Mittwoch, 16.05.2012



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Amtsberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Amtsberg
Amtsberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Amtsberg hervorgehoben
50.73333333333313440Koordinaten: 50° 44′ N, 13° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 440 m ü. NN
Fläche: 23,25 km²
Einwohner: 4144 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09439
Vorwahlen: Dittersdorf 037209 / Weißbach/Schlößchen 03725
Kfz-Kennzeichen: ERZ (alt: MEK)
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 010
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Poststraße 30
09439 Amtsberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Sylvio Krause (CDU)
Lage der Gemeinde Amtsberg im Erzgebirgskreis
Datei:Amtsberg in ERZ.png

Amtsberg ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Amtsberg liegt zwischen den Flüssen Zwönitz und Zschopau. Der höchste Punkt des Ortes ist die Dittersdorfer Höhe mit 553 m. Der Ortsteil Dittersdorf ist ein Waldhufendorf. Es liegt in einer Südwest-Nordost-Richtung vom Zwönitztal bis zur Dittersdorfer Höhe. Der Ortsteil Weißbach (ebenfalls ein Waldhufendorf) liegt südlich von Amtsberg in west-östlicher Richtung. Östlich von Weißbach befindet sich der Ortsteil Schlößchen, ein ehemaliges Vorwerk. Der Ortsteil Wilischthal am Zusammenfluss von Zschopau und Wilisch befindet sich südlich von Weißbach und Schlößchen.

Nachbargemeinden

Im Nordwesten grenzt die Stadt Chemnitz mit den Ortsteilen Einsiedel und Kleinolbersdorf-Altenhain an die Gemeinde, im Westen Burkhardtsdorf mit dem Ortsteil Kemtau, im Norden Gornau/Erzgeb., im Osten Zschopau im Süden Venusberg und im Südwesten Gelenau/Erzgeb.

Gliederung

Amtsberg hat folgende Ortsteile

  • Weißbach
  • Dittersdorf
  • Schlößchen (Schlößchen Porschendorf)
  • Wilischthal

Geschichte

Weißbach

Erstmals 1452 ist von der Wispacher flure die Rede, 1486 sind die Bezeichnungen Weisebach und Weispach urkundlich bezeugt. Im selben Jahr wurde das Rittergut an Heinrich von Einsiedel auf Scharfenstein verkauft. 1673 wurde Weißbach eigenständige Parochie. Bis dahin war es eine Filialkirche von Gelenau.

Ab 1696 bildete Weißbach mit Dittersdorf, Kemtau, Reichenhain, Einsiedel und Erfenschlag die Herrschaft Weißbach mit Dittersdorf.

1782 errichtete man ein Schulgebäude. Am 18. Juni 1891 erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Amtsberg. Ab 1907 wurde Weißbach vom Gemeindewerk Dittersdorf mit Elektroenergie versorgt. 1910 wurde ein neues Schulgebäude errichtet. 1925 bis 1933 erfolgte der Bau der Gemeindewasserleitung und bis 1927 wurde eine Gasleitung des Gaswerkes Zschopau in die Hauptstraße verlegt. 1978 bis 1980 erfolgte der Bau einer Wasserleitung im unteren Ortsteil und 1998/1999 die Verlegung von Abwasserleitungen und der Bau einer Containerkläranlage. 1998 war der Baubeginn des Wohngebietes Eichelberg und 2005 erfolgte die Neuverlegung der Bundesstraße 180 zwischen der Kreuzung B 174 und Ortseingang Weißbach.

Dittersdorf

Im Jahr 1352 wird Dittersdorf als Herkunftsbezeichnung des Chemnitzer Bürgers Jan von Dithrichsdorf erstmals urkundlich erwähnt. 1359 ist die Bezeichnung Ditherichstorf, 1460 Dittersdorff bezeugt. Bereits 1455 wurden die Herren von Einsiedel mit Dittersdorf belehnt. Die seit der Reformation, die in diesem Landesteil 1539 Einzug hielt, zu zwei Parochien gehörende Gemeinde wurde 1579 vollständig der Parochie Einsiedel zugeschlagen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Rittergut von kaiserlichen Truppen niedergebrannt. 1680 wurde Dittersdorf eine Filialkirche der Parochie Weißbach. Der 1680 begonnen Bau der Kirche wurde 1730 unter dem Patronat von Curt Heinrich von Einsiedel fertiggestellt. Nach dessen 1808 ging Dittersdorf in das Eigentum der Louise Henriette Auguste Renate von Düben, geb. Gräfin von Schönburg-Forderglauchau, über. Im Jahr 1858 wurde die Alte Schule erbaut, 1878 die Freiwillige Feuerwehr Amtsberg gegründet. Am 1. Oktober 1885 wurde Dittersdorf eine eigene Parochie. 1907 erfolgte der Bau eines Elektrizitätswerkes, das 1922 stillgelegt wurde. Seitdem erfolgte die Versorgung vom E-Werk Oberlungwitz aus. 1924 bis 1928 erfolgte der Bau eines Wasserwerkes und 1926 der Anschluss ans Gasnetz.

Bei Bombenangriffen am 12. Februar und 5. März 1945 wurden 18 Gebäude völlig und 6 teilweise zerstört. Es starben 16 Einwohner. Vom 8. Juli bis zum 11. Juli 1954 kam es zu einem Hochwasser der Zwönitz. 1961 wurde ein neues Rathaus eingeweiht. Am 1. Januar 1994 vereinigten sich die Orte Dittersdorf, Schlößchen und Weißbach zur Gemeinde Amtsberg.

Schlößchen und Wilischthal

Das 1500 erstmals urkundlich erwähnte Burssendorff wurde 1560 als Forwerck Borschendorf bezeichnet. Das Vorwerk wechselte im Laufe der Zeit häufig den Besitzer. Allein zwischen 1560 und 1800 sind sechs verschiedene Eigentümer erwähnt. Im Laufe der Zeit ging man dazu über, Porschendorf auch Schlößchen zu nennen, wie ein urkundlicher Beleg aus dem Jahr 1791 zeigt, in dem sich die Bezeichnung Porschendorf, oder Schlößgen findet.

Aus einer im Jahr 1792 errichteten Getreidemühle und späteren Fabrik an der Wilisch entstand um 1856 der Ortsteil Wilischthal. 1896 wurde ein Schulgebäude errichtet. In den Jahren 1925 bis 1937 erfolgte der Aufbau einer zentralen Wasserversorgung. 1939 benannte man Schlößchen-Porschendorf in Schlößchen um. 1948 wurden große Teile des Vorwerkes abgebrochen. 1972 stellte man den Schulunterricht ein. Die Schüler müssen seitdem die Schule in Zschopau besuchen.

Religionen

In den Ortsteilen von Amtsberg befinden sich evangelisch-lutherische Kirchgemeinden. In Dittersdorf und Weißbach gibt es außerdem evangelische-methodistische Kirchengemeinden.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1994 vereinigten sich die Gemeinden Weißbach, Dittersdorf und Schlößchen mit dem Ortsteil Wilischthal zur Gemeinde Amtsberg.

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 4.731
  • 1983 − 4.664
  • 1984 − 4.645
  • 1985 − 4.536
  • 1986 − 4.482
  • 1987 − 4.377
  • 1988 − 4.294

1989 bis 1995

  • 1989 − 4.207
  • 1990 − 4.181
  • 1991 − 4.062
  • 1992 − 4.020
  • 1993 − 4.024
  • 1994 − 4.047
  • 1995 − 4.069

1996 bis 2002

  • 1996 − 4.219
  • 1997 − 4.301
  • 1998 − 4.296
  • 1999 − 4.289
  • 2000 − 4.341
  • 2001 − 4.349
  • 2002 − 4.369

2003 bis 2007

  • 2003 − 4.348
  • 2004 − 4.291
  • 2005 − 4.253
  • 2006 − 4.185
  • 2007 − 4.144
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Gedenkstätten

Eine Gedenktafel aus dem Jahr 1978 auf dem Friedhof des Ortsteiles Weißbach erinnerte an 17 Frauen und Männer aus der Sowjetunion, Polen und Belgien, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden. Die Tafel wurde 1994 durch einen Gedenkstein ersetzt.

Politik

Gemeinderat

Der 2004 gewählte Gemeinderat besteht aus 15 Gemeinderäten. Davon werden 11 von der CDU, 3 von der SPD und 2 von den Linken gestellt.

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde ist der 1966 geborene Sylvio Krause (CDU). Er erhielt am 10. Juni 2001 einen Stimmenanteil von 92,6%.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Amtsberg wird von der B 180 durchzogen, des Weiteren besteht in Dittersdorf Anschluss an die die B 174. In Dittersdorf befindet sich außerdem eine Haltestelle der Zwönitztalbahn.

Bildung

In Dittersdorf befindet sich eine Grundschule. Die Mittelschule Weißbach wurde Ende des Schuljahres 2005/2006 geschlossen, da sie auf Grund zu geringer Schülerzahlen von den Schließungsplänen des Freistaates Sachsen betroffen war.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung
en:Amtsberg

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