Meinestadt.de - Aschheim - 16.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Bayern | ||
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | ||
| Landkreis: | München | ||
| Höhe: | 512 m ü. NN | ||
| Fläche: | 28,04 km² | ||
| Einwohner: | 7086 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 253 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 85609 | ||
| Vorwahl: | 089 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | M | ||
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 84 112
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| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | ||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Ismaninger Straße 8 85609 Aschheim |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Helmut J. Englmann | ||
| Lage der Gemeinde Aschheim im Landkreis München | |||
| Datei:Aschheimlkrm.svg | |||
Aschheim ist eine Gemeinde im Landkreis München, Regierungsbezirk Oberbayern. Sie liegt nordöstlich von München direkt am Autobahnring A 99. Im Dialekt wird Aschheim als Oschham ausgesprochen.
Inhaltsverzeichnis |
Für die Gemeinde Aschheim sind zwei amtlich benannte Gemeindeteile ausgewiesen.
Die Ortsbezeichnung Aschheim geht vermutlich auf das Wort ascaim zurück, lateinisch für „Heim bei den Eschen“. Wenige Streufunde aus der Jungsteinzeit weisen auf eine Begehung der Ortsflur bereits im 5. Jahrtausend v. Chr. Ein bislang einzelner Grabfund aus der jüngsten Phase der Jungsteinzeit, der so genannten Glockenbecherkultur (2600-2300 v.Chr.), ist der bislang "älteste Aschheimer". Die Besiedlung des Aschheimer Gebietes begann aber wohl erst in der Bronzezeit. Die ältesten bisher entdeckten Siedlungsreste stammen aus der Zeit zwischen 2300 und 1600 vor Christus. Auch in den folgenden Epochen finden sich Spuren ländlicher Kleinsiedlungen und Gehöfte in Aschheim. In Dornach ließen sich - nach heutigem Kenntnisstand - das erste mal Menschen in der keltischen La-Tène-Zeit nieder. Hier befanden sich eine offene Siedlung und mehrere kleinere Nekropolen. Aus der Siedlung stammt unter anderem eine bronzene Statuette der Göttin Athene/Minerva (ca. 100 v.Chr.).
Zur Römerzeit führte die wichtige Fernverkehrsstraße von Augsburg nach Ovilava/Wels durch das Gemeindegebiet. An fünf Plätzen lassen sich römische Gutshöfe in Form von Villae rusticae (Villa Rustica) nachweisen. Darunter befand sich auch der Gutshof südlich des Ortes, dessen Haupthaus aus zwei steinernen Eckbauten (Resaliten) und einem hölzernen Zwischenbau bestand. Im westlichen Resaliten befand sich ein Badetrakt (Therme).
Seit dem frühen Mittelalter reist die Besiedelung des Ortes nicht mehr ab. Für die Zeit zwischen 480/90 bis an das Ende des 7. Jhs. fand sich im heutigen Ortsbereich ein großes Gräberfeld was in den Jahren 1997/98 ausgegraben wurde. Zahlreiche Fundstücke geben Auskunft über das Leben und Sterben dieser Zeit. Gegen Ende des 6. Jhs. scheint sich eine Familie von den übrigen zu separieren und an einem anderen Ort zu bestatten, auf dem sie um 600 eine sehr frühe Holzkirche errichten lässt. Diese Kirche diente später als Begräbnisort des Heiligen Emmeran und steht am Anfang von insgesamt 7 Kirchenbauphasen.
Im Jahr 756/757 fand in Aschheim die erste bayerische Landessynode statt, bei der 15 Beschlüsse über geistige und weltliche Belange getroffen wurden, die in Form eines Protokolls in der Bibliothek des Domstiftes Freising überliefert wurden. Dieses Protokoll enthält gleichzeitig die erste schriftliche Überlieferung des Ortsnamens. Kurz darauf findet Aschheim in der Vita des St. Emmeram Erwähnung, die um 770 vom Freisinger Bischof Arbeo verfasst wurde und sich auf Ereignisse am Ende des 7. Jhs. bezieht.
Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 wurden Aschheim und Dornach selbständige politische Gemeinden. 1978 wurde Dornach der Nachbargemeinde Aschheim angegliedert.
Der 1. Bürgermeister ist Helmut J. Englmann (CSU).
Das Wappen der Gemeinde Aschheim stammt aus dem Jahre 1956 und wurde anlässlich der 1200-Jahr-Feier der ersten Landessynode und des bayerischen Landtags in Aschheim dem Bürgermeister Franz Ruthus überreicht. Das Wappen enthält einen stilisierten Baum mit zwei Eschen<b/>zweigen, die eine Versinnbildlichung des Ortsnamens darstellen, der von „Esche“ abgeleitet ist. Der silberne Hintergrund und die blauen Blätter weisen auf die enge und seit frühester Zeit bestehende Verbindung der Siedlung mit dem bayerischen Herzogtum hin.
Die Geschichtlich-heimatkundliche Sammlung zeigt die vor- und frühgeschichtliche Entwicklung des Gemeindegebietes von Aschheim und Dornach, sowie deren mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte bis heute. Im Vordergrund stehen die zahlreichen archäologischen Funde von der Jungsteinzeit (Streufunde, ab ca. 5500 v. Chr.) bis ins Frühmittelalter (5. - 8. Jahrhundert n. Chr.). Schwerpunkte sind dabei die Hinterlassenschaften der keltischen Zeit (450 - 15 v.Chr.) – aus der auch das Glanzstück der Sammlung, die Athene von Dornach, stammt – und die Funde aus den Reihengräberfeldern des frühen Mittelalters.
Kirchen- und Vereinsgeschichte wie auch die gemeindliche Entwicklung von Aschheim und Dornach werden anhand von Modellen, Dokumenten und Photos nahe gebracht. Die Sammlung befindet sich in den lichten Kellerräumen des Kulturellen Gebäudes von Aschheim und kann unter der Woche durch den Zugang über die Bücherei besucht werden, jeden 3. Sonntag durch ihren Eingang im Untergeschoß.
Kulturelles Gebäude mit Theatersaal, Münchner Straße 8, 85609 Aschheim
Über den Autobahnring A 99 und die A 94 ist der Mittlere Ring in München innerhalb von ca. 15 Minuten, die City innerhalb von 25 Minuten zu erreichen. Über Buslinien sind die U-Bahnlinien 2 und 7 sowie die S-Bahnen der Linie S 2 schnell zu erreichen.
2006 fanden die 1250-Jahr-Feier von Aschheim und die 1150-Jahr-Feier von Dornach statt.
2008 Die A- Jugend des SV Dornach wird Jugendfußballmeister.
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