Meinestadt.de - Achstetten - 16.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | ||
| Regierungsbezirk: | Tübingen | ||
| Landkreis: | Biberach | ||
| Höhe: | 503 m ü. NN | ||
| Fläche: | 23,38 km² | ||
| Einwohner: | 4116 (30. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 176 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 88480 | ||
| Vorwahl: | 07392 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | BC | ||
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 26 001
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| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | ||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Laupheimer Straße 6 88480 Achstetten |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Kai Feneberg | ||
| Lage der Gemeinde Achstetten im Landkreis Biberach | |||
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Die Gemeinde Achstetten ist die nördlichste Gemeinde im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Achstetten liegt in Oberschwaben im Tal der Rot etwa fünf Kilometer nord-nordöstlich von Laupheim.
Die Gesamtgemeinde Achstetten besteht aus den Teilgemeinden Achstetten, Bronnen, Oberholzheim und Stetten.
Achstetten wird erstmals 1194 in einer Urkunde von Papst Coelestin III. erwähnt. Im 14. Jahrhundert kam der Ort unter Herrschaft der Herren von Freyberg. Über weitere Besitzer, teilweise war das Dorf auch unter verschiedenen Besitzern aufgeteilt, fiel die Landeshoheit 1806 an das Königreich Württemberg. Dort wurde es 1810 dem Oberamt Wiblingen zugeteilt, um 1845 zum neu gegründeten Oberamt Laupheim zu kommen. Im Zuge der Kreisreform 1938 kam Achstetten mit dem Großteil des Oberamtes Laupheim zum neuen Landkreis Biberach.
Achstetten: überwiegend katholisch Oberholzheim: überwiegend evangelisch Bronnen: überwiegend katholisch Stetten: überwiegend katholisch
Im Rahmen der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurden die ehemals selbständigen Gemeinden zum 1. März 1972 (Oberholzheim), 1. November 1972 (Bronnen) und 1. Januar 1975 (Stetten) in die Gemeinde Achstetten eingemeindet.
Wappen der früheren Gemeinden
Einwohnerentwicklung der Gemeinde Achstetten einschließlich der heutigen Ortsteile:
| Jahr | 1939 | 1961 | 1970 | 1987 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1899 | 2071 | 2472 | 3088 | 3207 | 3491 | 3744 | 3756 | 4116 |
Schon 1386 wurde eine Burg in Achstetten erwähnt. Aus dem Jahr 1449 ist das Bestehen eines die Burg umfassenden Burggrabens überliefert. Diese Burg wurde im Verlauf des Bauernkriegs 1525 durch aufständische Bauern zerstört. Ein Wiederaufbau der Burg wird im Jahr 1583 erwähnt. Einige Jahrzehnte später wird durch den Abt der Reichsabtei Ochsenhausen das neu erbaute Schloss als ein Prachtbau bezeichnet. Der letzte Komtur der Deutschordensritter Freiherr Beat Conrad Reuttner von Weyl ließ das Schloss an der Stelle früherer Vorgängerbauten durch den offiziellen Architekten der Deutschordens Ritter, Franz Anton Bagnato, 1794 im klassizistischen Stil renovieren und umbauen. Bagnatos Entwurf bestand aus einem unverzierten, dreistöckigen Gebäude als Wohnbereich und zwei Flügel, die als Wirtschaftsgebäude dienten. Das Schloss wird heute noch von der gräflichen Familie Reuttner von Weyl bewohnt.
Achstetten gehörte ursprünglich zur Pfarrei Laupheim. 1442 bekam Achstetten seine eigene Pfarrei gestiftet von den Freiherrn von Freyberg. Die Pfarrei Achstetten unterstand der Reichsabtei Ochsenhausen. Die Reichsabtei ließ 1625 die bestehende mittelalterliche Kirche abbrechen und die Kirche der Heiligen Oswald und Agatha errichten. 1823 wurde der Kirchturm erhöht und im Jahre 2001 eine neue Orgel installiert.
Der Bogengang ist in zwei Teile geteilt: ein Teil für das gemeine Volk und ein zweiter Teil, dessen Benutzung nur den Angehörigen der gräflichen Familie gestattet war. Dieses abgesonderte Abteil für die Adligen ist mit dem Schloss durch einen Gang, der auf hölzernen Säulen verläuft, verbunden. Ein ähnliches Bauwerk war auch in Laupheim vorhanden. Dort ist es jedoch nur noch in Fragmenten erhalten.
Die Kapelle Mariae Verkündigung wurde unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg um 1650 erbaut. Geplant als Grablege für die Freiherrn von Freyberg, erfüllt sie heutzutage dieselbe Funktion für die ortsansässigen Grafen Reuttner von Weyl. Die Kapelle wurde als ein außen und innen mit flachen Wandpfeilern gegliederter Saalbau mit einem halbrund geschlossenen Altarraum und spitzgedeckten Westturm errichtet.
Schon 1449 wird eine Taverne in Achstetten erwähnt. 1573 wurde durch die beiden Dorfherrschaften festgelegt, dass es neben diesem Gasthaus kein anderes in Achstetten geben sollte. Schon damals wurde die Örtlichkeit als Versammlungsort der Gemeinde genutzt. Das heutige Gebäude wurde anfangs des 18. Jahrhunderts errichtet, diente bis 2008 als Gasthof und ist heute ein Wohnhaus.
Im evangelischen Pfarrhaus von Oberholzheim wurde am 5. September 1733 der Dichter und Schriftsteller Christoph Martin Wieland geboren. Im Haus gibt es ein kleines Gedenkzimmer mit Schreibtisch und Ausgaben von Wielands Werken. An den Wänden hängen eine Ahnentafel, Kupferstiche und Zeichnungen sowie ein Abguss von Wielands Totenmaske. Auf Wunsch kann auch Einsicht in das Taufregister mit den Eintragungen zu Wielands Geburt genommen werden. Zu Wielands 200. Geburtstag am 5. September 1933 wurde über der Haustüre eine Gedenktafel angebracht. Das Gedenkzimmer soll in naher Zukunft erweitert werden.
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