Mittwoch, 16.05.2012



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Ahrenshoop

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Wappen Deutschlandkarte
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Ahrenshoop
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ahrenshoop hervorgehoben
54.38138888888912.423Koordinaten: 54° 23′ N, 12° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordvorpommern
Amt: Darß/Fischland
Höhe: 3 m ü. NN
Fläche: 5,24 km²
Einwohner: 741 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18347
Vorwahl: 038220
Kfz-Kennzeichen: NVP
Gemeindeschlüssel: 13 0 57 002
Adresse der Amtsverwaltung: Chausseestraße 68a
18375 Born a. Darß
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hans Götze
Lage der Gemeinde Ahrenshoop im Landkreis Nordvorpommern
Datei:Ahrenshoop in NVP.png

Das Ostseebad Ahrenshoop ist eine Gemeinde im Landkreis Nordvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Teil des Amtes Darß/Fischland mit Sitz in Born a. Darß. Sie liegt auf der Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst am Übergang vom Fischland zum Darß.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Seebad Ahrenshoop in der Region Fischland an der deutschen Ostseeküste der Mecklenburger Bucht liegt auf der einzigen festen Verbindung der Halbinsel Darß zum Festland. Ahrenshoop hat Ostsee- und Boddenküsten-Abschnitte (Saaler Bodden), also Wasser auf zwei Seiten, aber von höchst unterschiedlicher Art. Nächstgrößere Mittelzentren sind Barth (über die Meiningenbrücke) und Ribnitz-Damgarten, die nächstliegende Großstadt ist Rostock.

Gemeindegliederung

Der namensgebende Ortsteil Ahrenshoop liegt in Vorpommern, die Ortsteile Althagen und Niehagen liegen in Mecklenburg.

Geschichte

Ahrenshoop im Jahre 1813

Ende des 14. Jahrhunderts wollte der pommersche Herzog Barnim VI. Ahrenshoop zu einer größeren Handelsstadt ausbauen, um vom gestiegenen Handelaufkommen zu profitieren. Das damalige Arneshop lag etwas nordöstlicher des heutigen Ortes am damaligen Meeresarm Loop. Es war Ende des 14. Jahrhunderts ein bedeutender Handelsort mit bis zu 500 Einwohner. Der jetzige Ort wurde 1760 von Seefahrern gegründet. Ende des 19.Jahrhunderts siedelten sich Kunstmaler an. In der Folge entwickelte sich der Ort zum Seebad. Die Künstlerkolonie Ahrenshoop gehörte nicht zum mecklenburgischen Fischland, sondern als der westlichste pommersche Ort der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zum pommerschen Darß. Erst im Jahr 1950 erfolgte die politisch motivierte zwangsweise Angliederung der mecklenburgischen Orte Althagen und Niehagen zu Ahrenshoop.

Künstlerkolonie

Tonnenabschlagen in Ahrenshoop, 2006

Ahrenshoop ist auch aufgrund seiner früheren Künstlerkolonie und Malschule, gegründet zum Ende des 19. Jahrhunderts durch die Maler Paul Müller-Kaempff, Fritz Grebe, Friedrich Wachenhusen, Oskar Frenzel und Theobald Schorn, bekannt. Zu der Kolonie gehörten auch Louis Douzette, Elisabeth von Eicken, Hugo Müller-Lefensdorf, Anna Gerresheim, Carl Rahtjen, Doris am Ende, César Klein, Marianne Werefkin, Erich Heckel und Dora Koch-Stetter.

Von 1923 bis 1948 lebte hier der Kunstmaler Hans Brass. Er begründete mit Martha Wegscheider die „Bunte Stube“ und fungierte von 1927 bis 1930 als Amtsvorsteher sowie 1944 als Bürgermeister.

Von 1948 bis 1953 hatte der Rostocker Kunstmaler Rudolf Schmidt-Dethloff (1900–1971) sein Atelier in Ahrenshoop und gab dort auch Malunterricht. [1]

Im Ortsteil Niehagen lebte und arbeitete der Bildhauer Gerhard Marcks in den 1930er Jahren (Boddenweg 1). In den 1960er Jahren hat Edmund Kesting die Sommer in Ahrenshoop verbracht und gearbeitet. [2]

Sehenswürdigkeiten

Kunstkaten
Schifferkirche Ahrenshoop
Steilküste bei Ahrenshoop
  • Das jährlich am 3. Sonntag im Juli stattfindende Tonnenabschlagen des Tonnenbundes Ahrenshoop, Alt- und Niehagen e.V.
  • Rohrgedeckte Fachwerk-Höfe in der Hauptstraße, Am Strom und im Bernhard-Seitz-Weg (sogenanntes Dornenhaus)
  • Kunstkaten: In landschaftstypischer Bauweise, d.h. mit rohrgedecktem Dach 1909 errichtete Kunstgalerie
  • Bunte Stube: Traditionsreiche Verkaufsstätte anspruchsvoller Ferien-Mitbringsel; 1929 von Walter Butzek im Bauhaus-Stil erbaut
  • Schifferkirche von 1951, in eigenwilliger Gestaltung mit Tonnengewölbe aus Holz von Hardt-Waltherr Hämer errichtet, mit Innenausstattung von Doris Oberländer
  • Künstler-Grabsteine auf dem Friedhof
  • Das Hohe Ufer: Bis 18 m hohe Kliffranddüne, gebildet aus eiszeitlichen Sanden. Die starke Meeresbrandung der Ostsee hat zur Herausbildung des Kliffs geführt. Durch den stetigen Abtrag des alten Inselkerns des Fischlands bricht es besonders nach herbstlichen Stürmen immer wieder nach. Die Küstenlinie verlagert sich langsam nach Osten. In dem hohen Steilabbruch haben sich Uferschwalben eingenistet und Bruthöhlen gegraben. Vom Kliff aus ergibt sich bei guten Sichtverhältnissen eine Blickbeziehung zur dänischen Ostseeinsel Falster.
  • Ahrenshooper Holz: Waldgebiet am nordöstlichen Ortsrand von Ahrenshoop mit altem Baumbestand aus Rotbuche und Eiche sowie ansehnlichen Stechpalmenbeständen. Seit 1958 ist der Wald Naturschutzgebiet.

Sonstiges

  • Bei 54°23'0" nördlicher Breite und 12°25'48" östlicher Länge befindet sich ein 100 Meter hoher Sendemast der Deutschen Telekom, von dem das Programm FDZ 103.3 auf 103,3 MHz abgestrahlt wird.

Bilder

Literatur

  • Ruth Negendanck: Elisabeth von Eicken: Malerin in Ahrenshoop und auf dem Fischland, Fischerhude 2000, ISBN 3-88132-289-2
  • Ruth Negendanck: Künstlerkolonie Ahrenshoop, Fischerhude 2001
  • Friedrich Schulz: Ahrenshoop. Die Geschichte eines Dorfes zwischen Fischland und Darss. Fischerhude: Verlag Atelier im Bauernhaus 1992. ISBN 3-88132-290-6
  • Ingrid Schreyer: „Paul Müller-Kaempff und die Künstlerkolonie Ahrenshoop“ Ahrenshooper Art, 2006 [1]

Referenzen


Weblinks

Commons Commons: Ahrenshoop – Bilder, Videos und Audiodateien


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