Meinestadt.de - Biesenthal - 21.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Barnim | |
| Amt: | Biesenthal-Barnim | |
| Höhe: | 50 m ü. NN | |
| Fläche: | 60,48 km² | |
| Einwohner: | 5637 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 93 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 16359 | |
| Vorwahl: | 03337 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BAR | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 60 024 | |
| Stadtgliederung: | 1 Ortsteil | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 1 16359 Biesenthal |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | André Stahl (Die Linke) | |
| Lage der Stadt Biesenthal im Landkreis Barnim | ||
| Datei:Biesenthal in BAR.png | ||
Biesenthal ist eine zum Amt Biesenthal-Barnim gehörige Stadt im Landkreis Barnim in Brandenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Zur Stadt Biesenthal gehört das frühere Dorf Danewitz, das zu Biesenthal eingemeindet wurde und heute Ortsteil ist.
Der Ort wurde 1258 erstmals urkundlich erwähnt (als Bizdal oder Bysdal) und besitzt seit mindestens 1315 Stadtrecht.[1]
Die Burg wurde 1337 urkundlich erwähnt, 1426 sind die Brüder Claus, Wilke und Otto von Arnim als Burgherren genannt. 1577 erwarb Kurfürst Johann Georg Biesenthal samt Burg, die im Dreißigjährigen Krieg schon sehr schadhaft war.
Im Jahre 1671 siedelten sich die ersten Juden im Ort an, und die gewachsene Gemeinde gründete einen Jüdischen Friedhof an der Berliner Chaussee, der mehrfach zerstört wurde, nicht nur in der NS-Zeit. Im Jahre 1988 wurden die noch vorhandenen Grabsteine unter einer Eiche aufgestellt und mit einer Tafel unter dem Zeichen des Davidsterns versehen, die an den Guten Ort erinnert.
1756 zerstörte ein Stadtbrand Biesenthal bis auf 10 Häuser, die 1764 einem weiteren Brand zum Opfer fielen. Dadurch sind wertvolle Urkunden und Dokumente für immer vernichtet worden. Die verbliebenen Einwohner bauten ihre Häuser neu auf.[2]
Bei der Besetzung des Ortes durch die sowjetische Armee wurden weitere Archivalien aus dem Rathaus vernichtet.[2]
Die Wehrmühle wurde 1375 als „Weremolle“ urkundlich erwähnt. 1974 wurde der Mahlbetrieb der Mühle eingestellt, am 23. August 2002 brannte sie ab und wurde anschließend teilweise abgerissen.
André Stahl (seit 28. September 2008; Die Linke)
Die letzte Wahl des Bürgermeisters von Biesenthal fand am 28. September 2008 statt. Amtliches Endergebnis der Wahl,[3]
| Wahlbewerber (Partei) | Stimmenanzahl | Stimmenanteil (%) |
|---|---|---|
| André Stahl (Die Linke) | 2012 | 80,42 |
| Bernd Schramm (FDP) | 490 | 19,58 |
Am 28. September 2008 fanden die letzten Kommunalwahlen statt. Danach setzt sich die aus 18 Personen bestehende Stadtverordnetenversammlung wie folgt zusammen:[4]
| Partei / Wahlbewerber | Stimmenanteil (%) | Sitze |
|---|---|---|
| Die Linke | 41,79 | 7 |
| SPD | 14,80 | 3 |
| CDU | 16,61 | 3 |
| Grüne/B90 | 6,30 | 1 |
| FDP | 3,46 | 1 |
| PROD | 3,38 | 1 |
| BfB | 6,83 | 1 |
| NPD | 6,82 | 1 |
Blasonierung: „Auf Silber zwei mit roten Zinnen versehene Spitztürme verbunden durch ein gelbes Tor mit angelassenem fünfzinkigen Fallgitter, darüber eine Mauer mit roten Zinnen; zwischen beiden Spitztürmen freischwebend einen roten Adler mit ausgebreiteten Schwingen und geschlossenem Schnabel sowie gelben Fängen; als oberen Abschluss eine gelbe Mauer mit 3 Zinnen, unterbrochen von einer in der Mitte befindlichen schwarzen Tür mit roter Längstrennung und beidseitig je vier roten entgegenlaufenden Diagonalstreifen.“
Die Stadt selbst besitzt aufgrund der vielfachen Zerstörungen kaum historische Sehenswürdigkeiten. Auch von im 19. Jahrhundert zahlreich vorhandenen Gasthäusern sind nur noch wenige zu finden. In dem früheren Kaffee zum Ratskeller, dessen Inhaber mit dem Hinweis „Stammkaffee des Boxweltmeisters Max Schmeling und anderer Prominenter“ warb, befindet sich heute das Büro des Tourisvereines Naturpark Barnim.[2] Sehenswert ist aber der historische Altstadtkern, der seit 1996 schrittweise saniert wird und komplett unter Denkmalschutz steht. Laut Amtsbeschluss vom Mai 2008 wird in der Grüntaler Ecke August-Bebel-Straße ein Pflasterdenkmal installiert, mit dem auf den Standort der früheren Schäfers Schmiede hingewiesen wird.[5] Der Ort besitzt weder ein Hotel noch ein Kino oder andere Kulturstätten.[2] Lediglich der alte Bahnhof wurde als Kulturbahnhof ausgebaut.[5]
Im Jahr der 750-Jahr-Feier wurde erstmals ein Internationales Speedway-Rennen erfolgreich organisiert.
Die Umgebung der Stadt bietet viele Wander- und Radtourmöglichkeiten auf den Spuren der Märkischen Eiszeitstraße. Im Ort Melchow, der zum Amtsbereich Biesenthal-Barnim gehört, befindet sich ein touristisches Begegnungszentrum.
In der Liste der Baudenkmäler in Biesenthal stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Die Stadt liegt an der Bundesstraße 2 und der Landesstraße L 294. Biesenthal ist außerdem über die Eisenbahnlinie Berlin - Stettin erreichbar. Der Bahnhof existiert seit 1843.
Der Radfernweg Berlin-Usedom führt durch die Kleinstadt und durch das Biesenthaler Becken.
In Biesenthal befinden sich eine Grundschule. Für diesen Schulkomplex wurde ein früher hier vorhandenes Chemiekabinett umgebaut und dient seit kurzem als gemeinsame Mensa (zur Zeit noch in Planung). Zum Amtsbereich gehören noch je eine Grundschule in Marienwerder und Sydower Fließ.[5]
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