Meinestadt.de - Bad Berka - 22.03.2010
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Weimarer Land | |
| Höhe: | 275 m ü. NN | |
| Fläche: | 55,27 km² | |
| Einwohner: | 7631 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 138 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99438 | |
| Vorwahl: | 036458 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AP | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 71 003 | |
| Stadtgliederung: | 9 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 10 99438 Bad Berka |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Thomas Liebetrau | |
| Lage der Stadt Bad Berka im Landkreis Weimarer Land | ||
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Bad Berka ist eine Stadt mit Heilquellenkurbetrieb im Mittleren Ilmtal im Süden des Landkreises Weimarer Land.
Inhaltsverzeichnis |
Bad Berka, umgeben vom 150 km² großen Landschaftsschutzgebiet „Mittleres Ilmtal“, liegt im Hügelland der Ilm-Saale-Platte, 12 km südlich von Weimar, 20 km südöstlich von Erfurt und 20 km südwestlich von Jena.
Mit der Verwaltungsreform im Jahr 1994 wurde die Einheitsgemeinde Bad Berka gebildet. Zu ihr gehören der Ortsteil München (schon davor zu Bad Berka gehörig) und die bis dahin selbstständigen Gemeinden Tannroda mit den Ortsteilen Böttelborn und Kottendorf, Bergern mit dem Ortsteil Schoppendorf sowie Meckfeld und Tiefengruben. Am 1. Dezember 2008 folgte zusätzlich der Ort Gutendorf.
Die Stadt und ihre zugehörigen Ortsteile hatten zum Stichtag 31. Dezember 2005 insgesamt 7598 Einwohner. Die einzelnen Ortsteile wiesen dabei folgende Einwohnerzahlen auf:
| Ortsteil | Einwohner 2005 |
|---|---|
| Bad Berka (ohne Ortsteile) |
5531 |
| Bergern | 368 |
| Gutendorf | (eingemeindet 2008) |
| Kottendorf | 40 |
| Meckfeld | 150 |
| München | 97 |
| Schoppendorf | 114 |
| Tannroda | 1041 |
| Tiefengruben | 257 |
| Insgesamt | 7598 |
Die Kernstadt weist eine Fläche von ca. 21,35 km² auf. Waldflächen nehmen in Bad Berka und Umgebung ca. 13,00 km² ein. Sonstige Flächen, wie etwa der Kurpark, Gärten und Landwirtschaftsflächen sind ca. 6,08 km² groß.
Das Wappen Bad Berkas weist eine Ähnlichkeit mit dem Wappen der Fruchtbringenden Gesellschaft zu Weimar (auch Palmorden genannt) auf. Es wird vermutet, dass der Herzog von Sachsen-Weimar als Mitglied dieser 1617 gegründeten Gesellschaft der Stadt dieses Wappen verlieh. Ähnliche Darstellungen existieren auf Siegelabdrücken aus dem Jahr 1674.
Folgende Parteien und Vereinigungen sind im Stadtrat vertreten:
Bei der Bürgermeister-Stichwahl am 21. Mai 2006 erhielten die beiden Bewerber Thomas Liebetrau und Volker Schaedel exakt 1.459 Stimmen. Nach dem thüringischen Kommunalrecht musste das Los entscheiden. Es gewann Thomas Liebetrau (parteilos).
Es bestehen Partnerschaften mit Bad Dürkheim, Bad Wildungen, Friedrichsdorf (alle Deutschland), Solesmes (Nord) (Frankreich) und Żabno (Polen). Die Freiwillige Feuerwehr Bad Berka unterhält seit 1991 eine freundschaftliche Partnerschaft mit der Feuerwehr Bad Wildungen. Vier von fünf Partnerstädten ist gemein, dass nach Ihnen Straßen in Bad Berka benannt sind (Solesmeser Straße, Friedrichsdorfer Straße, Bad Wildunger Straße und Bad Dürkheimer Straße).
Bad Berka verfügt einen Bahnhof an der Weimar-Berka-Blankenhainer Eisenbahn. Die Stadt liegt zudem am Schnittpunkt der Bundesstraßen 85 und 87. Der Anschluss Weimar der Bundesautobahn 4 befindet sich etwa sechs Kilometer nördlich.
Bad Berka liegt am Ilm-Radweg.
Größte Arbeitgeber in der Stadt sind die Zentralklinik Bad Berka GmbH mit etwa 1300 Beschäftigten und die Thüringer Dämmstoffwerke GmbH mit geschätzten 150–190 Beschäftigten. Die MEDIAN-Kliniken Bad Berka sind ein weiterer großer Arbeitgeber in der Stadt, die Mitarbeiterzahl dürfte schätzungsweise 150–200 betragen.
In Bad Berka existieren ausgeprägte klinische Versorgungsstrukturen.
Einerseits gibt es die Mediankliniken, die sich auf die Rehabilitation von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Verdauungstraktes und die Frauenheilkunde spezialisieren. Die beiden Kliniken existieren seit 1994 beziehungsweise 1997.
Zum anderen befindet sich auf der Harth die Zentralklinik Bad Berka GmbH. Diese Fachklinik spezialisiert sich vor allem auf die Behandlung orthopädischer, kardiologischer und neurologisch-neurochirurgischer Krankheitsbilder. Weiterhin befindet sich in Bad Berka eine von zwei Kliniken für Herzchirurgie in Thüringen. Die zur Zentralklinik gehörende Wirbelsäulenchirurgie ist die zweitgrößte Klinik ihrer Art in Deutschland. Die kardiologische Fachabteilung ist die größte ihrer Art in Thüringen.
Die Klinik ist seit 1991 in der Trägerschaft der Rhön-Klinikum AG (87,5 %-Gesellschafter). Die Stadt Bad Berka ist Gesellschafter mit einem Anteil von 12,5 %. Die Klinik wurde durch intensive Um- und Neubaumaßnahmen modernisiert. Nach Angabe des Haupteigners wurden etwa 100 Millionen Euro in den Standort Bad Berka investiert.
Die Klinik befindet sich seit einigen Jahren in einem Wandel. Vom Charakter des Fachkrankenhauses soll sich die Klinik zum regionalen Schwerpunktversorger entwickeln. Hierfür wurden eine Notaufnahme, Abteilungen für Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie interventionelle Radiologie eingerichtet. Die Erweiterung intensivmedizinischer Kapazitäten ist geplant. Ein neuer Funktionstrakt wird derzeit gebaut.
Nach den Geschäftsberichten des Haupteigners erzielt die Zentralklinik Bad Berka GmbH im Mittel einen Netto-Jahresgewinn von etwa 20-25 Millionen Euro.
Die Stadt veranstaltet jährlich das Brunnenfest mit einem Festumzug alle zwei Jahre sowie das Drachenfest auf dem Segelflugplatz. Dazu findet jährlich ein großes Feuerwerk im Kurpark statt.
Seit 1996 findet das jährliche Metal-Musikfestival Party.San Open Air statt.
Von Ende der 1920er Jahre bis 1934 warb Bad Berka mit dem Titel „Die Stadt des Reichsehrenmals“. Nach einem entsprechenden Aufruf von Reichskanzler Friedrich Ebert 1924 war auf Vorschlag des Stahlhelm und anderer Frontkämpferverbände ein Wald in der Nähe des Kurorts als Standort eines zentralen Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs vorgesehen. 1935 wurde dann aber das Tannenberg-Denkmal in Ostpreußen zum „Reichsehrenmal“ umgewidmet.[1]
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