Montag, 21.05.2012



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Beilstein (Mosel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Beilstein
Beilstein (Mosel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Beilstein hervorgehoben
50.1104388888897.239369444444490Koordinaten: 50° 7′ N, 7° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Cochem-Land
Höhe: 90 m ü. NN
Fläche: 1,68 km²
Einwohner: 147 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56814
Vorwahl: 02673
Kfz-Kennzeichen: COC
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 007
Adresse der Verbandsverwaltung: Ravenéstraße 61 </br> 56812 Cochem
Ortsbürgermeister: Siegfried Arnoldi
Ortsansicht von dem gegenüberliegenden linken Moselufer

Beilstein ist eine Ortsgemeinde an der Mosel im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz (Deutschland).


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Fränkische Gräberfunde zeigen Beilsteins Besiedlung um 800 n. Chr. auf, seit 1068 ist der Ort Lehnsbesitz der Herren von Braunshorn. Unter Johann von Braunshorn (1299 - 1346) erhält Beilstein Stadtprivilegien und wird befestigt. 1309 wird eine jüdische Gemeinde gegründet, deren jüdischer Friedhof oberhalb der Burg noch heute besteht und 1310 wurde die ehemalige Pfarrkirche gestiftet. Nach dem Aussterben des Geschlechtes von Braunshorn geht das Lehen 1360 an die von Winneburg über. Nachdem Kurtrier 1488 Beilstein in Besitz genommen hat, belehnt es 1652 die Reichsgrafen von Metternich mit Herrschaft und Ort. 1689 erfolgte die Zerstörung der Burg Metternich ("Die stolze Gemäuer") durch französische Truppen. Ein Karmeliterkloster wurde 1636 gegründet (1803 aufgehoben), 1691 erfolgt die Grundsteinlegung der Karmeliter-Klosterkirche, die 1783 vollendet wird. Im 17. und 18. Jahrhundert entstand das Ortsbild, welches bis heute weitgehend erhalten geblieben ist. Die Herrschaft der Reichsgrafen von Metternich erlischt im Jahr 1784 mit der Besetzung durch die französische Revolutionsarmee. 1814 wird der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 ist er Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Sehenswürdigkeiten

Die kleine Siedlung hat eines der am besten erhaltenen historischen Ortsbilder an der Mosel und wird daher auch als Miniatur-Rothenburg oder 'Dornröschen der Mosel' bezeichnet. Überragt wird das Dorf, das trotz geringer Größe städtebaulichen Charakter hat, von der Ruine der Burg Metternich, die einst dem gleichnamigen Fürstengeschlecht gehörte.

Der Ort ist eine Pilgerstätte, da dort die "Wunderbare Schwarze Madonna" in der barocken Klosterkirche St. Joseph aufgestellt ist. Es handelt sich um eine Statue spanischen Ursprungs aus 12./13. Jahrhundert, welche von den Spaniern am Ende ihrer kurzen Herrschaft über Beilstein nach dem Dreißigjährigen Krieg zurückgelassen wurde, kurz nach Frankreich entführt und 1950 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wieder zurück geführt wurde.

Sonstiges

Literatur

Galerie

Weblinks

Commons Commons: Beilstein (Mosel) – Bilder, Videos und Audiodateien
en:Beilstein, Rhineland-Palatinate

eo:Beilstein (Mozelo) nl:Beilstein (Rijnland-Palts) ro:Beilstein (Mosel) ru:Байльштайн (Мозель) vo:Beilstein (Rheinland-Pfalz)