Meinestadt.de - Aßlar - 16.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
|---|---|---|---|
| |
|
||
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Hessen | ||
| Regierungsbezirk: | Gießen | ||
| Landkreis: | Lahn-Dill-Kreis | ||
| Höhe: | 175 m ü. NN | ||
| Fläche: | 43,57 km² | ||
| Einwohner: | 13.853 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 318 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 35614 | ||
| Vorwahlen: | 06441, 06443, 06440, 06446 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | LDK | ||
| Gemeindeschlüssel: | 06 5 32 001
|
||
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile/Stadtbezirke | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Mühlgrabenstraße 1 35614 Aßlar |
||
| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Roland Esch (FWG) | ||
| Lage der Stadt Aßlar im Lahn-Dill-Kreis | |||
| Datei:Lahn-Dill-Kreis Asslar.png | |||
Aßlar ist eine Stadt nahe Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis in Hessen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Aßlar liegt an einem Ausläufer des Gebirges Westerwald sowie an der Dill, die im benachbarten Wetzlar in die Lahn mündet.
Die Kernstadt und der Stadtteil Werdorf liegen in der Talsohle des Dilltales, eines Muldentales. Die übrigen Stadtteile liegen entweder im Lemptal (Oberlemp, Bermoll) oder auf Erhebungen des Lahn-Dill-Berglandes (Berghausen, Bechlingen).
Aßlar grenzt im Norden an die Gemeinden Mittenaar und Hohenahr, im Südosten an die Stadt Wetzlar, im Süden an die Stadt Solms sowie im Westen an die Gemeinde Ehringshausen (alle im Lahn-Dill-Kreis).
Aßlar wird im Jahre 783 durch eine Schenkungsurkunde erstmals im Lorscher Codex erwähnt.
Wie viele andere Orte entwickelte sich Aßlar aus einigen großen Höfen, gelegen an den Nachläufen, über die Industrialisierung vor dem Ersten Weltkrieg zu einer Größe von ca. 5.000 Einwohnern, wobei es immer mit dem am jenseitigen Dillufer gelegenen Ortsteil Klein-Altenstädten eine Gemeinde bildete. Mit der Aufnahme von ca. 1.500 Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und der Eingliederung der Gemeinden Bechlingen, Berghausen, Bermoll, Oberlemp und Werdorf mit Abschluss der Gebietsreform 1977 erreichte Aßlar seine jetzige Größe von zirka 4.400 ha mit 13.853 Einwohnern (30. Juni 2007).
Die Verleihung der Stadtrechte für Aßlar erfolgte am 16. November 1978.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 25,5 | 9 | 24,8 | 9 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 28,5 | 11 | 35,2 | 13 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 6,0 | 2 | 6,8 | 3 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2,7 | 1 | 3,9 | 1 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft | 37,2 | 14 | 29,3 | 11 |
| Gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 37,1 | 44,6 | |||
Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bei der letzten Wahl am 4. November 2007 wurde der amtierende Bürgermeister Roland Esch (FWG) mit 87,7 % der Stimmen wiedergewählt. Es gab keine Gegenkandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei 30,2 %.
Blasonierung: Geteilt und unten von Gold und Rot gespalten; oben in Blau ein wachsender, rot bewehrter, silberner Löwe, unten vorn eine aufrechte rote Raute, hinten eine aufrechte goldene Haselnuss.
Die Genehmigung zur Führung eines Wappens und einer Flagge erhielt der Ort in den Jahren 1959 und 1960 durch die Hessische Landesregierung. Farben und Heraldik des Wappens sind weitestgehend zurückzuführen auf die Grafen von Solms und die Herren von Bicken (im Wappen als der Löwe und die Raute), die während des gesamten Mittelalters das Leben im Gebiet um Aßlar bestimmten. Die Haselnuss im unteren Teil des Wappens weist auf die Auslegung der Entstehung des Ortsnamens hin, nämlich auf das Wort "Haselare". So nannte man in frühgeschichtlicher Zeit eine mit Haselruten abgegrenzte heilige Stätte. Dieser wurde durch den Bau einer Kirche ein Denkmal gesetzt, die sich bis heute an dieser Stelle befindet und in der jede Woche evangelischer Gottesdienst gefeiert wird.
Eine große Ehre wurde der Stadt Aßlar im Oktober 2001 zuteil. Für das Engagement der Stadt auf dem Gebiet der Verständigung innerhalb Europas verlieh der Europarat der Stadt Aßlar die Europafahne.
Im Stadtteil Werdorf ist das Werdorfer Schloss zu bewundern. In den Jahren 1680 bis 1700 wurde das Schloss von den Grafen Solms-Greifenstein erbaut. Es diente als Witwen- sowie als Sommersitz für die gräfliche Familie.
Die Stadt Aßlar besitzt drei allgemeinbildende Schulen in ihrem Gebiet. Die Schüler des Stadtteils Werdorf besuchen nach der vierten Klasse in der Regel die Gesamtschule im nahen Ehringshausen anstatt der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar. Dafür wird die Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar normalerweise von Schülern des zur Stadt Wetzlar gehörenden Hermannsteins besucht.
Von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe:
Von der fünften bis zur zehnten Jahrgangsstufe:
Aßlar ist über die A 480 (AS Wetzlar-Nord/Aßlar) an die A 45 angeschlossen. Weiterhin ist Aßlar über die B 277 aus Richtung Wetzlar/Dillenburg gut zu erreichen.
Aßlar liegt an der Dillstrecke und verfügt über einen Bahnhof und einen Haltepunkt im Stadtteil Werdorf.
Auch befindet sich in Aßlar ein Segelflugplatz.
Aßlar ist Unternehmenssitz des börsennotierten Vakuumtechnologieherstellers Pfeiffer Vacuum mit 700 Mitarbeitern weltweit.
Auch durch die Lage im weiteren Einzugsbereich des Rhein-Main-Gebiets, ist Aßlar ein attraktiver Standort. Zu nennen wären hier vor allem noch PVA TePla als Hersteller von Kristallzuchtanlagen, der Solarsystemanbieter und Modulhersteller FiveStarEnergy, BEDEA Berkehoff und Drebes (Drahterzeugnisse), die Großbäckerei Moos, Howeld Schweißtechnik, Buderus Schleiftechnik sowie im Ortsteil Berghausen die Seil- und Netzfabrik Manfred Huck GmbH.
Die Palette der Freizeitgestaltung reicht über zirka 80 Vereine mit kulturellen und sportlichen Angeboten bis hin zu Grillplätzen und Wanderwegen. Ein Thermalsolebad, die Laguna Aßlar, das in Mittelhessen so nicht noch einmal zu finden ist, eine Stadthalle und Dorfgemeinschaftshäuser sind in den meisten Stadtteilen der Stadt Aßlar ebenfalls zu finden.
Aßlar | Bischoffen | Braunfels | Breitscheid | Dietzhölztal | Dillenburg | Driedorf | Ehringshausen | Eschenburg | Greifenstein | Haiger | Herborn | Hohenahr | Hüttenberg | Lahnau | Leun | Mittenaar | Schöffengrund | Siegbach | Sinn | Solms | Waldsolms | Wetzlar
Aßlar | Bechlingen | Berghausen | Bermoll | Klein-Altenstädten | Oberlemp | Werdorf
en:Aßlar eo:Aßlar fr:Aßlar it:Aßlar nl:Aßlar pl:Aßlar ro:Aßlar ru:Аслар vo:Aßlar