Meinestadt.de - Artern/Unstrut - 16.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Kyffhäuserkreis | |
| Höhe: | 121 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,05 km² | |
| Einwohner: | 5970 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 248 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06556 | |
| Vorwahl: | 03466 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KYF (alt: ART) | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 65 002 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt; 2 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 14 06556 Artern |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Koenen (Die Linke) | |
| Lage der Stadt Artern/Unstrut im Kyffhäuserkreis | ||
| Datei:Artern in KYF.png | ||
Artern/Unstrut ist eine Stadt im thüringischen Kyffhäuserkreis. Die an der Unstrut gelegene Stadt hat 5.970 Einwohner (Stand 2007).
Inhaltsverzeichnis |
Landschaftlich treffen in Artern die Goldene Aue (nördlich vom Kyffhäuser gelegen) und die Diamantene Aue (südlich des Kyffhäuser gelegen) aufeinander.
In der von Borlach gegründeten Saline wird zwar kein Salz mehr gewonnen, aber die Solequelle (Salzgehalt 2,25%) speist noch heute das Soleschwimmbad und den Solgraben.
Der Solgraben ist ein sehr kleines, aber seltenes Naturschutzgebiet, weil hier durch das salzhaltige Wasser eine Pflanzenwelt entstanden ist, die eher einer Küstenflora entspricht.
Neben der Kernstadt besitzt Artern noch zwei Stadtteile, Schönfeld (1995 eingemeindet) und Kachstedt.
Zu Beginn des 9. Jahrhundert wird Artern in einem Verzeichnis der Güter des vom Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Aratora urkundlich erwähnt.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 jeweils zum 31. Dezember):
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Im Arterner Stadtrat sitzen in der Wahlperiode 2004-2009 3 Parteien. Stärkste Fraktion mit 9 Sitzen ist Die Lnke, die CDU hat 8 Sitze und die SPD 3. Bürgermeister ist Wolfgang Koenen (Die Linke).
Die Stadt hat drei Partnerstädte:
Blasonierung: „In Blau zwei senkrecht stehende, nach außen gebogene silberne Radfelgenstücke.“
Das Wappen von Artern wurde auf Grund historisch belegter Umstände angenommen. Zugleich wurde damit die bis dahin bestehende Unsicherheit über das zutreffende Stadtwappen und seine Aussagekraft beseitigt. In der angegebenen Gestalt hatte sich das Wappen in einem Quaderkalkstein eingehauen am alten Rathaus befunden, das im Jahre 1906 einem Neubau wich. Im Jahre 1850 war der Stein, bis dahin von Putz bedeckt, freigelegt worden. Es ist das Wappen des Ministerialengeschlechtes von Hake, das in Artern und Umgebung Lehnsbesitz zu eigen hatte. Der anfänglich geführte Streit darüber, ob es Regenbogen, Mondsicheln oder Radfelgen zeigt, ist wohl endgültig zugunsten der letzteren entschieden worden, denn Radfelgen passen aussagekräftig zu der am Rande der Goldenen Aue liegenden Stadt, die als Siedlung schon sehr früh, im 8.Jh., im Hersfelder Zehntverzeichnis als Aratora genannt wird; der Ortsname könnte von dem mittelhochdeutschen Wort art = Ackerbau abgeleitet werden. [3]
Der Salinepark an der Unstrut enthält zwei Exemplare des Urmammutbaumes, einer botanischen Rarität.
Ebenso ist der Friedhofpark mit der Solequelle eine botanische Sehenswürdigkeit - auf 300 m² bietet sich entlang der Sole eines der kleinsten Naturschutzgebiete Deutschlands mit zum Teil sehr seltenen Orchideenarten, welche nur auf salzigen Böden wachsen.
Nach Schließung der beiden größten Betriebe der Stadt (Kyffhäuserhütte und Zuckerfabrik) entwickelte sich die typische Wirtschaftsstruktur vieler Kleinstädte im Osten mit mehr Klein- und Handwerksbetrieben und einigen Handelsfirmen. Da trotz der Solequelle im Ort der Tourismus- und Bäderbetrieb keine Rolle spielt, muss man hier eine überdurchschnittliche Arbeitslosenzahl registrieren. Mit Schaffung zweier großer Gewerbegebiete auf den Industriebrachen der ehemaligen Großbetriebe wurden bessere Bedingungen für eine Industrieansammlung geschaffen.
Artern liegt an der Bundesstraße 86, die im westlichen Stadtgebiet durch den Ort führt. Die bereits zu großen Teilen fertig gestellte Bundesautobahn 38 verläuft in etwa 12 km Entfernung und verbindet den Ballungsraum Kassel/Göttingen im Westen mit dem Gebiet Leipzig/Halle (Saale) im Osten.
Durch die zusätzlich geplante und zu großen Teilen bereits fertiggestellte Bundesautobahn 71 wird Artern direkt an das Autobahnnetz angebunden sein. Mit dem Bau dieser von Oberröblingen bis Schweinfurt reichenden Autobahn wurde im Arterner Raum Ende 2006 begonnen. Im nahegelegenen Oberröblingen werden sich die beiden Autobahnen nach Fertigstellung kreuzen. An dieser Stelle entsteht in den nächsten Jahren das Autobahndreieck Südharz.
Im östlichen Teil der Stadt, ist Artern an das deutsche Schienennetz angeschlossen. Die Hauptbahnstrecke Erfurt - Sömmerda - Sangerhausen verläuft durch den Bahnhof. Die Nebenstrecken nach Sondershausen und Naumburg wurden zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 eingestellt.
In den Jahren 2002/2003 produzierte die Endemol-Produktion hier die Doku-Soap „Artern – Stadt der Träume“, welche, auch international, auf geteilte Meinungen stieß. Zeitweilig sprach die Presse („Der Spiegel“, „Der Standard“-Wien) von einer ostdeutschen „Truman Show“.
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