Meinestadt.de - Altenberge - 16.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Steinfurt | ||||
| Höhe: | 79 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 62,51 km² | ||||
| Einwohner: | 10.104 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 162 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 48341 | ||||
| Vorwahl: | 02505 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | ST | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 66 004
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| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Kirchstr. 25 48341 Altenberge |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Jochen Paus (CDU) | ||||
| Lage der Gemeinde Altenberge im Kreis Steinfurt | |||||
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Altenberge ist eine Gemeinde im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Altenberge liegt ca. 17 km nordwestlich der Universitätsstadt Münster im Kreis Steinfurt inmitten der Münsterländischen Parklandschaft. Die Gemeinde liegt ca. 100 m über NN auf dem Altenberger Höhenrücken und ist die am höchsten gelegene Gemeinde des Altkreises Burgsteinfurt (BF). Altenberge grenzt (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten) an Greven (Kreis Steinfurt), Münster (kreisfrei), Havixbeck (Kreis Coesfeld), Billerbeck (Kreis Coesfeld), Laer (Kreis Steinfurt), Steinfurt (Kreis Steinfurt) sowie Nordwalde (Kreis Steinfurt).
Die Gemeinde Altenberge besteht aus dem Ort Altenberge und sechs Bauernschaften:
Erstmalig urkundlich erwähnt wurde die Pfarrei Altenberge im Jahre 1181, der Ort ist aber wohl weit vorher gegründet worden. Wahrscheinlich liegt der Zeitpunkt der Gründung zur Zeit des ersten Bischofs von Münster, Liudger (742-809). Karl der Große hatte diesem 792 die Missionierung im westlichen Sachsen übertragen. Liudger baute das spätere Bistum Münster auf; in dieser Zeit ist es zu zahlreichen Gründungen von Pfarreien und dem Bau von Kirchen, u. a. auch in Altenberge gekommen. Der Ort war ursprünglich Bestandteil der Freigrafschaft der Stadt Münster im Dreingau und unterstand im 12. Jahrhundert der Verwaltung der Ritter von Altenberge. Von den Zerstörungen im 2. Weltkrieg blieb Altenberge weitestgehend verschont.
Ergebnisse der Kommunalwahl vom 26. September 2004:
Die CDU hält also genau die Hälfte der möglichen Sitze, hat aber gemeinsam mit der Stimme des Bürgermeisters Jochen Paus (CDU; direkt gewählt mit 53,2 % d. Stimmen) die Mehrheit im Gemeinderat (14 : 13) gegenüber den drei anderen Fraktionen von SPD, UWG und Grünen. Damit hält die CDU seit den ersten freien Wahlen in Altenberge die Mehrheit der Stimmen im Gemeinderat. Die CDU ist größte Partei vor Ort, gefolgt von der SPD, der UWG, welche sich vor einigen Jahren aus der CDU heraus gegründet hat, und den Grünen. Rechts- oder linksradikale Parteien spielen in Altenberge keine Rolle, bei den vergangenen Wahlen auf Bundes-, Kommunal- oder Landesebene gab es für beide Seiten nur jeweils einstellige Stimmenzahlen. Bei den Kommunalwahlen gibt es in Altenberge 13 Wahlkreise. Landtagsabgeordnete für Altenberge ist Hannelore Brüning (CDU, direkt gewählt) aus Neuenkirchen, Bundestagsmitglieder sind Angelica Schwall-Düren (SPD, über die Landesliste gewählt) und Karl Schiewerling (CDU, direkt gewählt). Bei den Bundestagswahlen bildet Altenberge gemeinsam mit den Steinfurter Gemeinden Laer und Nordwalde einen Wahlkreis zusammen mit dem Kreis Coesfeld. Seit einiger Zeit ist auch die FDP wieder auf Ortsebene aktiv. Sie will 2009 bei den Kommunalwahlen antreten.
Das Wappen der Gemeinde Altenberge wurde im Jahre 1938 verliehen. Es zeigt die sog. Krüsellinde, den Wappenbaum der Gemeinde und ehemalige Gerichtsstätte am alten Münsterweg. Diese steht auf einem Dreiberg, der den Altenberger Höhenrücken symbolisiert, auf dem der Ort liegt. Die Pflugschar auf dem Dreiberg steht für die Bevölkerung des Ortes, die früher überwiegend aus Bauern bestand.
Blasonierung: „Auf goldenem Felde ein roter mit goldener Pflugschar belegter Dreiberg, auf dem eine grüne Linde steht.“
Seit 1979 besteht eine Partnerschaft mit der belgischen Gemeinde Gooik, die 25 km westlich von Brüssel in der Provinz Flämisch-Brabant liegt. Gooik ist mit ca. 8850 Einwohnern nur wenig kleiner als Altenberge. Die Partnerschaft wird mit vielen gegenseitigen Besuchen von Vereinen und einzelnen Bürgern aufrechterhalten. 1990 und 1999 wurde in festlichen Zeremonien die Partnerschaft zwischen den Gemeinden bestätigt.
Die Altenberger Verkehrsinfrastruktur ist sehr gut ausgebaut und auf einem hohen Niveau. Um jedoch den Ortskern stärker vom Verkehr zu entlasten ist eine unter der Bevölkerung und vor allem in der Politik umstrittene Ortsentlastungsstraße im Süden der Gemeinde geplant, die zugleich noch eine noch bessere Anbindung für ansässige Unternehmen schaffen soll. Die CDU befürwortet als einzige Partei den Bau der Entlastungsstraße, die bereits in zwei Wahlkämpfen das Hauptthema darstellte.
Der Bahnhof von Altenberge wird im Stundentakt von der Regionalbahn 64 „Euregio-Bahn“ Münster Hbf–Gronau–Enschede (NL) bedient. (Kursbuchstrecke 407).
Die Gemeinde Altenberge zählt zu den finanzstärksten Kommunen in NRW, da das Gewerbesteuereinkommen sehr hoch ist. Dennoch ist sie eine überwiegend ländlich geprägte Gemeinde.
Größter Arbeitgeber ist die Firma Schmitz Cargobull AG mit über 4.000 Beschäftigten. Aber auch einige andere bedeutende Firmen haben sich angesiedelt. Die Agrartechnik Altenberge, welche an der Kümperstiege zu finden ist, ist einer der führenden Technikanbieter des CNH Global-Konzerns in Deutschland geworden.
Europaweit tätig ist auch die Wessling-Gruppe. Im Januar 1983 legt Inhaber Dr. Erwin Weßling mit dem ersten Laboratorium den Grundstein für die heutige Firmengruppe in einer historischen Windmühle aus dem 18. Jahrhundert. Heute arbeiten 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Europa. Die Zentrale befindet sich im Altenberger Gewerbegebiet Ost. Das unabhängige Familienunternehmen Wessling gehört zu den Marktführern von Labor- und ingenieurtechnischen Dienstleistungen.
Jüke Systemtechnik ist ein moderner Dienstleister im Bereich der Feinmechanik und Elektronik. Sie erhielt 2007 beim Innovationspreis Münsterland in der Kategorie „Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“ den ersten Preis. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut aus Dresden gelang es, einen neuartigen keramischen Detektor für die Gas-Chromatographie zu entwickeln.
Die perbit Software GmbH ist Spezialist für Human-Resources-Management-Systeme. Das Unternehmen wurde 1983 gegründet und gehört zu den marktführenden Anbietern im Mittelstand. Etwa 50 Mitarbeiter sind bei perbit an den Standorten Altenberge und Trossingen beschäftigt. Für seine familienfreundliche Unternehmenskultur hat perbit das Zertifikat zum audit berufundfamilie der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung erhalten.
Altenberge verfügt über 2 Grundschulen und eine Hauptschule, die beiden Grundschulen bieten Ganztagsunterricht an.
Altenberge zählt vermutlich zu einer der Urpfarreien, die um 800 von Bischof Luidger gegründet wurden. Die ersten drei Joche der Kirche stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Des Weiteren wurde die Kirche zwischen 1882 und 1884 um ein Joch nach Western erweitert und der frühere viereckige mittelalterliche Turm wurde durch den heutigen ersetzt. Im Innern erinnert die Kirche von der Bauart an die Lamberti oder Überwasserkirche in Münster. Die katholische Kirche kann auch als das Wahrzeichen von Altenberge angesehen werden, da der 75 m hohe Turm bereits aus weiter Entfernung sichtbar ist.
Die Krüsellinde im Südosten von Altenberge ist der Wappenbaum Altenberges. An ihr wurden früher die Westfälischen Femgerichte gehalten. Als Symbole für die ehemaligen Femgerichte liegen noch immer ein Strick und ein Schwert unter dem Baum.
Beim Eiskeller handelt es sich um die Keller der ehemaligen Brauerei Beuing in Altenberge. Das genaue Baudatum der Keller ist nicht bekannt, allerdings wurde der nördliche Teil der Eiskeller um 1890 angebaut. Die Keller wurden zum Kühlen des Bieres während des Sommers genutzt. Hierzu wurden im Winter auf umliegenden Feldern sogenannte Eisteiche angelegt; das dort gewonnene Eis wurde dann in die Keller gebracht. So konnten diese im Sommer auf eine Temperatur von 8 bis 10 Grad heruntergekühlt werden. Mit dem Konkurs der Brauerei 1927 endete vorerst die Geschichte des Eiskellers, erst 1996 wurde er bei Bauarbeiten für die benachbarte Grundschule wiederentdeckt. 2004 wurde für die Regionale ein Informationspavillon gebaut und zudem Stege im Keller verlegt. Die Keller können heute über den Heimatverein besichtigt werden.
Der Kernbau dieses Fachwerkhauses wurde bereits vor 1840 errichtet, 1910 wurde er erweitert. Das Haus diente ab 1889 als Wohnstube des Dorfpolizisten und als Arrestlokal. Diese Funktion behielt es bis in die 1930er Jahre. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude vom Heimatverein restauriert und am 10. Mai 1997 als Heimathaus eingeweiht. Später wurde auf dem Gelände noch ein Bauerngarten angelegt, ein typischer Speicher (2003) und ein Backhaus (2006) errichtet. Der Speicher befand sich bis zum Jahr 2003 in der Bauernschaft Hohenhorst und wurde dann vom Heimatverein abgebaut und an der heutigen Stelle wiederaufgebaut.
Der Marktplatz ist der Mittelpunkt des Gemeindelebens in Altenberge. Er entstand am Ende der 1980er Jahre, als die damals noch im Ort beheimatete Firma Schmitz Cargobull auf ein Gelände außerhalb des Orts wechselte. Auf einem Teil des dadurch freigewordenen Areals wurde der Platz errichtet. Die Häuser an den Seiten sollen mit ihren Fassaden und Giebeln (wenn auch stark vereinfacht und moderner gestaltet) an den Prinzipalmarkt in Münster erinnern. Der Marktplatz wird neben dem Kirchplatz vor allem für Events wie Dorffeste oder Konzerte genutzt. Jeden Mittwoch findet hier zudem ein Wochenmarkt statt.
Der alte Friedhof befindet sich im Zentrum des Ortes in der Nähe der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Das Gelände wurde zu Anfang des letzten Jahrhunderts zu klein, daher wurde zwischen Hanseller Straße und Bahnhofshügel ein neuer Friedhof angelegt. Heute sind auf dem alten Friedhof nur noch vereinzelt Grabsteine stehengeblieben. In der Mitte der Rasenfläche befindet sich das Ehrenmal, das an die in den Weltkriegen gefallenen und vermissten Altenberger erinnert.
Die Kapelle wurde 1953 vom Schützenverein Grinkenschmidt in Waltrup zur Erinnerung an die im Krieg gefallenen Mitglieder errichtet. Sie befindet sich direkt an der ehemaligen B 54 (heute L 510) zwischen Altenberge und Münster und erhielt daher den Namen „Madonna der Landstraße“.
Von dieser 1661 erbauten, ehemaligen Wasseranlage ist heute nur der Speicher erhalten geblieben. Er beherbergt den Studienfonds der Uni Münster.
Durch Altenberge und die Umgebung führen eine Vielzahl von Radwegen. So liegt Altenberge an der 100-Schlösser-Route und es gibt eine große Anzahl von sogenannten Pättkes, die durch die Bauernschaften führen. Hinzu kommen Radwege entlang der Hauptverkehrsstraßen. Ende 2007 wurde ein neuer Radweg entlang der Hanseller Straße geschaffen. Ambitionierte Ziele haben sich auch die Anwohner der L874 in Kümper gesteckt. Sie möchten 2008 in Eigenregie den Lückenschluss zwischen dem neuen Kreisverkehr und dem Havixbecker Radwegenetz erstellen.
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