Mittwoch, 16.05.2012



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Altrip

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altrip
Altrip
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altrip hervorgehoben
49.43258.503611111111195Koordinaten: 49° 26′ N, 8° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Pfalz-Kreis
Höhe: 95 m ü. NN
Fläche: 10,48 km²
Einwohner: 7808 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 745 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67122
Vorwahl: 06236
Kfz-Kennzeichen: RP (bis 31. Aug. 2005: LU)
Gemeindeschlüssel: 07 3 38 001
Adresse der Gemeindeverwaltung: Ludwigstraße 48
67122 Altrip
Webpräsenz:
Bürgermeister: Jürgen Jacob (FWG Altrip)
Lage der Gemeinde Altrip im Rhein-Pfalz-Kreis
Datei:Karte Altrip.png

Altrip (von lat. alta ripa „hohes Ufer“) ist eine verbandsfreie Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz. An diesem Ort wurde unter dem römischen Kaiser Flavius Valentinian im Jahr 369 das Kastell Alta Ripa gegründet. Dieser lateinische Name hat sich fast unverändert erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Altrip liegt südlich von Ludwigshafen am Westufer des Rheins gegenüber dem rechtsrheinischen Mannheim und ist der am weitesten östlich gelegene Ort der Pfalz. Altrip liegt auf einem Schwemmlandrücken inmitten der Niederung des Rheins, der hier seinen heutigen Verlauf durch die Rheinbegradigung von Johann Gottfried Tulla in den Jahren 1865 bis 1874 erhielt, und den Ort in einer Schleife im Süden, Osten und Norden umfließt.

Im Norden und Süden treten die abgeschnürten Altrheinarme bis an den Ort heran. Der Westen ist geprägt von einer zum Teil verlandeten Altrheinschlinge, dem so genannten Neuhöfer Altrhein oder der „Blauen Adria“. Entlang des Rheines und seiner Altrheinarme erstrecken sich Auwälder. Die Hälfte der Gemarkungsfläche wird von Gewässern, Ödland und Forst eingenommen.

In dem in Tübingen herausgegebenen „Cottaischen Morgenblatt für gebildete Stände“ schildert ein Briefschreiber einen Spaziergang nach Altrip im Jahr 1812:

„Als wir anlandeten, empfingen uns zwei französische Zollbeamte und forderten uns die Pässe ab. Wir hatten keine und versuchten also auf gut Glück ohne Laufzettel nach Altrip zu kommen. Wir erklärten, unsere Absicht wäre nur, den Pfarrer des Ortes zu besuchen, und auf unser Ehrenwort, dass wir nicht weiter gehen wollten, wurden wir mit echt alter französischer Höflichkeit entlassen. Glücklich kamen wir nun in Altrip an. Dieser Ort hat eigentlich seinen Namen von den hohen Ufern des Rheins. Die Römer hatten da eine Kolonie, die sie alta ripa nannten. Sonst war es diesseits des Rheines, heutzutage aber, da der Strom sich ein neues Bett gesucht hatte, liegt es jenseits. Die Einwohner nähren sich von der Fischerei, die hier sehr ergiebig ist, da in dem alten Rhein viele und große Fische sich aufhalten. Ohne besondere Anweisung fällt es schwer, Fische zu bekommen, da die Gemeinde ihre Ausbeute nach Mainz schickt. Hier ist es, wo die Regierung den alten Rhein von neuem trennen ließ: der Damm, der dieses bewerkstelligt, ist wahrhaft groß. Viele tausend Morgen Land werden durch diesen Damm vor Überschwemmung geschützt.“

– Theodor Maurer, Dieter Kirsch (Hg.): Altrip – Porträt eines Dorfes. Festschrift aus Anlass seines 1600jährigen Bestehens. Altrip 1970

Geologie

In einem der heute verlandeten Rheinarme wurde noch vor 200 Jahren Gold gewaschen. Heute beuten Sand- und Kiesbagger den Boden aus. Die Lagerung reicht bis 20 Meter Tiefe vom Flugsand über Fein- und Grobsand sowie Fein- und Grobkies.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind von Nord nach Süd: Ludwigshafen am Rhein, Neuhofen und Waldsee auf der westlichen sowie Mannheim auf der östlichen Rheinseite.

Klima

Altrip liegt in einem bevorzugten Klimagebiet, das beeinflusst wird durch die zahlreichen Gewässer und Wälder. Der Vorfrühling beginnt bereits im ersten Märzdrittel. Die Jahrestemperaturen liegen bei 11 °C, sind allerdings bei starken Niederschlägen treibhausähnlich. Durch die vielen Gewässer gibt es im Spätherbst starke Nebelfelder.

Geschichte

Lage an der Rheinschlinge

Vorzeit

Ältestes Zeugnis menschlichen Lebens bei Altrip ist ein, in einer Kiesgrube gefundener Oberschenkelknochen eines Neandertalers, der vor mehr als 100.000 Jahren lebte. Er hatte einen untersetzten, etwa 1,60 Meter großen Körper mit kurzen Gliedmaßen, einen niedrigen Schädel und starke Knochenwülste über den Augen. Wenn auch in der Altriper Gemarkung kein eiszeitlicher Werkzeugfund geborgen werden konnte, so wurden aus Kiesgruben doch viele tierische Knochenfunde geborgen, dazu gehören Mammutknochen, Wisentzähne, Zähne eines Urpferds, Bruchstücke eines Riesenhirschgeweihs, Hauer eines Urebers und ein Unterkieferstück einer Urantilope.

Aus der Jungsteinzeit liegen Werkzeugfunde vor, aus der Bronzezeit ein Bronzegefäß und eine Bronzenadel, während es keine inventarisierten Funde aus der Eisenzeit gibt.

Römerzeit

Mit dem Erscheinen der Römer kurz vor der Zeitenwende endet die Vorzeit. Altrip ist die einzige Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis, die in römischer Zeit gegründet wurde und seitdem ständig bewohnt ist. Altrip wurde gegründet, weil in antiker Zeit der Neckar am jenseitigen Rheinufer in den Rhein mündete und das linke Rheinufer nach dem Fall des Limes als Grenze des Römischen Reiches ausgebaut wurde.

Altrip wurde als römische Gründung eines Kastells in der Regierungszeit Kaiser Valentinian I. im Jahre 369 erstmals urkundlich erwähnt. Erstmals erwähnt wird es in der Lobrede (lat.: Panegyrikus) die Quintus Aurelius Symmachus zum Neujahr 370 vor dem Kaiser gehalten hat.[1] Er spricht dort von „dem Ufer, dem seine Höhe den Namen gegeben hat“ (lat.: …ipsa ripa barbariae, cui altitudo nomen inposuit…). Über die Bauvorgänge im Raum Altrip und Neckarau berichtet Ammianus Marcellinus:

„Als er dann bedachte, dass das hohe und sichere Bollwerk – zu dem er selbst vom Entwurf an den Grund gelegt hatte – allmählich durch den mächtigen Andrang der Wellen unterwühlt werden könne – denn der Neckar fließt daran vorbei – beschloss er, die Hauptströmung abzuleiten. Er ließ erfahrene Wasserbaumeister kommen sowie eine gut ausgerüstete Abteilung seiner Truppen und ging an das schwierige Werk. Viele Tage lang wurden nämlich Einbauten, die man aus Eichenholz zusammengefügt und in den Fluss gelassen hatte und neben denen gewaltige Pfähle in den Grund gerammt waren – was oft wiederholt werden musste – durch das aufgestaute Wasser durcheinander geworfen und gingen, von der Gewalt der Strömung fortgerissen, verloren. Trotzdem siegte der erhöhte Eifer des Kaisers und die Mühe seiner disziplinierten Soldaten, die während der Arbeit oft bis zum Kinn im Wasser standen. Endlich wurde, nicht ohne Lebensgefahr einzelner Leute, die Grenzfeste der Unruhe des drängenden Stromes entzogen und steht nun stark und sicher da.“

Theodor Maurer, Dieter Kirsch (Hg.): Altrip – Porträt eines Dorfes. Festschrift aus Anlaß seines 1600jährigen Bestehens. Altrip 1970

Der Begriff Altaripa selbst wird dann erstmals im 438 veröffentlichten Codex Theodosianus als Ort der Verkündung eines Gesetzes am 19. Juni 369 genannt.[2]
Rhein bei Altrip

Mittelalter

Zwischen dem Ende des römischen Reichs und der Zeit der Germanen bestand keine Siedlungskontinuität. Alamannen und später die Franken gründeten neue Siedlungen. Den alten römischen Namen behielten in der Rheinebene nur Rheinzabern, Pfortz und Altrip. Dies könnte bei Altrip damit zu tun haben, dass es eines der Kastelle war, die den rechtsrheinisch wohnhaften Alamannen den Weg über den Rhein versperrten und dessen Namen man wusste und weiter überlieferte. Eine alamannische Siedlung ist in Altrip nicht nachzuweisen, die Lage auf einem hochwassersicheren Schwemmrücken und die Verkehrslage lassen aber den Schluss zu, dass der Ort zur Alamannenzeit bewohnt war, aber infolge des kurzen Aufenthaltes der Alamannen von knapp 60 Jahren keine nachhaltigen Spuren erwartet werden können.

In der Merowingerzeit ist der Königshof Neckarau auf der anderen Seite des Rheins entstanden. Welche Beziehungen zu Altrip damals bestanden, ist jedoch nicht bekannt. In der Merowingerzeit gab es eine fränkische Siedlung oder Befestigung, es ist aber nicht möglich, das Jahr ihrer Gründung anzugeben. Allerdings ist urkundenmäßig belegt, dass in der Karolingerzeit der Königshof Neckarau der Klosterzelle in Altrip zu „ewigem Besitzrecht übertragen" wurde. Altrip wurde im Jahr 762 als Klosterzelle von König Pippin der mächtigen Abtei Prüm übertragen und war wirtschaftlicher Mittelpunkt des umfangreichen Besitzes der Abtei im Bereich des Nahe-, Worms-, Speyer- und Lobdengaus (Ladenburg).

In Altrip wurde im Jahr 840 Regino, der spätere Abt des Klosters Prüm, geboren. Er schrieb die erste in Deutschland verfasste Weltchronik.

Auf die Existenz eines „Schlosses“ in Altrip könnten Quellen aus späterer Zeit hindeuten. So ist in einem Bestandsbrief des Pfalzgrafen Ruprecht I. aus dem Jahr 1357 in dem pfalzgräflichen Fischwasser als „Salmenfänge“ an Mannheimer und Speyerer Fischer verliehen werden.

Neuzeit

1865 erfolgte unmittelbar östlich des Ortes ein Durchstich im Rahmen der Rheinbegradigung. Damit wurde der ursprüngliche Plan, den Rhein westlich des Ortes fließen zu lassen, abgeändert und Altrip blieb Teil der bayerischen Pfalz. Das „Altriper Eck“ ist auf dem Grabstein Johann Gottfried Tullas abgebildet.

Zeittafel

Jahr Ereignis
369 Erwähnung Altrip im Codex Theodosianus
370 Rede des Quintus Aurelius Symmachus über die
Errichtung des Kastells Altrip vor Kaiser Valentinian I.
380 Altriper Legionäre müssen das Christentum annehmen
390 Nennung Altrips in der „Notitia dignitatum“
um 400 Legionäre räumen das Kastell Alta Ripa
406/407 Zerstörung des Kastells durch Brand
436/437 Ende der Burgunderherrschaft in Altrip
762 König Pippin III. schenkt die Cella Altrepio dem Kloster Prüm in der Eifel
840 Regino wird in Altrip geboren
892 Regino wird Abt des Klosters Prüm

Einwohnerentwicklung

Die erste Bevölkerungszahl liegt von 1585 vor, damals bewohnten etwa 130 Einwohner die Ludwigstraße und die Römerstraße. Bis 1617 stieg die Zahl rasch auf 215 an, blieb dann aber lange Zeit weitgehend konstant: 1721 waren es etwa 250, 1806 260 Einwohner. Grund dafür ist die beengte Lage des Ortes, die nur relativ wenige vom Hochwasser ungefährdete Bauplätze bot. Bis 1840 hatte sich durch Wegfall feudaler Einschränkungen und damit Zuzug vieler Einwanderer die Bevölkerungszahl auf 550 etwa verdoppelt. Diese fanden Wohnraum durch Hofteilungen und Neuaufteilung der Grundstücke innerhalb der bisherigen Siedlungsgrenzen.

Mit der Rheinbegradigung und damit der Eindämmung der Hochwassergefahr änderte sich die Raumsituation grundlegend, eine Ausdehnung der Siedlungsfläche war jetzt möglich. Bis zum Ersten Weltkrieg wohnten etwa 2500 Personen in Altrip, nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich diese Zahl durch Anlage neuer Baugebiete noch einmal beträchtlich, sodass es jetzt ungefähr 8000 Einwohner sind.

Jahr 1815 1835 1871 1905 1939 1950 1961 1970 1980 1985 1987 1990 1995 2000 2005
Einwohner[3] 326 533 919 1796 3607 3683 4482 5294 5476 5779 5873 6490 7388 7682 7868

Politik

Gemeinderat

Zusammensetzung seit der Wahl am 13. Juni 2004:

FWG Altrip 31,8 % +18,7 8 Sitze +5
CDU 25,9 % +0,4 6 Sitze ±0
SPD 22,0 % −6,9 6 Sitze −2
AWG 9,6 % −0,3 2 Sitze ±0
Forum 8,5 % −8,5 2 Sitze −2
Andere 2,3 % −2,8 0 Sitze −1

Alteingesessene Familien

In den Urkunden von Altrip kommen seit dem Jahr 1585 sechs Familien immer wieder vor; ihre Namen existieren auch heute noch im Ort. Es sind dies die Familien Hook, Hornig, Hört, Lemmert, Schweickert und Schneider, die natürlich auch in der Liste der Bürgermeister entsprechend stark vertreten sind.

Bürgermeister

Jahre Name, Partei (Amtsbezeichnung) Jahre Name, Partei (Amtsbezeichnung)
1705–1724 Sebastian Metzger (Schultheiß) 1868–1884 Johann Philipp Hook
1724–1732 Hanß Peter Baumann (Schultheiß) 1885–1895 Philipp Hook I.
1732–1765 Jakob Hennemann (Schultheiß) 1895–1904 Jakob Hook Vll.
1765–1775 Johann Peter Baumann (Schultheiß) 1904–1909 Adam Hört II.
1775–1797 Bartholomäus (Barthel) Schweikert 1909–1914 Michael Baumann
1798–1807 Jacob Lemmert (Maire) 1914–1920 Ignatz Baumann
1808–1813 Nikolaus Hook (Maire) 1920–1924 Adam Schneider IV.
1813–1815 Andreas Mattheus Transier (Kriegsrechner) 1925–1930 Adam Jacob
1816–1824 Michel Hook 1930–1945 Carl Baumann
1824–1831 Abraham Knauber 1945–1946 Fridolin Braun
1831–1834 Philipp Hörth 1946–1952 Adam Jacob
1834–1838 Philipp Friedrich Hook 1952–1957 Philipp Hermann Hook
1838–1845 Jacob Hornig 1957–1967 Emil Lebherz
1846–1858 Philipp Hook 1967–1979 Michael Marx (SPD)
1859–1865 Jacob Hornig IV. 1979–2004 Willi Kotter (SPD)
1865–1868 Mathäus Hoock seit 2004 Jürgen Jacob (FWG Altrip)
Partnergemeinden

Wappen und Fahne

Blasonierung: Im schwarzen Felde hält ein goldener Löwe mit den Vorderpranken einen auf grünem Grund stehenden geteilten Wappenschild, der oben die Wittelsbacher Rauten und unten einen goldenen Anker in Rot aufweist.

Die Fahne ist von Blau und Gelb und Blau im Verhältnis 3:5:3 gespalten bzw. geteilt, darin das Wappen.

Städtepartnerschaften

Altrip unterhält eine Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Petit-Réderching und der thüringischen Stadt Wiehe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Wasserturm

Ein Wahrzeichen des Ortes ist der Wasserturm in der Ortsmitte. Er wurde am 27. August 1927 eingeweiht, als die Wasserleitung in Betrieb genommen wurde. In den Wasserturm ist die folgende Urkunde eingemauert:

„Im Jahre des Herrn eintausend neunhundert und siebenundzwanzig, als Paul von Hindenburg Präsident des Deutschen Reiches, Dr. Heinrich Held Ministerpräsident von Bayern, Dr. Jakob Matheus Regierungspräsident der Pfalz, Oberregierungsrat Dr. Albert Lederle Vorstand des Bezirksamtes Ludwigshafen am Rhein war – als Adam Jacob erster, Michael Kirsch zweiter und Philipp Hoock IV. dritter Bürgermeister von Altrip war, wurde dieser Wasserturm gebaut.“

Ein weiteres Wahrzeichen ist der Kirchturm der Protestantischen Kirche Altrip.

„Der Kirchturm, positioniert an der Nordostecke des Kirchenschiffes, entstammt dem frühen 13. Jahrhundert, der Spätromanik: unverputztes Bruchsteinmauerwerk; Schallarkarden als Zwillingsfenster mit eingestellten Säulen; achtseitiger, gemauerter Spitzhelm über vier Giebeln. Er ist der einzige, vollständig erhaltene romanische Turm im Landkreis.“

– Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Ludwigshafen, Bd. 7, Bearb. von Dellwig/Mertzenich, S.32

Der Kirchturm diente als Orientierungspunkt und Distanzmesser für Rheinschiffer:

„Von Mannheim bis Germersheim benutzten die Rheinschiffer bei der Fahrt zu Berg wie zu Tal die alten Kirch- und Signaltürme von Neckarau, Altrip, Ketsch, Otterstadt, Altlußheim, Rheinhausen, das Eichholzheimer Schloss, den Udenturm und den Dom zu Speyer, den Turm der Burg Germersheim, den Schloßturm zu Udenheim-Philippsburg und die St. Michaelskapelle zu Rußheim. Man hat deshalb diese Türme sehr hoch gebaut und an den steinernen Dachhelmen oder Pyramiden Dachluken angebracht, aus denen man zur Not Feuersignale geben konnte. Selbstverständlich hat man die alte Stelle, wo ein solcher Bau stand, bei jedem Neubau eines Kirchturms beibehalten.“

– Heimatjahrbuch des Landkreises Ludwigshafen, Bd. 15, 1999, W. Schneider

Vereine

Sandbahn des MSC Altrip

Bekannt sind die Internationalen Sandbahnrennen von Altrip, der Kanu-Club errang deutsche Meisterschaften und eine Vizeweltmeisterschaft. Außerdem heben die Gewichtheber des AC Altrip in der Saison 2007/2008 in der 1. Gewichtheber-Bundesliga. Der mitgliederstärkste Verein ist der Turn- und Sportverein (TUS), ebenso ist eine der größten Ortsgruppen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft des DLRG-Bezirks Vorderpalz in Altrip beheimatet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Alte Gierfähre Altrip-Mannheim im Februar 1958 kurz nach ihrer Stilllegung
Rheinfähre nach Mannheim

Von Altrip führt eine Rheinfähre nach Mannheim. Das Fährrecht erhielt Altrip im Jahr 1898. Die erste Fähre war eine Gierfähre, die, am Längsseil befestigt, durch die Strömung hin oder her bewegt wurde. Diese Fähre störte den Schiffsverkehr und wurde deshalb 1958 durch eine Fähre mit eigenem Motor ersetzt.

Bis in die 1980er Jahre gab es auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins an der Strecke der Rheinbahn zwischen den Bahnhöfen Mannheim-Neckarau und Mannheim-Rheinau Hafen einen Haltepunkt Altrip.

Bildung

In der Gemeinde gibt es vier Kindergärten: den Friedrich-Fröbel-Kindergarten (gemeindlich), den Geschwister-Scholl-Kindergarten (gemeindlich), den Protestantischen Kindergarten und den Kindergarten Regino (katholisch). Die Albert-Schweitzer-Grundschule betreut die Schüler bis zum vierten Schuljahr. Weiterführende Schulen müssen in den Nachbarorten besucht werden, wie zum Beispiel in Limburgerhof oder Ludwigshafen.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Adam Jacob (* 6. Juni 1887 in Altrip; † 3. April 1981 in Altrip)
  • Ernst Jacob (* 29. März 1886 in Altrip; † 16. Mai 1967 in Hannover)
  • Wilhelm Michael Schneider (* 4. Dezember 1891 in Altrip; † 7. April 1975 in Frankfurt)

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

Elke Knöppler: Mer redd jo nix, mer seschd jo blous. Altriper Wörterbuch. Hrsg. von der Gemeinde Altrip und dem Heimat- und Geschichtsverein Altrip e.V. Ubstadt-Weiher, regionalkultur 1999. ISBN 978-3-89735-119-6. 160 S. mit 62 Abb., fester Einband.

Weblinks

Commons Commons: Altrip – Bilder, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Otto Seeck (Hrsg.): Q. Aurelii Symmachi quae supersunt. Weidmann, Berlin 1883. Nachdr. Monumenta Germaniae Historica, München 1984 (Monumenta Germaniae Historica, Scriptores, 6, 1, S. 324, Zeile 19), ISBN 3-921575-19-2, hier online.
  2. CTh. 11.31.4 online: http://www.thelatinlibrary.com/theodosius/theod11.shtml
  3. Einwohnerzahlen bis 2005: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz; seit 2006: Online Gemeindestatistik KommWis GmbH, Mainz
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