Meinestadt.de - Berlstedt - 21.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Weimarer Land | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Berlstedt | |
| Höhe: | 228 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,94 km² | |
| Einwohner: | 1878 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 99 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99439 | |
| Vorwahl: | 036452 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AP | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 71 007 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstr. 23 99439 Berlstedt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Sylvia Engel | |
| Lage der Gemeinde Berlstedt im Landkreis Weimarer Land | ||
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Berlstedt ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt.
Inhaltsverzeichnis |
Im Ingelheimer Protokoll vom 18. Mai 876 wurde ein Ort Namens Berolfestetin erwähnt. Burg und Dorf gehörten dem Kloster Fulda und wurden als Lehen einem „Berlof“ gegeben. In Folge des Thüringer Grafenkrieges wurde die Burg zerstört. Im Jahr 1391 vergab Landgraf Balthasar von Thüringen der Stadt Erfurt Berlstedt als Lehen. Durch die Lage an der Via Regia entwickelte sich die Gemeinde zunächst positiv. Unter anderem wurde eine Posthalterei eingerichtet. Allerdings wurde der Ort in Kriegszeiten durch seine Lage an einer Heerstraße oft von Plünderungen heimgesucht. 1514 wurde der Ort von den Herren zu Weimar überfallen. Im Dreißigjährigem Krieg zogen mehrfach Söldnerheere durch den Ort. Nach der Schlacht von Jena und Auerstedt im Jahr 1806 wurde der Ort durch französische Soldaten geplündert. Im Jahr 1538 wurde im Ort eine Schule eröffnet.
1815 gelangt Berlstedt in den Herrschaftsbereich des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Im Mai 1829 wurde fast der gesamte Ort durch einen Großbrand vernichtet. Im Jahr 1874 wurde ein neues Schulgebäude eingeweiht, welches heute noch als Schulhort genutzt wird. Neben der Landwirtschaft wurde in der Umgebung von Berlstedt Torf abgebaut. Im Jahre 1894 eröffnete eine Molkerei im Ort.
1938 wurde am Ortsrand ein Außenlager des KZ Buchenwald errichtet. In der angeschlossenen Ziegelei und in der Kläranlage, die zu den SS-eigenen Deutschen Erd- und Steinwerken („DEST“) gehörten, mussten die dort lebenden 250 Häftlinge Zwangsarbeit verrichten. Dabei kam eine unbekannte Anzahl von ihnen ums Leben.
Im Jahr 1951 wurde eine neue Schule mit 17 Klassenräumen eingeweiht. Das Schulgebäude dient bis heute den umliegenden Gemeinden als Zentralschule. 1968 entstand der erste Gemeindeverband der DDR mit Berlstedt als Hauptgemeinde, der die Grundlage der heutigen Verwaltungsgemeinschaft bildet. 1971 wurde im Dorf die größte Milchviehanlage der DDR eröffnet. 2.000 Kühe waren gemeinsam in einem Stall untergebracht. Die Landwirtschaft erreichte in den Folgejahren fast industriemäßige Ausmaße. Der Viehbestand umfasste unter anderem 5.000 Rinder, dazu wurde eine Nutzfläche von 36.000 Hektar bewirtschaftet.
Am 1. Dezember 2007 wurde Hottelstedt eingemeindet.
Folgende Objekte wurden in die Denkmalliste des Kreises Weimarer Land aufgenommen:
Die Kirche wurde im Jahr 1696 geweiht.
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