Mittwoch, 16.05.2012



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Alt Tucheband

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Alt Tucheband führt kein Wappen
Alt Tucheband
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alt Tucheband hervorgehoben
52.53333333333314.51666666666711Koordinaten: 52° 32′ N, 14° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Golzow
Höhe: 11 m ü. NN
Fläche: 30,59 km²
Einwohner: 936 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15328
Vorwahl: 033472
Kfz-Kennzeichen: MOL
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 009
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Seelower Straße 14
15328 Golzow
Webpräsenz:
Bürgermeister: Detlef Baar (WG GAT)
Lage der Gemeinde Alt Tucheband im Landkreis Märkisch-Oderland
Datei:Alt Tucheband in MOL.png

Alt Tucheband ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Amt Golzow.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Gemeindegliederung

Ortsteile sind die ehemaligen Gemeinden Alt Tucheband, Hathenow und Rathstock.

Geschichte

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14. bis 19. Jahrhundert

Alt Tucheband wird erstmals in einer auf den 9. Mai 1336 datierten Urkunde, als der Magistrat von Frankfurt (Oder) im Tausch gegen Reitwein Alt Tucheband an Markgraf Ludwig von Bayern gibt. 1355 werden Henning und Otto von Haken als Besitzer der Ortschaft genannt, die anschließend von 1401 bis 1456 im Besitz des Bischofs von Lebus verblieb. Im Jahr 1456 erwarb die Familie von Schapelow, die von 1405 bis 1450 im Besitz von Hathenow war, bis dieses an den Johanniterorden ging, den Ort Tucheband.

Im Jahr 1601 lässt sich in Tucheband der Hexenprozess gegen Gertrud Paul nachweisen.

Der Dreißigjährige Krieg (1618 bis 1648) und vor allem die Pestepidemie in den Jahren 1634 bis 1636, die in Tucheband und Umgebung ungefähr 12.000 Menschen das Leben kostete, brachten dem Ort schweren Schaden.

1663 wird das Gut Tucheband von Max von Schlieben gekauft und kommt durch die Heirat seiner Tochter in den Besitz der Grafen von Kamenke, bis es 1797 durch Verkauf an von Bornstaedt, Erb- und Gerichtsherrn auf Ehrenberg fällt.

Im Jahr 1787 schließt der Bau der kürzesten Ost-West-Verbindung durch Preußen, die von Kleve nach Königsberg ging, Tucheband an die Heer- und Handelsstraße an.

19. und 20. Jahrhundert

1800 brennt der Ort inklusive der Kirche bei einer Feuerkatastrophe fast vollständig nieder. 1814 erwirbt Kommissionsrat Gilbert, der durch die Freigabe von Land zur Erbpacht das spätere Neu Tucheband begründete, das Gut. 1820 kauft der Syndikus und spätere Bürgermeister von Berlin, Ludwig Wilhelm Rehfeld, das Gut, das letztmalig 1896 den Besitzer wechselt, als es von der Familie Schmelzer erworben wird.

Im Verlauf der Napoleonischen Kriege war Tucheband mehrfach von Einquartierungen und der damit verbundenen jeweiligen Plünderung des Dorfes betroffen. Der damalige Pfarrer Fleischfresser berichtet, dass im Vorlauf der Erstürmung der Küstriner Festung nicht nur das gesamten Kircheninventar, sondern auch sämtliche Leitern gestohlen wurden.

Der langsame wirtschaftliche Aufschwung ermöglichte den Wiederaufbau der Kirche als neogotischen Bachsteinbau erst im Jahr 1862. 1864 wurden eine Ziegelei, eine Brennerei, eine Sirup- und Stärke- sowie eine Zuckerfabrik errichtet. 1911 wurde die Oderbruchbahn gebaut.

In den Jahren 1928 und 1929 erfolgte der Zusammenschluss des Gutes Hackenow mit Alt Tucheband. Beim Angriff auf die Seelower Höhen wurde der Ort nach der Evakuierung am 5. Februar 1945 fast vollständig zerstört. Die Kirche bleibt Ruine, 1996 wird der Platz rund um die Ruine neu gestaltet.

Der Bruch des Oderdammes am 22. März 1947 ließ das Hochwasser bis auf rund 100 m vor das Ortsschild steigen, richtete aber an den Gebäuden keinen Schaden an.

Bau des Schweinestalls für die LPG Befreite Erde

Bei der Bodenreform von 1945 werden über 650 ha Land an Kleinpächter, Umsiedler, Landarme und Landarbeiter verteilt, 1946 wurde ein Ortsverband der VdbG gegründet und 1952 die LPG Befreite Erde. 1955 wurde ein Wasserwerk zur Trinkwasserversorgung der umliegenden Orte errichtet.

Gemeindeneugliederung

1991 schloss sich Alt Tucheband zur Verwaltungsgemeinschaft Golzow, beziehungsweise ab 1992 dem Amt Golzow an.
Mit Wirkung des 1. Januar 2002 schlossen sich die Gemeinden Hathenow, Rathstock und Alt Tucheband im Rahmen der Gemeindegebietsreform des Landes Brandenburg freiwillig zur heutigen Gemeinde Alt Tucheband zum Amt Golzow gehörend zusammen.

Politik

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde besteht aus zehn Ratsfrauen und Ratsherren.

  • CDU 1 Sitz
  • Wählergruppe Brandschutzgruppe Alt Tucheband 3 Sitze
  • Wählergruppe Großgemeinde Alt Tucheband 6 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

Wappen

  • Die Gemeinde führt weder Wappen noch Flagge.
  • Der Ortsteil Alt Tucheband führt das Wappen und die Flagge der ehemaligen Gemeinde Alt Tucheband als Ortsteilsymbole weiter. Das Wappen hat folgende Beschreibung: In Blau ein verbreiterter goldener Wellenbalken, belegt mit drei vierblättrigen grünen Kleeblättern.
  • Der Ortsteil Hathenow führt als Ortsteilsymbol ein Wappen mit folgender Beschreibung: Drei goldene Ähren in rot und ein goldener Stern in blau geteilt durch zwei silberne Wellenlinien.
  • Der Ortsteil Rathstock führt das Wappen der ehemaligen Gemeinde Rathstock als Ortsteilsymbol weiter. Das Wappen hat folgende Beschreibung: „In Silber über blauem Schildfuß´ zwei rote Pfähle überdeckt von einem blauen Balken.

Wappen der Ortsteile

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Landhaus an der alten Heer- und Handelsstraße

Museen

  • Heimatstube Rathstock, Ausstellung über das Land Lebus, den Ursprung und die Entwicklung der Gemeinde Rathstock.


Weblinks

Commons Commons: Alt Tucheband – Bilder, Videos und Audiodateien

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