Meinestadt.de - Bad Salzuflen - 16.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||||
| Kreis: | Lippe | ||||
| Höhe: | 72 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 100,06 km² | ||||
| Einwohner: | 54.300 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 543 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 32105, 32107, 32108 | ||||
| Vorwahl: | 05222 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | LIP | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 66 008
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| Stadtgliederung: | 11 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rudolph-Brandes-Allee 19 32105 Bad Salzuflen |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Dr. Wolfgang Honsdorf (SPD) | ||||
| Lage der Stadt Bad Salzuflen im Kreis Lippe | |||||
Bad Salzuflen ist eine Stadt und Thermal-Heilbad im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Bad Salzuflen liegt am östlichen Rand der Ravensberger Mulde, am Zusammenfluss von Salze und Bega mit der Werre. Bad Salzuflen ist im Vergleich zu anderen nordlippischen Gemeinden dicht besiedelt. Im Umland des Stadtzentrums sind die dörflich geprägten Ortsteile von ackergeprägten Kulturlandschaften umgeben. Nordöstlich von Werre und Bega durchzieht ein großteils bewaldeter Hügelstrang des Lipper Berglands mit Erhebungen bis zu 250 Metern das Stadtgebiet. Tiefster Punkt liegt bei der Werre an der Grenze zu Herford auf etwa 70 Metern. Seit 2008 gehört das Stadtgebiet zum Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge.
Das Stadtgebiet ist durchzogen von den Flussauen der Werre, Bega und Salze. Es herrschen Podsol- und Pseudogley-Braunerden als Bodentypen vor. Die Podsolböden befinden sich überwiegend auf Unterlagen aus dem Tertiär, die von Bruchfalten aus dem Mesozoikum durchzogen sind.
Charakteristisch für Bad Salzuflen sind die an diesen Falten austretenden salzhaltigen Quellen, denen die Region den Namen „Heilgarten Deutschlands“ verdankt.
| Name | erbohrt | Tiefe [m] | Temperatur [° C] | Verwendung |
|---|---|---|---|---|
| Paulinenquelle | 1802 | 63 | 12,2 | Inhalation Gradierung |
| Loosebrunnen | 1889/91 | 400 | 14,25 | Trinkkur |
| Leopold- Thermalsprudel |
1904/6 | 534 | 21,7 | Bäder |
| Neubrunnen | 1913 | 54 | 12,2 | Bäder |
| Gustav-Horstmann- Thermalsprudel |
1919/27 | 1018 | 38,0 | Bäder |
| Inselbrunnen | 1936 | 52,4 | 12,6 | Trinkkur |
| Sophienbrunnen | 1953 | 12,5 | 11,7 | Trinkkur |
| Thermalsprudel III | 1956/60 | 412,75 | 21,4 | Bäder |
| Sophienquellen (a und b) |
1962 | 49,6 9,0 |
13,05 13,55 |
Gradierung Bäder |
Bad Salzuflen eignet sich gut bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).
Die als „große Mittelstadt“ klassifizierte Stadt Bad Salzuflen erstreckt sich über eine Fläche von 100,06 km². Das Stadtgebiet weist eine in etwa ovale Form auf mit einer maximalen Ausdehnung in Ost-West Richtung von etwa 13 km und in Nord-Süd Richtung von 11 km.
| Fläche nach Nutzungsart[1] |
Landwirt- schafts- fläche |
Wald- fläche |
Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche |
Verkehrs- fläche |
Wasser- fläche |
Sport- und Grünfläche |
sonstige Nutzung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fläche in km² | 57,51 | 15,01 | 17,20 | 6,30 | 1,22 | 2,42 | 0,40 | 100,06 |
| Anteil an Gesamtfläche | 57,47 % | 15,00 % | 17,19 % | 6,30 % | 1,22 % | 2,42 % | 0,40 % | 100,00 % |
Bad Salzuflen grenzt im Osten an die Stadt Lemgo, im Süden an Lage und im Südwesten an Leopoldshöhe. Alle drei Gemeinden gehören zum Kreis Lippe.
Im Westen liegt die kreisfreie Stadt Bielefeld und im Nordwesten die Stadt Herford. Im Norden grenzt Bad Salzuflen an Vlotho im Kreis Herford. Zusammen mit Herford gehört Bad Salzuflen zur Agglomeration Bielefeld.
Die Stadt gliedert sich in die zwölf Ortsteile Bad Salzuflen, Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-Hölsen (mit Hölserheide), Holzhausen (mit Sylbach), Lockhausen, Papenhausen (mit Volkhausen), Retzen, Schötmar, Werl-Aspe (mit Knetterheide), Wülfer-Bexten und den flächenmäßig größten Ortsteil Wüsten (mit Frettholz, Glimke, Hellerhausen, Hollenstein, Pehlen, Pillenbruch, Voßhagen und der Waldemeine). Die bevölkerungsreichsten Ortsteile sind Bad Salzuflen mit etwa 19.700 Einwohnern, Schötmar mit etwa 8.900, Werl-Aspe mit etwa 7.500 und Wüsten mit etwa 4.000 Einwohnern (Stand: 31. Dez. 2006).[2] Zusammen machen diese vier Ortsteile gut 70 % der Bad Salzufler Bevölkerung aus. Die Ortsteile Bad Salzuflen, Schötmar, Werl-Aspe, Holzhausen und Ehrsen-Breden bilden eine durchgängige Siedlungsfläche.
Bad Salzuflen zeigt das für Mitteleuropa typische gemäßigte vollhumide Klima mit seinem Niederschlagsmaximum im Sommer. Die Jahresmitteltemperatur von 9,3° C entspricht der Breiten- und der Höhenlage, jedoch liegt die Jahressumme der Niederschläge mit 743 mm einerseits etwas höher als der norddeutsche (640 mm) bzw. der deutsche Durchschnittswert (690 mm), andererseits aber aufgrund der Lage im Regenschatten des Teutoburger Waldes etwas niedriger als der lippische Durchschnittswert (877 mm).
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Monatsmittelwerte Bad Salzuflen 1961-90
Quelle: DWD Klimadaten Deutschland[3]
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→ Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe
Mitte des 11. Jh. werden die Siedlung „Uflon“ und eine dort befindliche Salzstätte erstmals erwähnt.
Die Nutzung der salzhaltigen Paulinenquelle führte im Mittelalter zur Errichtung der ersten Saline. Diese Salzwerkstätten befanden sich an einem Ort, der noch heute „Salzhof“ genannt wird und dessen Brunnen im Wappen der Stadt dargestellt wird.
Dank des einträglichen Salzhandels und der Förderung durch den Grafen von Sternberg entwickelte sich die Siedlung bald zur Stadt und erhielt im 15. Jh. eine Ringmauer mit vier Toren – Schliepsteiner Tor nach Norden (Exter), Heßkamper Tor nach Nordosten (Wüsten), Ostertor noch Südosten (Schötmar), Herforder Tor nach Westen (Herford) – und drei Wehrtürmen, u. a. der Katzenturm, der noch heute erhalten ist. Bis zum 30-jährigen Krieg florierte der Handel mit dem weißen Gold und brachte großen Reichtum in die Stadt. Prachtvolle Bürgerhäuser und das alte 1545/47 erbaute Rathaus sind Zeugen dieser Blütezeit. Das älteste noch heute erhaltene Gebäude der Stadt ist ein dreigeschossiger Traufenbau von 1520.
Bekannt geworden ist Bad Salzuflen durch den Kurbetrieb. Mit seinen drei Trink-, drei Thermal- und drei Solequellen hatte es den Status eines lippischen Staatsbades. Obwohl die Gründung des fürstlichen Solebads annähernd 100 Jahre zuvor erfolgt war, erhielt Salzuflen den Namenszusatz „Bad“ erst am 14. April 1914.
Bad Salzuflen war aufgrund seiner Salzproduktion, seiner topographischen Lage und durch seine florierende Handelsentwicklung eine der wenigen Städte des Mittelalters, die nicht an Geldnot litten. Davon zeugen noch jetzt viele schöne Häuser mit ihrem für die damalige Zeit typischen Baustil. Die hohe Heilkraft des Wassers führte dazu, dass neue Badehäuser entstanden und weitere Quellen erbohrt wurden, so zum Beispiel der Leopoldsprudel, dessen Brunnentempel sich inmitten des heutigen Kurparks befindet. Die Entwicklung zum Kurort führte zu bedeutenden Veränderungen im Stadtbild. Die Saline auf dem Salzhof stellte die Produktion des Salzes ein und bildet heute den „Stadtplatz“, auf dem Wochenmarkt und Stadtfeste stattfinden. Die Gradierwerke entwickelten sich zu einem Ort, an den sich Menschen mit Atemwegserkrankungen zurückzogen. Im Laufe der Zeit verschwanden die alteingesessenen Industriesparten und wurden durch den Handel und das Kurwesen ersetzt, von dem auch die zahlreichen Pensionen der Stadt profitierten.
Der wirtschaftliche Aufschwung im 19. Jahrhundert fand auch eng mit der 1850 gegründeten[4]Hoffmann’s Stärkefabriken statt, die später zum größten europäischen Stärkeproduzenten aufstieg.
Die strategisch eher unbedeutende Lage bewahrte Bad Salzuflen während des Zweiten Weltkrieges weitgehend vor Bombenangriffen der Alliierten, so dass die Stadt den Krieg relativ unbeschadet überstand und nach Kriegsende zum Sitz vieler Militärmissionen wurde.
In Bad Salzuflen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Religionsgemeinschaften. Da Bad Salzuflen im heute protestantisch geprägten Kreis Lippe liegt, überwiegt die Anzahl evangelischer Christen. Die evangelisch-reformierten Gemeinden gehören zur Klasse Bad Salzuflen der reformierten Lippischen Landeskirche, die evangelisch-lutherischen Gemeinden zur einzigen lutherischen Klasse in Lippe.
Die römisch-katholischen Gemeinden gehören zum Erzbistum Paderborn.
Es gibt in Bad Salzuflen keine jüdische Gemeinde mehr. Die nächstgelegene Synagoge steht in Herford, sie gehört zur Jüdischen Gemeinde Herford - Detmold.
Ein Hinweis für die Verteilung der Religionen kann die konfessionelle Zugehörigkeit der Schüler an allgemein bildenden Schulen sein. Demnach sind rund 60 % der Schüler evangelisch, 10 % katholisch, 10 % islamisch. 9 % geben an, einer sonstigen Konfession anzugehören, 11 % rechnen sich keiner Konfession zu.[5]
Seit der Gliederung des Freistaats Lippe in Kreise im Jahr 1932 gehörte Bad Salzuflen zum Kreis Lemgo.
Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden die beiden Städte Bad Salzuflen und Schötmar sowie die zehn Gemeinden Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-Hölsen, Holzhausen, Lockhausen, Papenhausen, Retzen, Werl-Aspe, Wülfer-Bexten und Wüsten zum 1. Januar 1969 im Zuge der Umsetzung des „Gesetzes zur Neugliederung des Landkreises Lemgo“ zur neuen Stadt Bad Salzuflen zusammengeschlossen. Außerdem wurden kleine Teile der Gemeinden Krentrup, Nienhagen und Welstorf eingemeindet.
Im Zuge der Umsetzung des Bielefeld-Gesetzes wurden die Kreise Lemgo und Detmold zum 1. Januar 1973 zum neuen Kreis Lippe zusammengelegt, zu dem Bad Salzuflen seitdem gehört.
Einwohnerentwicklung bis Ende 1968, nur Salzuflen, * = Ergebnisse der Volkszählungen:
| Jahr | 1636 (nach Pestepidemie) | 1885* (1. Dezember) | 1892* (7. Dezember) | 1912 | 1960 (21. Juli) | 1968 (31. Dezember) |
| Einwohner | von 2.000 auf 865 | 3.992 | 4.300 | 7.400 | 17.273 | 16.690 |
Mit der Gründung der neuen Stadt Bad Salzuflen am 1. Januar 1969 (Bad Salzuflen und Schötmar mit den zehn Ortsteilen) zählte man 47.901 Einwohner, das entsprach einer Bevölkerungsdichte von 479 Einwohnern je Quadratkilometer (aktuell 543 Einwohner/km²)[6].
Einwohner in den Ortsteilen der Stadt Bad Salzuflen am 1. Januar 1969:
| Ortsteil | Einwohner | Fläche (km²) | Einwohner/km² |
| Bad Salzuflen | 16.690 | 13,76 | 1.213 |
| Schötmar | 9.132 | 4,89 | 1.867 |
| Biemsen-Ahmsen | 1.493 | 5,90 | 253 |
| Ehrsen-Breden | 2.498 | 7,00 | 357 |
| Grastrup-Hölsen | 1.019 | 7,90 | 129 |
| Holzhausen | 2.865 | 8,36 | 343 |
| Lockhausen | 2.706 | 9,32 | 290 |
| Papenhausen | 115 | 3,12 | 37 |
| Retzen | 1.436 | 7,14 | 201 |
| Werl-Aspe | 5.083 | 6,31 | 806 |
| Wülfer-Bexten | 1.683 | 7,74 | 217 |
| Wüsten | 3.181 | 18,62 | 171 |
| gesamt | 47.901 | 100,06 | 479 |
Entwicklung der Einwohnerzahl ab 1. Januar 1969; alle Angaben für die Stadt Bad Salzuflen in den Grenzen seit 1969; Stand jeweils 31. Dezember des Vorjahres[7]:
| Jahr | 1969 | 2000 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |
| Einwohner | 47.901 | 55.028 | 55.145 | 44.020 | 54.772 | 54.673 | 54.413 | 54.273 |
Der Stadtrat hat derzeit 32 Sitze. Stimmberechtigter Vorsitzender des Stadtrates ist Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf (SPD). Der für die Linke in den Stadtrat eingezogene Ratsherr hat sich von der Partei distanziert. Damit sind zwischenzeitlich neben den fünf Fraktionen zwei fraktionslose Mitglieder im Bad Salzufler Stadtrat vertreten.
Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse zwischen 1975 und 2004:
| [8][9][10][11] | 2004 | 1999 | 1994 | 1989 | 1984 | 1979 | 1975 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % |
| CDU | 18 | 37,69 | 25 | 52,87 | 23 | 46,83 | n/v | 37,34 | n/v | 39,77 | n/v | 46,23 | n/v | 46,31 |
| SPD | 18 | 36,58 | 16 | 32,48 | 20 | 40,42 | n/v | 46,38 | n/v | 43,83 | n/v | 45,86 | n/v | 44,40 |
| Grüne | 4 | 7,35 | 2 | 4,75 | 4 | 7,91 | n/v | 7,40 | n/v | 9,44 | - | - | - | - |
| FDP | 4 | 6,99 | 3 | 5,07 | 0 | 4,84 | n/v | 8,88 | n/v | 6,87 | n/v | 7,92 | n/v | 9,29 |
| FWG 1 | 2 | 5,18 | 2 | 4,83 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Die Linke | 0 | 2,38 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Fraktionslos | 2 | 3,83 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige | - | - | - | - | - | - | - | - | n/v | 0,10 | - | - | - | - |
| Gesamt 2 | 48 | 100 | 48 | 100 | 47 | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 |
| Wahlbeteiligung | 57,62 | 55,62 | 82,72 | 67,76 | 70,24 | 75,38 | 88,24 | |||||||
1Freie Wählergemeinschaft</br> 2ohne Berücksichtigung von Rundungsfehlern
Dr. Wolfgang Honsdorf (SPD) ist seit 2004 der hauptamtliche Bürgermeister der Stadt. Seine Vorgänger waren Gerhard Kleemann (CDU, 1999-2004) und Heinz-Wilhelm Quentmeier (SPD, 1982-1999).
Das Bad Salzufler Stadtwappen zeigt in Blau einen sechseckigen roten Brunnenschacht mit zwei silbernen (weißen) Galgenbäumen, an denen vorn ein steigender, hinten ein sinkender goldener (gelber) Eimer hängt, darüber ein goldener (gelber) achtstrahliger Stern. Der Stern weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Grafschaft Sternberg hin.
Siehe auch: Liste der Wappen in Bad Salzuflen
Die Stadt unterhält zwei Arbeitskreise, die gelegentlich Reisen in die beiden Partnerstädte in Frankreich und England organisieren.
Das Kur- und Stadttheater mit 498 Plätzen ist ein Theater ohne ein eigenes Ensemble. Es wird regelmäßig vom Landestheater Detmold und wechselnden Ensembles bespielt.
Das Stadt- und Bädermuseum im 1618 erbauten Haus des jüdischen Kaufmanns Obermeier bietet eine reichhaltige Sammlung zur Salzufler Stadt- und Bädergeschichte. Das Museum bietet anhand von Modellen und Originalen einen sehr guten Einblick in die Geschichte der Saline Salzuflen. Neben der Dauerausstellung werden Sonderausstellungen, oft in Zusammenarbeit mit anderen Salz- oder Bädermuseen, präsentiert.
Die Ausstellung zur Deutschen Bädergeschichte ist einmalig in Deutschland. Es werden die schönsten Souvenirs aller deutschen Kurorte präsentiert. Sehenswert ist die Sammlung von über 300 farbenprächtigen Bade- und Brunnengläsern des 19. Jahrhunderts.
Im Haus befindet sich ein Museumscafé.
Die Innenstadt weist noch immer eine größere Anzahl zumeist giebelständiger Fachwerk-Dielenhäuser des 16. und 17. Jahrhunderts auf, die nicht selten reich beschnitzt sind. Im Bereich des Marktes entstanden auch mehrere Massivbauten.
114111-BS-Mühlenstraße-Salzsieder.JPG
Haus Salzsieder |
114111-BS-Lange Strasse-Hinter der Wieke.JPG
Fachwerkhäuser |
114111-BS-Lange Strasse Fussgängerzone.JPG
Fachwerkhäuser |
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Stadt- und Bädermuseum |
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Haus Backs |
Mahnmal Synagoge Mauerstraße.JPG
Mahnmal |
Mahnmal Jüdischer Friedhof Werler Straße.JPG
Mahnmal |
Ehrenmal Obernberg BS.jpg
Kriegerehrenmal |
Denkmal Salzsieder BS.jpg
Denkmal |
Lebensbaum BS.jpg
Salzufler |
Denkmal Galgenstreit.JPG
Denkmal Galgenstreit |
Am Kurgastzentrum ist der Eingang zum Kurpark mit dem anschließenden Landschaftspark. 120 Hektar stehen für ausgedehnte Spaziergänge zur Verfügung und zählen zu einer der größten Parklandschaften in Deutschland.
Der Kurpark von 1907 erstreckt sich entlang der Salze mit weiten Wiesen, einem Blütenparadies in unvergesslich schönen Farben und altem Baumbestand. Beim großen Kurparksee mit Fontäne und Bootsvermietung geht der Park unmerklich in den Landschaftsgarten über und mündet in den Stadtwald mit herrlichen Rad- und Wanderwegen bis hinauf zum Salzufler Bismarckturm auf dem Vierenberg, der Loose und dem Herforder Bismarckturm.
Mitten im Kurpark liegt das Wahrzeichen Bad Salzuflens: Der Brunnentempel über dem Leopold-Thermalsprudel. Mit der Erschließung dieser Therme (1906, in 534 m Tiefe) wurde Salzuflen zum Thermalbad.
Überregional erfolgreiche Vereine sind die SG Knetterheide/Schötmar, die in der Handball Regionalliga der Frauen spielt und im Tischtennis die Vereine TuS Bexterhagen und SC Bad Salzuflen, die beide auf Landesliganiveau antreten. Erwähnenswert ist der HC 93 Bad Salzuflen, der in der Vergangenheit in der 2. Handball-Bundesliga spielte, sich dann aber aufgelöst hat.
Neben den Kantoreien, Kirchen-, Jugend-, Gospel- und Posaunenchören in den Kirchengemeinden existiert eine große Anzahl weiterer Chöre (Männerchöre, Frauenchöre, gemischte Chöre). In den Schulen haben sich Schulchöre gebildet, die (meistens einmal im Jahr) mit einem größeren Konzert an die Öffentlichkeit treten. Im Schulzentrum Aspe gibt es einen Eltern-Lehrer-Chor (ELCH). Übergemeindlich ist der Gospelchor Get Up.
"musica 2000" ist eine Initiative, die sich die Förderung und Stärkung des Musiklebens sowie der musikalischen Kultur in der Stadt Bad Salzuflen zum Ziel gesetzt hat.
Jugendkulturelle Bedeutung bekam Bad Salzuflen Mitte der 1980er durch das Label Fast Weltweit, aus dem in Verbindung mit der Hamburger Schule Bands wie Blumfeld und Die Sterne hervorgegangen sind. Auch andere Musiker und Bands wie Bernd Begemann, Bernadette La Hengst und Silversurfer, stammen aus Bad Salzuflen.
Kulinarische Spezialitäten speziell für Bad Salzuflen gibt es nicht; mit Ausnahme der lippischen Gerichte Pickert und Himmel und Erde. Saisonal beliebt ist auch das Grünkohlessen. Dazu gehört als Abschluss ein Wacholderschnaps.
Neben der Eigenschaft als Kurort und den oben bereits erwähnten möglichen Aktivitäten bietet die Stadt auch noch weitere attraktive Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Auszüge aus dem Angebot:
Bad Salzuflen liegt an der Bundesstraße 239. Die A 2 berührt das Stadtgebiet und gewährleistet eine schnelle Erreichbarkeit aus Ost und West über die Auf- und Abfahrten (28) Ostwestfalen/Lippe und (29) Herford/Bad Salzuflen. Die heutige Lockhauser Straße verbindet den Ost- sowie den Westteil der Stadt. Die zwei bisher vorhandenen Straßen über Bega und Werre waren nicht in der Lage den Verkehr im Stadtgebiet aufzunehmen. Daher wurde anfang der 80er Jahre in der Stadt der Bau dieser vierspurigen Hochstraße nötig.
Südlich der Innenstadt führt die Ostwestfalenstraße von der A 2 nach Lemgo und Bielefeld.
Der Bad Salzufler Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Herford–Altenbeken (KBS 405). Er wird im Stundentakt von der RB 72 „Ostwestfalenbahn“ Herford–Lage–Detmold–Altenbeken–Paderborn bedient. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der Westfalenbahn, sowie der NordWestBahn die einzelne Züge der Linie RB73 fährt. Weitere Haltepunkte gibt es in den Ortsteilen Schötmar und Holzhausen (Haltepunkt Sylbach).
In der Stadt verkehrten zwischen 1909 und 1924 die Bahnen der Bad Salzufler und Schötmarschen Straßenbahn GmbH. Von 1903 bis 1963 fuhr die Herforder Kleinbahn von Wallenbrück über Bad Salzuflen bis zum Vlothoer Weserhafen.
Das Stadtgebiet wird seit 1984 von einem Stadtbussystem erschlossen. Die Busse der Linien 940 - 943 und 947 treffen sich werktags im 60-Minuten-Takt am Rendezvous-Punkt "Am Markt". Betreiber der Linien ist die Stadtverkehrsgesellschaft Bad Salzuflen mbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Bad Salzuflen.
Derzeit fahren folgende Stadtbuslinien (Stand: März 2008):
Mit Regionalbussen ab ZOB sind Bielefeld, Herford, Lemgo, Detmold und Oerlinghausen sowie werktags Vlotho erreichbar. Bad Salzuflen gehört dem Verkehrsverbund OstWestfalenLippe (Der Sechser) an.
Im Kurgebiet verkehrt auf einem Rundkurs die touristische Paulinchen-Bahn. Startpunkt ist der Haupteingang des Kurparks, am Gradierwerk.
Die Radfernwege Wellness-Radroute und BahnRadRoute Weser-Lippe durchqueren Bad Salzuflen. Außerdem gibt es lokale Radwege, u.a. den Soleradweg. Im Landschaftskurpark entlang der Salze wurde ein Radweg markiert, alle anderen Wege im Kurpark sind für Radfahrer gesperrt. Ein stark genutzter Rad- und Fußweg führt direkt an der Werre entlang nach Herford.
In der Innenstadt bis zu den Gradierwerken und Kureinrichtungen gibt es eine Fußgängerzone. Auf der ehemaligen Trasse der Herforder Kleinbahn verläuft heute ein Wanderweg (u. a. Rat-Hasse-Promenade).
Hoffmann’s Stärkefabriken war das älteste Industrieunternehmen in Bad Salzuflen. Die Fabrik wurde am 29. September 1850 von Heinrich Salomon Hoffmann an der heutigen Hoffmannstraße gegründet. Unter der Leitung von Eduard Hoffmann, seinem vierten Sohn, entwickelte sich die Stärkefabrik innerhalb weniger Jahre zu einem weltweit tätigen Konzern. Am 1. Juli 1869 schlossen sich Eduard Hoffmann, sein Bruder Lebrecht Fürchtegott und der Schwager Pokrantz aus Bremen zu einer Handelsgesellschaft zusammen, die E. Hoffman & Co hieß. Der Reis verdrängte ab dem 1. Oktober 1870 Kartoffeln, Mais und Weizen. Die Firma nannte sich „Reisstärkefabrik“. Im Jahr 1876 wurde die Katze als Schutzmarke eingetragen und 1887 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Die zum größten europäischen Stärkeproduzenten aufgestiegene Firma beschäftigte um die Jahrhundertwende ca. 1.200 Mitarbeiter und war damit nicht nur das leistungsstärkste Wirtschaftsunternehmen in Salzuflen, sondern darüber hinaus auch in Lippe. Die Ciba-Geigy AG aus Basel übernahm 1981 die Aktienmehrheit, 1985 erfolgte die Übernahme durch die englische Firma Reckitt & Colman PLC, die die Produktion am Salzufler Standort 1990 einstellte. Der Vertrieb der Hoffmann’s-Produkte erfolgt heute durch ein weltweit führendes Unternehmen in Reinigungsprodukten und Haushaltswaren, die Firma Reckitt Benckiser aus dem englischen Slough in der Nähe von London.
→ Hauptartikel: Hoffmann’s Stärkefabriken
Die Stadt bietet mit Ausnahme einer Gesamtschule alle Schulformen an und unterhält neun ortsnahe Grundschulen, drei Schulkindergärten und zwei gleichwertige Schulzentren Lohfeld und Aspe mit jeweils Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Es liegt ein Antrag des Stadtrates vor, zum Schuljahr 2010/11 im Schulzentrum Aspe eine Gesamtschule zu errichten. Die dortige Realschule bliebe den Plänen nach erhalten; die Hauptschule würde aufgelöst und das Gymnasium mit dem Gymnasium Lohfeld fusionieren. Die Bezirksregierung hat den Antrag auf Errichtung der Gesamtschule noch nicht genehmigt, nachdem ein Bürgerentscheid für den Erhalt des bestehenden Schulsystems im Frühjahr 2009 gescheitert ist. Darüber hinaus gibt es mit der Erich Kästner-Schule eine Schule für Lernbehinderte. Im Jahr 2007 wurden an den Schulen der Stadt mit 372 Lehrkräften insgesamt 5.614 Schüler unterrichtet, davon 36,5 % an den Grundschulen, 13,3 % an den Hauptschulen und 21 % an den Realschulen, 25,3 % an den Gymnasien, sowie 3,9 % an der Förderschule[1].
22 Kindergärten bieten insgesamt 1.550 Plätze zur vorschulischen Förderung der Kinder an. Darüber hinaus werden für die Tagesbetreuung von Schulkindern 50 Plätze in Kinderhorten angeboten. Die Stadt Eine Musikschule und eine Volkshochschule ergänzen das Bildungsangebot. Das MBK - Evangelisches Jugend- und Missionswerk e.V. hat seinen Sitz, und ein Tagungshaus in der Stadt (Stand 10/2006).
Wie in vielen anderen deutschen Städten wurden auch in Bad Salzuflen Adolf Hitler (28. April 1933); Otto Dietrich (14. Februar 1934); Heinrich Hoffmann (15. Januar 1936) und Joseph Goebbels (September 1936) das Ehrenbürgerrecht verliehen. Im Zuge der Beseitigung von Spuren des Nationalsozialismus hat der Gemeinderat von Salzuflen unter Aufsicht der Briten am 12. Juni 1945 ihnen die zuerkannten Ehrenbürgerrechte aberkannt.
Weitere Ehrenbürgerrechte wurden seitdem nicht mehr verliehen.
Folgende Persönlichkeiten sind in Bad Salzuflen geboren:
Folgende Persönlichkeiten stammen nicht aus Bad Salzuflen, haben aber hier gewirkt:
Augustdorf | Bad Salzuflen | Barntrup | Blomberg | Detmold | Dörentrup | Extertal | Horn-Bad Meinberg | Kalletal | Lage | Lemgo | Leopoldshöhe | Lügde | Oerlinghausen | Schieder-Schwalenberg | Schlangen
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