene Anschlussstelle, als im Zuge des Ausbaus der A 9 das Autobahndreieck Bayreuth und die direkt südlich des Dreiecks gelegene Behelfsanschlussstelle ausgebaut wurden. Diese hatte bis dahin nur den amerikanischen Truppen auf dem Bindlacher Berg zur Verfügung gestanden.
Bis zum Ausbau der A 9 auf sechs Fahrstreifen war die Autobahn zwischen Bindlach und der Anschlussstelle Bayreuth-Nord die letzte Autobahnallee Deutschlands. Zwischenzeitlich wurde die Strecke wieder beiderseits mit jungen Bäumen bepflanzt.
Die Bundesstraße 2 verläuft durch den Ortskern Bindlachs und durch den Ortsteil Benk.
Auf dem Bindlacher Berg befindet sich der kleine Flughafen Bayreuth, auf dem bis 2002 Linienmaschinen auf der Strecke Frankfurt/Main-Bayreuth-Hof landeten. Er dient heute vor allem als Segelflugzentrum.
Bis zum Beginn der 1990er Jahre gab es auf dem Bindlacher Berg eine amerikanische Militärbasis, Christensen Barracks, die die nur jeweils 70 Kilometer entfernten Grenzen zur DDR und der Tschechoslowakei sicherte. Die Basis wurde auf Grund ihrer Lage hoch über dem Ort von den Soldaten The Rock genannt. Der Name war auch eine Anspielung darauf, dass Soldaten wegen kleinerer Vergehen, wie zum Beispiel Drogenmissbrauch in geringem Umfang, nach Bindlach strafversetzt wurden, da der Grenzdienst unbeliebt war und als gefährlich galt. </br> Das Gelände wurde nach dem Abzug der amerikanischen Truppen von der Gemeinde Bindlach übernommen und zum heutigen Ortsteil Bindlacher Berg um- und ausgebaut.
Volksschule Bindlach, Grund- und Hauptschule
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