Montag, 21.05.2012



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Beetzendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Beetzendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Beetzendorf hervorgehoben
52.711.091735Koordinaten: 52° 42′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Beetzendorf-Diesdorf
Höhe: 35 m ü. NN
Fläche: 97,97 km²
Einwohner: 3517 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 38489, 38486
Vorwahlen: 039000, 039007
Kfz-Kennzeichen: SAW
Gemeindeschlüssel: 15 0 81 045
Adresse der Gemeindeverwaltung: Marschweg 3
38489 Beetzendorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Heinrich Schmauch (CDU)
Lage der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel

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Beetzendorf ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Ort ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf und liegt in der Jeetzeniederung rund 10 Kilometer nord-nordöstlich von Klötze und 18 Kilometer südlich der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark.

Gemeindegliederung

Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:

Als Wohnplätze der Gemeinde sind ausgewiesen:

  • Fuchshütte

Geschichte

Beetzendorf entstand mit hoher Wahrscheinlichkeit im Schutz einer im Sumpf gelegenen Burg, der Burg Beetzendorf (Becendorf). Die erste Erwähnung erfolgt nach einer Urkunde um 1204, wonach die Burganlage von der Familie von Kröcher pfandweise in die Hände der Familie von der Schulenburg gelangte. Seit 1340 ist die Burg im Besitz des Geschlechts derer von der Schulenburg, nachdem sie ihren Stammsitz, die Schulenburg bei Stappenbeck nahe Salzwedel verlassen hatten. Beetzendorf wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Familienhauptsitz des Geschlechts. Die Besitzungen hier und in Apenburg waren ihre Stammgüter, die den Kern ihrer Grundherrschaft bis ins 19. Jahrhundert sicherten.

Bis um 1600 erhielt die Burg Beetzendorf einen festungsartigen Ausbau mit Wassergräben. Die Burganlage wertete das Geschlecht auf, das von da an als schlossgesessen, zur oberen Stufe des altmärkischen Adels gehörte. Im 17. Jahrhundert siedelten sich die Mitglieder der adligen Familie im Dorf Beetzendorf und der Umgebung an, sodass die Befestigungsanlagen nutzlos wurden. Im Dreißigjährigen Krieg war die Burg nicht mehr verteidigungsfähig. Die letzte Kanone wurde 1642 verkauft; 1780 wurden weitere Teile der Burganlage abgerissen. Heute sind von der Burg nur noch Ruinen übrig, die im Hochwald des Beetzendorfer Parkes liegen. Es handelt sich um das nördliche Burgtor, das im 19. Jahrhundert rekonstruiert und an das im 20. Jahrhundert eine Freilichtbühne angebaut wurde. Unweit davon befindet sich der etwa 20 Meter hohe Bergfried aus rotem Backstein.

Am 1. Januar 2009 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Bandau, Jeeben, Hohentramm, Mellin und Tangeln nach Beetzendorf eingemeindet. Das Gemeindegebiet vergrößerte sich dadurch von 25,46 km² auf 97,17 km².

Verkehr

Die B 248 führt rund drei Kilometer westlich an Beetzendorf vorbei. Bis 2002 wurden Beetzendorf und Bandau im Personennahverkehr der Bahnstrecke Salzwedel–Oebisfelde bedient. Seither wird der Verkehr mit Bussen durchgeführt. Weitere Bahnstrecken der Altmärkischen Kleinbahn führten von Beetzendorf nach Diesdorf und Kalbe (Milde).

Politik

Wappen

Das Wappen wurde am 1. März 1938 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „In Silber über blauen Wellen eine dreitürmige rote Burg mit silbernen Dächern. Im offenen Tore drei (2:1) rote Adlerbeine.“

Die Burg Beetzendorf an der Jeetze (daher die Wellen) ist seit dem 14.Jh. im Besitz der von der Schulenburg, deren Wappen die drei Adlerbeine entnommen sind. Der Ort führt das Bild des Wappens nachweisbar seit über 50 Jahren im bisherigen Siegel.

Das Wappen wurde von einem unbekannten Grafiker mit den Initialen H.R. gestaltet.

Ortsteile

Audorf

Der Ortsteil Audorf liegt rund einen Kilometer nördlich von Beetzendorf. Die romanische Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den ältesten in der Altmark.

Käcklitz

Dorfkirche im Ortsteil Käcklitz

Käcklitz ist ein Ortsteil der Gemeinde mit 60 Einwohnern. Der Ort liegt rund drei Kilometer nördlich von Beetzendorf und 15 Kilometer südlich der Kreisstadt Salzwedel. Nachbardörfer sind Audorf und Gischau, die ebenfalls zur Gemeinde Beetzendorf zählen, sowie Stapen. Käcklitz wurde als slawisches Rundlingsdorf angelegt und erstmals 1348 als Kackelitz urkundlich erwähnt.

Wohlgemuth

Der Ortsteil Wohlgemuth wurde als Neubauerndorf gegründet.

Groß Gischau und Klein Gischau

Die Dörfer Groß Gischau und Klein Gischau schlossen sich 2004 der Gemeinde Beetzendorf an. Diese bildeten bis dahin zusammen die Gemeinde Gischau.

Persönlichkeiten

Weblinks

en:Beetzendorf

eo:Beetzendorf it:Beetzendorf nl:Beetzendorf ro:Beetzendorf ru:Бетцендорф (Саксония-Анхальт) vo:Beetzendorf