Meinestadt.de - Binau - 21.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | ||
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | ||
| Landkreis: | Neckar-Odenwald-Kreis | ||
| Höhe: | 253 m ü. NN | ||
| Fläche: | 4,83 km² | ||
| Einwohner: | 1377 (30. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 285 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 74862 | ||
| Vorwahl: | 06263 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | MOS | ||
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 25 010
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| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Reichenbucherstraße 38a 74862 Binau |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Peter Keller | ||
| Lage der Gemeinde Binau im Neckar-Odenwald-Kreis | |||
| Datei:Binau in MOS.png | |||
Binau ist eine zum Neckar-Odenwald-Kreis gehörende Gemeinde in Baden-Württemberg. Sie gehört zur länderübergreifenden Region Rhein-Neckar.
Inhaltsverzeichnis |
Binau liegt eingebettet in eine langgestreckte Schleife des Neckars zwischen dem Hohen und dem Kleinen Odenwald. Das Gemeindegebiet liegt im Naturpark Neckartal-Odenwald.
Zur Gemeinde Binau gehören das Dorf Binau und der Ort Bahnstation Binau u. Chem. Fabrik.[2]
Binau wurde im Jahre 769 erstmals urkundlich erwähnt, ist aber sicherlich viel älter. Prähistorische Funde weisen bis in die Bronzezeit zurück. Der Ortsname, dessen Endung „au“ auf Naturverhältnisse hinweist, lautete 769 Benenheim oder Bienenheim, 772 Beonanheim, 774 Beninheim, 1536 Buenaw, 1629 Binheimb und im 18. Jahrhundert Neckarbinau. Man ist sich nicht sicher, ob die Bedeutung des Namens von einer mit Weidenruten geflochtenen Fischfangvorrichtung, der Benne oder Binne, oder von der Bienenzucht abstammt. Beide, Fisch und Bienenkörbe sind auf dem "redenden" Wappen der Gemeinde abgebildet.
Der Ort war Zubehör zur benachbarten Burg Dauchstein, auf der im 14. Jahrhundert die Herren von Helmstatt Lehensträger waren. Im 15. Jahrhundert erwarb ein Dieter von Collenberg die Burg Dauchstein und wurde ein erstes Schloss am Ort errichtet, dem ein Nachfolgebau, das heutige Schloss, am selben Platz 1742 folgte. Auf dem Schloss lebten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die weiteren Ortsherren von Binau, die Grafen von Riaucour und von Waldkirch sowie die Freiherren Göler von Ravensburg. Später werden auch Bürgerliche als Besitzer genannt.
1939 wurden 363 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 464.[3] Im Zweiten Weltkrieg war das Schloss Sitz der SS-Kommandantur der in der gesamten Region seit Herbst 1944 verteilten Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Es sollten Industriebetriebe hierher in Stollen zur Untertageproduktion verlagert werden (Tarnname Goldfisch GmbH).
Seit 1806 gehörte Binau zum Großherzogtum Baden, wo die Gemeinde Teil des Landkreises Mosbach war, bis dieser 1973 im neuen Neckar-Odenwald-Kreis aufging.
In Binau bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/40. Nach den Deportationen in der NS-Zeit kamen von den 1933 hier noch lebenden 20 jüdischen Einwohnern mindestens elf ums Leben. Die Entstehung der Gemeinde geht in die Zeit des 17. oder Anfang des 18. Jahrhundert zurück. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1839 mit 146 Personen erreicht, mehr als ein Drittel der damaligen Gesamteinwohnerschaft des Ortes. Bis nach 1933 waren eine Metzgerei und ein Manufakturwarengeschäft im Besitz jüdischgläubiger deutscher Familien.
Die Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
| Partei | Stimmen | +/- | Sitze | +/- |
| UBW | 37,2% | (−0,1) | 4 | (=) |
| CDU | 35,1% | (+4,1) | 3 | (=) |
| SPD | 27,8% | (−4,0) | 3 | (=) |
Zusammen mit den Gemeinden Neckargerach, Waldbrunn und Zwingenberg ist Binau Mitglied des Verwaltungsverbandes „Neckargerach-Waldbrunn“.
Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit Lindau im Eichsfeld.
In geteiltem Schild oben in Blau zwei goldene (gelbe) Bienenkörbe nebeneinander, unten in Silber (Weiß) ein blauer Fisch.
Das Wappen versinnbildlicht mit den Bienenkörben „redend“ den Ortsnamen und mit dem Fisch die Lage der Gemeinde am Neckar und die Neckarfischerei. Das Wappen wurde der Gemeinde am 5. November 1957 verliehen.
Binau liegt an der „Neckartalbahn“ (Heidelberg–Bad Friedrichshall-Jagstfeld), die seit 2003 von der S-Bahn RheinNeckar halbstündlich bedient wird. Daneben gibt es Busverbindungen nach Mosbach/Eberbach. Durch die am Ufer verlaufende Bundesstraße ist der Ort vom Fluss getrennt.
Binau verfügt über eine Grundschule. Weiterführende Schulen können in den Nachbarorten besucht werden.
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