Meinestadt.de - Altenfeld - 16.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Ilm-Kreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Großbreitenbach | |
| Höhe: | 600 m ü. NN | |
| Fläche: | 17,02 km² | |
| Einwohner: | 1075 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 98701 | |
| Vorwahl: | 036781 | |
| Kfz-Kennzeichen: | IK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 70 002 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Kirchstraße 2 98701 Altenfeld |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Grimm (SPD) | |
Altenfeld ist eine Gemeinde im Ilm-Kreis in Thüringen in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Altenfeld ist der südlichste Ort im Ilm-Kreis. Das Dorf erstreckt sich in einem Talkessel der Oelze in West-Ost-Richtung. Geologisch gesehen gehört diese Region bereits zum Thüringer Schiefergebirge, allerdings geht dieses nordwestlich des Dorfes in den Thüringer Wald über, wobei sich beide Gebirge nicht exakt trennen lassen.
Das Tal der Oelze verengt sich im Osten zu einer schmalen, etwa 200 Meter tiefen, Klamm und erreicht im Nachbardorf Oelze die Schwarza. Nordwestlich des Ortes liegt Neustadt am Rennsteig, im Nordosten die Stadt Großbreitenbach. Südlich und westlich liegen ausgedehnte Fichtenwälder und der Rennsteig. Altenfeld liegt in 550 bis 650 Metern Höhe und wird im Norden von der 811 Meter hohen Hohen Haube, im Westen vom 790 Meter hohen Kohlhieb und im Süden von rund 750 Meter hohen Bergen begrenzt. Das Gemeindegebiet ist fast vollständig (83%) bewaldet. Vorherrschende Baumart ist die Fichte. Lediglich im Talkessel rund um den Ort befinden sich einige Wiesenflächen, die zur Weideviehhaltung genutzt werden. In Altenfeld herrscht ein rauhes Mittelgebirgsklima mit kühlen, feuchten Sommern und schneereichen Wintern.
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Neustadt am Rennsteig - Großbreitenbach - Katzhütte - Masserberg
Von Wissenschaftlern der Bergakademie Freiberg wurden 1988 in den Altenfelder Schichten des Thüringer Schiefergebirges die ältesten Spuren des Lebens (pflanzliches Plankton) in dunkelgrauen bis schwarzen Kieselschiefer auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nachgewiesen. Der Kieselschiefer gehört geologisch dem Präkambrium an und besteht überwiegend aus dem Material Quarz. Er verdankt seine dunkle Farbe dem relativ hohen Gehalt an Kohlenstoff.
Die Gemeinde wurde 1492 erstmals urkundlich erwähnt. Von etwa 1600 bis 1646 war Altenfeld eine Wüstung. Im Jahre 1646 führte das Ansiedeln einer Glashütte zur Wiederbesiedelung des Ortes. Auf Grund der Lage im Gebirge ohne ausreichende Ackerflächen kam es in Altenfeld wiederholt zu Hungersnöten, zuletzt 1772. Damals verhungerten 72 Menschen, darunter viele Kinder. 1846 verwüstete ein Brand das Dorf. 17 Häuser brannten vollständig nieder. Bis 1920 gehörte der Ort zum Amt Gehren im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen. Danach gehörte er zum Landkreis Arnstadt, zwischen 1952 und 1994 zum Kreis Ilmenau und seit 1994 zum Ilm-Kreis.
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Altenfeld gehört der Verwaltungsgemeinschaft Großbreitenbach an. Der Verwaltungssitz ist in der Stadt Großbreitenbach.
Der Rat der Gemeinde Altenfeld besteht aus 12 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)
Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Eschenburg in Hessen.
In Altenfeld war früher, wie in den anderen Orten der Umgebung, die Heimarbeit weit verbreitet. Hergestellte Produkte waren hier vor allem Waren des Haushaltsbedarfs wie z.B. Streichhölzer, Löffel und andere Holzprodukte. Diese Heimarbeiter zählten zu den ärmsten Menschen in Thüringen, genauso wie das Schiefergebirge lange Zeit als ärmste Region des Landes galt. Neben der Heimarbeit war die Glasindustrie ein wichtiger Erwerbszweig des Ortes. Sie bestand hier bis in die DDR-Zeit hinein. Produkte waren hier neben gewöhnlichem Haushaltshohlglas auch Thermometer und andere Glasmessgeräte.
Altenfeld besitzt Straßenverbindungen nach Kahlert am Rennsteig (dort weiter nach Neustadt am Rennsteig, Masserberg oder Gießübel), Großbreitenbach und Katzhütte/Oelze. Der nächste Bahnanschluss liegt ebenfalls fünf Kilometer östlich in Katzhütte an der Schwarzatalbahn. Etwa zwei Kilometer östlich des Ortes wird demnächst die Oelzetalbrücke der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt, die im Gemeindegebiet ansonsten durch Tunnel geführt wird, errichtet werden.
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