Montag, 21.05.2012



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Bernsbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bernsbach
Bernsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernsbach hervorgehoben
50.58305555555612.766666666667394-728Koordinaten: 50° 35′ N, 12° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 394-728 m ü. NN
Fläche: 8,76 km²
Einwohner: 4544 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 519 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08315
Vorwahlen: 03774, 03771
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 070
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Straße der Einheit 5
08315 Bernsbach
Bürgermeister: Frank Panhans (FWiB)
Lage der Gemeinde Bernsbach im Erzgebirgskreis
Datei:Bernsbach in ERZ.png

Bernsbach ist eine Gemeinde im sächsischen Erzgebirgskreis, die zusammen mit dem Ortsteil Oberpfannenstiel etwa 4600 Einwohner zählt.

Die Gemeinde erstreckt sich vom Tal des Schwarzwassers bis zum Spiegelwald auf 728 m ü. NN und bietet damit eine gute Aussicht über die erzgebirgischen Städte Aue und Schwarzenberg. Aus diesem Grund wird Bernsbach auch „Balkon des Erzgebirges“ genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Dorfplatz und Kirche von Bernsbach

Bernsbach wurde um 1200 vermutlich von fränkischen Siedlern als Waldhufendorf gegründet. 1240 wurde es als Wernhardispach erstmals urkundlich erwähnt. Um 1460 wurde der Ort im Terminierbuch der Zwickauer Franziskanermönche als Pernsbach bezeichnet. Bernsbach gehörte zu dieser Zeit dem Grünhainer Kloster und nach dessen Auflösung ab 1536 zum Amt Grünhain. 1874 wurde die Gemeinde dem Amtsgericht Schwarzenberg zugeteilt und gehört seit 1950 zum Gerichtsstand Aue.

Von 1679 bis 1681 baute man in der Ortsmitte eine Kirche und löste sich damit vom Nachbarort Beierfeld, in das Bernsbach bis dahin eingepfarrt war.

Während der Blütezeit des Bergbaus im Erzgebirge fand man auch in Bernsbach Eisen, Silber und Schwefel. Die gewonnen Erze wurden in einer Schmelzhütte verarbeitet. Um 1538 siedelten sich Hammerschmiede und Verzinner im Oberdorf an und brachten damit die handwerkliche Verarbeitung von Metall in die bis dahin reine Bauernsiedlung. Um die Öfen mit Brennstoffen zu versorgen, kamen außerdem auch Köhler in das Dorf.

Weitere handwerkliche Schwerpunkte bildeten die seit dem 17. Jahrhundert betriebene Löffelmacherei sowie die Spitzenklöppelei. In den Jahren um 1800 war zudem das Petschaftsstecherhandwerk, die Herstellung von amtlichen Stempeln und Wappen, in Bernsbach heimisch. Mit dem Bau der Bahnlinie von Zwönitz nach Scheibenberg (siehe Bahnstrecke Zwönitz–Scheibenberg) im Jahre 1900 erfolgte dann ein weiterer Aufschwung der ansässigen Wirtschaft.

Die alte Tradition der Schwarz- und Weißblechproduktion sowie die Herstellung von Eisenwaren ist bis heute in Bernsbach erhalten geblieben.

1987 wurde das 750-jährige Bestehen begangen, das auf eine Erwähnung im Jahr 1237 zurückgeführt wurde.

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 5.049
  • 1983 − 4.968
  • 1984 − 4.922
  • 1985 − 4.827
  • 1986 − 4.703
  • 1987 − 4.619
  • 1988 − 4.530

1989 bis 1995

  • 1989 − 4.360
  • 1990 − 4.220
  • 1991 − 4.119
  • 1992 − 4.057
  • 1993 − 4.025
  • 1994 − 4.233
  • 1995 − 4.568

1996 bis 2002

  • 1996 − 4.778
  • 1997 − 4.847
  • 1998 − 4.847
  • 1999 − 4.747
  • 2000 − 4.714
  • 2001 − 4.740
  • 2002 − 4.761

2003 bis 2007

  • 2003 − 4.719
  • 2004 − 4.714
  • 2005 − 4.632
  • 2006 − 4.562
  • 2007 − 4.544
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Partnerstadt

Vereine

  • SV Saxonia Bernsbach
  • TV 1864 Bernsbach (Turnverein)
  • Bernsbacher Musikanten e.V. (Blasmusikverein)

Persönlichkeiten

"Balkon des Erzgebirges": Blick von Bernsbach auf Schwarzenberg, Lauter und Aue (von links)
"Balkon des Erzgebirges": Blick von Bernsbach auf Schwarzenberg, Lauter und Aue (von links)

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung

Weblinks

en:Bernsbach

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