Meinestadt.de - Bernkastel-Kues - 21.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bernkastel-Wittlich | |
| Verbandsgemeinde: | Bernkastel-Kues | |
| Höhe: | 110 m ü. NN | |
| Fläche: | 23,66 km² | |
| Einwohner: | 6718 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 284 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54470 | |
| Vorwahl: | 06531 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WIL | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 31 008 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Gestade 18 54470 Bernkastel-Kues |
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| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Wolfgang Port (CDU) | |
Bernkastel-Kues [-kuːs] ist ein bekanntes weinkulturelles Zentrum an der Mittelmosel im Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist staatlich anerkannter Erholungsort, Sitz der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und Geburtsort eines der bekanntesten deutschen Universalgelehrten, des mittelalterlichen Kirchenmanns und Philosophen Nikolaus von Kues (Cusanus).
Inhaltsverzeichnis |
Bernkastel-Kues liegt im Moseltal, ca. 50 Kilometer von Trier entfernt. Die höchste Erhebung ist der Olymp (415 m über NN.), der niedrigste Punkt (107 m über NN.) liegt am Moselufer. Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 23.657.101 m², davon werden 7.815.899 m² landwirtschaftlich genutzt. Damit ist Bernkastel-Kues flächenmäßig eine der größten Städte der Mittelmosel. Unmittelbar benachbarte Ortsgemeinden sind (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend) Graach, Longkamp, Monzelfeld, Veldenz, Mülheim, Lieser, Maring-Noviand, Platten und Zeltingen-Rachtig.
Die Stadt befindet sich in der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima. Durch die Eifelbarriere liegt Bernkastel-Kues im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die einen Föhneffekt bewirken können. Der Jahresniederschlag beträgt 706mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 41% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im August. Im August fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 22% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Bernkastel-Kues gliedert sich in die vier Stadtteile Andel, Bernkastel, Kues und Wehlen. Die Stadtteile Bernkastel und Andel liegen am rechten, die Stadtteile Wehlen und Kues am linken Moselufer. Insgesamt leben in allen vier Stadtteilen 7794 Menschen (3696 Männer, 4098 Frauen), darunter 268 Ausländer (Quote: 3,44 Prozent).
| Stadtteil Stand: 01/2006 |
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| Andel | 788 | 378 | 410 | |
| Bernkastel | 1087 | 539 | 548 | |
| Kues | 4603 | 2121 | 2482 | |
| Wehlen | 1262 | 658 | 604 |
Das Wappen zeigt einen gevierten Schild, in dessen Feldern 1 und 4 in Schwarz je einen aufgerichteten silbernen Schlüssel, mit linkshingewendetem Bart, in 2 einen zugewendeten schwarzen Bären und in 3 in Gold einen roten, aufrechtstehenden Krebs.
Die Beschreibung des bis 1951 gültigen Stadtwappens lautete: Geviertet mit silbernem Herzschild, darin ein rotes Kreuz, 1 und 4 in Rot ein aufgerichteter silberner Schlüssel mit linkshin gewendetem Bart, 2 und 3 in Silber je ein zugewendeter schwarzer Bär.[1]
Die beiden Schlüssel versinnbildlichen die Himmelsschlüssel des Petrus, dem das Trierer Bistum geweiht ist. Der Bär symbolisiert das Wappentier der Stadt Bernkastel und der Krebs steht für den Kardinal Nikolaus von Kues, eigentlicher Name Cryfftz (=Krebs). In Deutschland gibt es nur zwei weitere Städte mit einem Krebswappen, Bad Wurzach im Allgäu und Cottbus.
Sehenswert ist in Bernkastel der mittelalterliche Marktplatz mit seinen Giebelfachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert, unter denen das aus dem Jahre 1416 stammende schmale Spitzhäuschen besonders hervorsticht. Um den St. Michaelsbrunnen von 1606 gruppieren sich eine Reihe gut erhaltener Bauten und auch das Renaissance-Rathaus von 1608. Über dem Stadtteil Bernkastel liegt die Burgruine Landshut, eine ehemalige Sommerresidenz der Trierer Erzbischöfe, die 1692 durch ein Feuer zerstört wurde. Heute dient als beliebter Aussichtspunkt über das Moseltal. Sehenswert ist außerdem das einzige noch verbliebene Stadttor Graacher Tor.
Die Stadt verfügt außerdem über mehrere Plätze, etwa den mittelalterlichen Marktplatz, den Platz am Bärenbrunnen, und den im Juli 2005 eröffneten Karlsbader Platz (benannt nach der Partnerstadt). Das St. Nikolaus-Hospital (Cusanusstift), die spätgotische Stiftsanlage des Nikolaus von Kues, ist eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit. Herausragenden wissenschaftlichen Rang hat die Bibliothek der Institution. Nahe dem Ortsteil Wehlen liegt das ehemalige Kloster Machern, in dessen Räumen sich heute ein Weingut, eine Hausbrauerei und ein Restaurant befinden.
Historisch bedeutendster Wirtschaftszweig ist der Weinbau. Innerhalb des Bereichs Bernkastel werden Rebstöcke auf 5.844 Hektar überwiegend im Steilhang bewirtschaftet.[2] Noch heute existieren in Bernkastel-Kues zahlreiche Güter. Riesling ist die übliche Rebsorte; außerdem werden in geringen Mengen unter anderem Burgunder, Rivaner, Kerner und Dornfelder produziert. Im Stadtgebiet treffen die Großlagen Münzlay (Ortsteil Wehlen), Badstube (Ortsteil Bernkastel) und Kurfürstlay (Ortsteile Bernkastel, Kues und Andel) mit folgenden Einzellagen aufeinander:
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Bernkastel-Kues liegt an den Bundesstraßen 50 und 53. Mit dem am 27. Juni 1997 eröffneten Burgbergtunnel (550 Meter) wurde der Stadtteil Bernkastel verkehrsberuhigt. Ferner befinden sich im Stadtgebiet zwei Brücken, darunter die einzige Hängebrücke über die Mosel. Beide wurden in den 1990er-Jahren saniert. Die Stadt zählt zum Verkehrsverbund Region Trier (VRT).
Durch Bernkastel-Kues führte bis zum 31. Dezember 1962 die Moseltalbahn, genannt "Saufbähnchen". Das Bahnhofsgebäude befindet sich am Gestade im Stadtteil Bernkastel (rechtes Flussufer). Des Weiteren befand sich im Stadtteil Kues (linkes Flussufer) ein Kopfbahnhof der Deutschen Bahn, von wo aus eine weitere Bahntrasse (die Maare-Mosel-Bahn) die Stadt mit Wittlich und der einstigen Kanonenbahn verbunden hatte. Beide Trassen sind stillgelegt und aus dem Gleisbett entfernt. Das im frühen 20. Jahrhundert unter Reichsbahnbaudirektor Franz Schenk errichtete Bahnhofsgebäude aus Schieferbruchstein (Moselbauweise) im Stadtteil Kues ist ebenfalls bis heute erhalten. Ein angrenzendes Gütergebäude wurde restauriert und wird multifunktional genutzt (Güterhalle). Im einstigen Gleisbereich befand sich nach Stilllegung des Schienenverkehrs zunächst ein großer unbefestigter Parkplatz. Heute liegt hier das "Forum Alter Bahnhof", ein städtisches Dienstleistungszentrum mit Tiefgarage. Die Bahntrasse wurde ab Bernkastel-Kues zunächst bis nach Lieser zum Moselradweg, später über Wittlich bis nach Daun in der Eifel zum Maare-Mosel-Radweg umgebaut.
Bernkastel-Kues ist Haltepunkt von Rhein-Mosel-Flusskreuzfahrten. Entlang des Moselgestades liegen außerdem zahlreiche Schiffsanleger. Dort starten mehrmals täglich Rundfahrten.
Bei den Wahlen zum Stadtrat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
| Christlich Demokratische Union (CDU) | 48,3 % | + 4,4 % | 11 Sitze |
| Sozialdemokratische Partei (SPD) | 14,3 % | - 5,2 % | 3 Sitze |
| Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) | 12,1 % | + 1,2 % | 3 Sitze |
| Freie Demokratische Partei (FDP) | 11,8 % | + 1,6 % | 3 Sitze |
| Unabhängige Bürger-Union (UBU) | 11,2 % | + 1,6 % | 2 Sitze |
Ehrenamtlicher Bürgermeister ist Wolfgang Port (CDU). Er wurde mit 77,6 Prozent der Stimmen bei 22,4 Prozent Nein-Stimmen ohne Gegenkandidaten gewählt.
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