Meinestadt.de - Bad Freienwalde/Oder - 16.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Brandenburg | ||||
| Landkreis: | Märkisch-Oderland | ||||
| Höhe: | 10 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 131,73 km² | ||||
| Einwohner: | 13.315 (30. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 101 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 16259 16248 (OT Hohensaaten) |
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| Vorwahl: | 03344 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | MOL | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 64 044
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| Stadtgliederung: | 7 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Karl-Marx-Straße 1 16259 16248 (OT Hohensaaten) Bad Freienwalde (Oder) |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Ralf Lehmann (parteilos) | ||||
| Lage der Stadt Bad Freienwalde (Oder) im Landkreis Märkisch-Oderland | |||||
| Datei:Bad Freienwalde (Oder) in MOL.png | |||||
Bad Freienwalde (Oder) ist eine Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Bad Freienwalde liegt an der Alten Oder am Nordwestrand des Oderbruchs am Übergang zum Barnimplateau. Daher rührt auch der für Brandenburger Verhältnisse extrem große Höhenunterschied von fast 150 m innerhalb des heutigen Stadtgebiets.
Die Stadt hat sieben Ortsteile:
Die erste urkundliche Erwähnung von Freienwalde stammt aus dem Jahr 1316. Im Jahr 1685 beschrieb Bernhard Albinus die 1683 entdeckte Heilquelle (heute „Kurfürstenquelle“) und legte damit den Grundstein für Entwicklung des Ortes zur Kurstadt. Nachdem die Stadt bereits seit dem 23. Oktober 1925 die die offizielle Bezeichnung Bad im Namen trug, erhielt sie am 15. Dezember 2003 die endgültige Anerkennung als Moorheilbad. Weil von wohlhabenden Berliner Juden gern als Kurort besucht, wurde Bad Freienwalde von den Nationalsozialisten in diffamierender Absicht als „Judenbad“ bezeichnet. In der Pogromnacht 1938 war von ihnen die Synagoge in Brand gesteckt worden.
Von 1952 bis 1993 war Bad Freienwalde Kreisstadt des gleichnamigen Kreises, bis Oktober 1990 im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder) und danach im Land Brandenburg.
Früh eingemeindet wurden die westlich und östlich vor der Stadt gelegenen slawischen Fischerdörfer Kietz (später Altkietz) und Tornow (später Alttornow).
Am 26. Oktober 2003 wurden durch die Gemeindegebietsreform die Gemeinden Altglietzen, Bralitz, Hohenwutzen, Neuenhagen und Schiffmühle mit den bewohnten Gemeindeteilen Wendtshof, Neukietz, Zuckerfabrik und Herrenwiese eingemeindet.
Am 1. Januar 2009 erfolgte die Eingemeindung der zuvor selbstständigen, zum Landkreis Barnim gehörenden Gemeinde Hohensaaten.[1]
Die Stadtverordnetenversammlung von Bad Freienwalde besteht aus 22 Stadtverordneten und dem Bürgermeister, bei folgender Sitzverteilung:
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
Blasonierung: „In Silber eine bewurzelte Eiche mit acht Blättern und fünf Früchten, deren Stamm von zwei kleinen silbernen Schilden mit je einem sechsspeichigen Rad beseitet ist.“
Städtepartnerschaften existieren mit Bad Pyrmont in Niedersachsen und Międzyrzecz (deutsch Meseritz) in Polen.
Bad Freienwalde mit seinem historischem Stadtgrundriss sowie die das Erscheinungsbild durch die die Stadt prägende Bebauung, Straßen, Plätze und Grünanlagen verfügt über eine Reihe sehenswerter Bauten und Anlagen. Dazu gehören die Pfarrkirche St. Nikolai, das Schloss und der Schlosspark mit so genanntem Teehäuschen, Gärtnerhaus, Sandstein- und Marmorskulpturen und der Grabstätte von Hermann Graf von Pückler, Freiherr von Groditz sowie der Kurpark, unter anderem mit eisenhaltigen Quellen, Sonnenuhr, zwei Marmorplastiken und dem Papenteich mit Insel. Das ehemalige Freihaus von Uchtenhagen in der Uchtenhagenstraße 2 beherbergt das Oderlandmuseum. Am Ort des ehemaligen jüdischen Friedhofs in der Goethestraße erinnert ein Gedenkstein mit Davidstern an die von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Bürger der Stadt. Auf dem städtischen Friedhof finden sich die Grabstätten und -Steine für Ernst Seeger (1900–1970), Erich Hannemann (1900–1970), Willi Jankowski (1906–1975), Dr. Emilie Loose (1884–1956), Wilhelm Loose (1887–1967), Julius Dörr (1850–1930), Victor Blüthgen (1844–1920), Paul Hager (1859–1920), Wilhelm Hagen (1814–1890), Carl Hesse (1863–1920), Johannes Thilo (1862–1935), Rudolf Trapp (1872–1942).
Bemerkenswert sind das sowjetische Ehrenmal am Platz der Jugend, das Karl-Weise-Denkmal mit Portraitmedaillon in der Karl-Weise-Straße und die Hochwassermarke von 1947 (Findling vor dem Postamt).
Weitere als Denkmal ausgewiesene Gebäude sind:
Nicht mehr in der Stadt, aber zum Stadtgebiet gehörend, sind der Bismarckturm an der Bundesstraße 167 und der ehemalige Laugentunnel zwischen Alaunwerk und Teufelssee. Daneben sind die Wegesteine am Gustav-Schüler-Weg, v.-Diemar-Weg und Kühnemann-Weg sowie am Fürstensteig beachtenswert.
Die Liste der Denkmäler des Ortsteils und Museumsdorfes Altranft mit seinem historischen Dorfkern mit Angerbebauung, Gutshaus und ländlichem Park, Dorfkirche sowie Objekten des Freilichtmuseums befindet sich im entsprechenden Artikel. Im Ortsteil Sonnenburg steht das Gutshaus mit Park und Wirtschaftsgebäuden unter Denkmalschutz. Dieses war zeitweise der Wohnsitz des ehemaligen Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop.
Die komplette Liste eingetragenen Denkmäler findet sich in der Liste der Baudenkmäler in Bad Freienwalde (Oder).
Bad Freienwalde ist das nördlichste Skisprungzentrum Deutschlands. Am Papengrund befinden sich vier Skisprungschanzen.
In Bad Freienwalde kreuzen sich die Bundesstraßen B 158 (Berlin–Angermünde/Hohenwutzen) und B 167 (Lebus–Eberswalde–Wusterhausen/Dosse). Der nächste Autobahnanschluss befindet sich in Finowfurt an der A 11 und ist etwa 27 Kilometer entfernt.
Der Bahnhof Bad Freienwalde war bis in die 1960er Jahre ein regionaler Eisenbahnknotenpunkt an der Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder) mit Abzweigen nach Angermünde sowie nach Hohenwutzen. Nach der Stilllegung der beiden letzten 1997 beziehungsweise 1967 wird heute lediglich die Verbindung Frankfurt (Oder)–Eberswalde mit Fortführung nach Berlin-Lichtenberg von der Regionalbahnlinie OE60 der ODEG bedient.
Der Betreiber des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Bad Freienwalde ist die Barnimer Busgesellschaft.
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