Mittwoch, 16.05.2012



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Arendsee (Altmark)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Arendsee (Altmark)
Arendsee (Altmark)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Arendsee (Altmark) hervorgehoben
52.876711.486725Koordinaten: 52° 53′ N, 11° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Arendsee-Kalbe
Höhe: 25 m ü. NN
Fläche: 33,87 km²
Einwohner: 2856 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39619
Vorwahl: 039384
Kfz-Kennzeichen: SAW
Gemeindeschlüssel: 15 0 81 030
Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 3
39619 Arendsee (Altmark)
Webpräsenz:
Bürgermeister: Klaus Führ
Lage der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel

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Arendsee (Altmark) ist eine Stadt im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Arendsee-Kalbe.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt liegt im Norden der Region Altmark am Südufer des Arendsees, des größten und tiefsten natürlichen Sees in Sachsen-Anhalt. Nur wenige Kilometer entfernt befinden sich auch die Grenzen der Bundesländer Niedersachsen (vergleiche: Wendland) und Brandenburg (vergleiche: Prignitz).

Gemeindegliederung

Zu Arendsee gehören die Ortsteile Genzien und Gestien.

Geschichte

Klosteranlage

Bereits in den fränkischen Annalen wird in Zusammenhang mit einem Salzstockeinbruch im Jahr 822 von dem Ort „Arnseo“ berichtet. Am Arendsee wurde 1184 ein Benediktinerinnenkloster gebaut, das Markgraf Otto I., Sohn Albrechts des Bären, gestiftet hatte. Bis heute ist die ab 1185 entstandene romanische Klosterkirche erhalten. Die Stadtrechte erhielt Arendsee im Jahr 1457 unter Kurfürst Friedrich II von Brandenburg. Im 30-jährigen Krieg wurde die Stadt Arendsee mehrfach geplündert. Im Jahr 1685 versank die Mühle des Ortes bei einem erneuten Salzstockeinbruch im See. Das brachte ihn zu seiner heutigen Form. Er ist der größte Einbruchssee Norddeutschlands.

Zu DDR-Zeiten hatte Arendsee einen bedeutenden Tourismus aufzuweisen. Der See und seine Umgebung konnten in Maßen als Ersatz für den Ostseestrand herhalten. Zahlreiche Ferienwohnheime und ein Campingplatz dienten als Unterkünfte. Seit der Wende ist die Zahl der Tagesausflügler hoch geblieben, die Zahl der Übernachtungen jedoch stark gesunken.

Arendsee war der wichtigste Unterwegsbahnhof der Bahnstrecke Salzwedel–Wittenberge. Diese Strecke wurde erst 1922 eingeweiht und gehörte damit zu den letzten Nebenbahnstrecken, die in Deutschland erbaut wurden. Die Strecke ist seit 2004 stillgelegt. Kurz zuvor gab es Pläne, die Fahrtroute für Atommüll in Castor-Behältern über die Bahnstrecke Salzwedel-Arendsee und von dort über Straßen ins nahe Gorleben führen zu lassen. Diese Pläne wurden aber wieder fallen gelassen. Die Stadt gehörte bis zum 30. Juni 1994 zum Landkreis Osterburg.

Geschichtsdenkmale

Politik

Wappen

Das Wappen wurde am 20. September 1938 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „In Silber ein goldbewehrter roter Adler über blauem Wellenschildfuß mit fünf silbernen Wellen.“

Wann Arendsee erstmals ein Wappen führte, lässt sich nicht mehr feststellen. Frühere Embleme enthielten den fliegenden preußischen Adler, mit Krone, Zepter und Reichsapfel sowie dreizehn Seerosen, womit die Zahl der Ratsmitglieder gemeint war. Sie wurden jedoch als „Spielerei aus dem Jahrhundert des heraldischen Verfalls“ aufgegeben. Der heute gezeigte märkische Adler kennzeichnet die Zugehörigkeit der Stadt zur Mark Brandenburg, die Wasserfläche symbolisiert den nahegelegenen Arendsee.

Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.

Flagge

Die Flagge der Stadt zeigt die Farben Silber (Weiß) - Rot mit aufgelegtem Wappen.

Sport

Arendsee war ein Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung.

In der Stadt sind einige Sportvereine zu finden: SV Arendsee 1920 e.V. (Fußball), TSV Arendsee (Tennis, Tischtennis, Kegeln,...)

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Weblinks

da:Arendsee (Altmark)

en:Arendsee eo:Arendsee it:Arendsee (comune) nl:Arendsee (Altmark) pl:Arendsee pt:Arendsee (Altmark) ro:Arendsee (Altmark) ru:Арендзее (Альтмарк) vo:Arendsee